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Lokalsport FSV Schröck will in ruhigere Fahrwasser
Sport Lokalsport FSV Schröck will in ruhigere Fahrwasser
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15:11 25.07.2019
Für Roman Herd (links; beim Turnier in Beltershausen gegen Jean-Michele Kleemann von den  SF BG Marburg) und seinen FSV Schröck beginnt am Sonntag die neue Saison. Quelle: Tobias Hirsch
Schröck

Auch wenn er sich nicht mit Zähnen und Klauen dagegen wehren würde, wenn der FSV Schröck in der bevorstehenden Runde um den Aufstieg mitspielen sollte, gibt Coach Maurice Jauernick wenig darauf, was zwei Trainer und ein Sportlicher Leiter von anderen heimischen Gruppenligisten zum Besten geben. Laut denen sind die Kicker vom Elisabethbrunnen nämlich ein insgeheimer Anwärter auf die Aufstiegsränge.

„Wenn man in der vergangenen Saison Zehnter der Tabelle war und lange gegen den Abstieg gespielt hat, sollte man die Kirche im Dorf lassen. Ziele wie den Aufstieg zu formulieren, wäre völlig vermessen. Wir wollen uns so stabilisieren, dass wir mit dem Tabellenkeller nichts zu tun haben“, erklärt Jauernick, der den FSV vor einem Monat als Cheftrainer übernommen hat. Der vorherige Coach Tim Wenzel hat den Posten des Sportlichen Leiters übernommen. Und da laut Jauernick Team und Trainer Zeit brauchen, um sich aneinander zu gewöhnen, tut er gut daran, die Messlatte nicht zu hoch anzusetzen.

Auftaktprogramm

Spvgg Leusel (A, 28. Juli), SG Waldsolms (A, 4. August), TSV Michelbach (H, 7. August).

Der Trend ist nämlich deutlich: Nach dem Abstieg aus der Verbandsliga in der Saison 2015/2016 hat der FSV in seinen Gruppenliga-Platzierungen fast kontinuierlich abgebaut. Sprang am Ende der Runde 2016/2017 noch Rang sechs heraus, stehen seit dem zwei neunte und zuletzt ein zehnter Platz zu Buche. Rang zehn in der Gruppenliga ist die schlechteste Schröcker Platzierung seit mehr als zehn Jahren. Und während der Club in Vorjahren zwar nicht oben mitmischte, aber solide war, wurde der Klassenerhalt in der vergangenen Saison erst auf der Zielgeraden dingfest gemacht.

Natürlich gibt es keine Garantie, dass es in dieser Saison anders sein wird. Zu unberechenbar sind mangelndes Spielglück und Verletzungspech. Aber der derzeitige Kader dürfte aufgrund seiner Qualität nichts mit dem Abstiegssumpf zu tun haben. Nach einer enttäuschenden Saison müssen sich die Spieler steigern. „Ich sehe natürlich ­zuallererst das Team. Die Mannschaftsleistung muss stimmen. Aber natürlich setzt die sich aus guten Leistungen jedes Spielers zusammen“, stimmt Jauernick zu.

Coach soll Brandschutzbeauftragter sein

Der Coach, der zusammen mit Neuzugang Samet Sakarya, Co-Trainer und Spielertrainer in Personalunion wirkt, soll kein Feuerwehrmann für ­eine schnelle Lösung, sondern der Brandschutzbeauftragte sein. Nach den SF BG Marburg und dem SV Beltershausen ist Schröck die dritte Trainersta­tion des 38-Jährigen. „Schröck ist sportlich reizvoll, hat eine tolle Infrastruktur und es gibt viele Menschen, die sich um den Verein sorgen und mit anpacken. Das war mir wichtig“, erklärt der Coach, der die Vorbereitung als „durchwachsen“ beschreibt.

Und das liegt nicht an der Aussicht, dass Stürmer Alban Ademi möglicherweise und Sakarya definitiv den Rundenauftakt verpassen wird. Der Spielertrainer soll in der Viererabwehrkette wirken. Vielmehr will Jauernick in den Spielen sowie von Partie zu Partie mehr Konstanz. Aufgrund von einem Dutzend Ab- und Zugängen müssen sich laut Jauernick aber eben erst einmal gewisse Automatismen einstellen – insbesondere in der Offensive. Die war nämlich in der vergangenen Saison – 55 Tore nach 32 Partien – sowie in der Vorbereitung nicht zufriedenstellend. „Daran arbeiten wir natürlich“, erklärt der Trainer. Gleiches gilt fürs Verhalten bei ruhenden Bällen in der Offensive und Defensive vor dem schwierigen Rundenauftakt gegen die Spielvereinigung Leusel.

  • Zugänge: Samet Sakarya (VfB Wetter), ­Alban Ademi (SV Bauerbach), Tobias Franz (VfB Marburg), Luca Hendrich (SV Bauerbach), Michael Xenokalakis (SF BG Marburg).
  • Abgänge: Angelo Rübe, Michael Rübe (beide BSF Richtsberg), Janos Moll Mengsberg), Stasis Buividavicus (SG Treis/Allendorf), Daniel Sima (TSV Michelbach), Tobias Leisge (VfB Wetter).

von Benjamin Kaiser