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Lokalsport Bronze scheint für Marburg außer Reichweite
Sport Lokalsport Bronze scheint für Marburg außer Reichweite
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00:18 30.04.2019
Marburgs Finja Schaake (rechts) in der Bundesliga-Hauptrunde gegen Wasserburgs Leonie Fiebich. In ihrem letzten Saisonspiel treffen BC und TSV im Rückspiel um die Bronzemedaille aufeinander. Quelle: Michael Hoffsteter
Marburg

Die Marburger Bundesliga-Basketballerinnen werden die Saison auf Platz vier beenden – es sei denn, ihnen gelingt an diesem Samstag, 27. April, gegen den TSV Wasserburg ein überdeutlicher Heimsieg.

Aussichtslos? „Es wird zumindest sehr, sehr schwer“, bewertet Patrick Unger die Ausgangslage im Kampf um Bronze. Sein Team steht nach der 68:88-Niederlage (die OP berichtete) im Hinspiel am Donnerstag in Wasserburg „mit dem Rücken zur Wand“, wie es der Trainer des BC Pharmaserv ausdrückt.

Zu Hause in der Marburger Georg-Gaßmann-Halle gehe es an diesem Samstag (19 Uhr) darum, für einen gelungenen Abschluss zu sorgen: „Wir wollen natürlich gewinnen, so hoch wie möglich. Wenn wir die Chance bekommen, dann so hoch, dass wir noch Bronze holen.“ Die Blue Dolphins müssten nach regulärer Spielzeit oder notfalls nach Verlängerung mit mehr als 20 Punkten Abstand vorn liegen.

Erste Hälfte mit angezogener Handbremse

Im Auswärtsspiel in Oberbayern mangelte es vor allem in der ersten Hälfte an Intensität. „Wir sind nicht gut reingekommen, wir haben mit angezogener Handbremse gespielt“, sagt Unger, „das darf uns nicht noch einmal passieren.“ Dass der Rückstand, der zur Pause nur bei drei Punkten lag (35:38), in der zweiten Halbzeit deutlich anwuchs, habe dann mehr an fehlendem Wurfglück gelegen: „Da sind bei uns viele Würfe nicht gefallen, während Wasserburg fast alles getroffen hat.“

Rückblickend sei es eine erfolgreiche Saison gewesen. „Wir haben tollen Basketball gespielt und uns sehr gut entwickelt“, sagt Unger, verhehlt aber auch nicht, „dass es eine Enttäuschung wäre, jetzt nur Vierter zur werden“. In der regulären Saison hatte der BC in eigener Halle gegen Wasserburg mit 63:58 gewonnen – das würde nicht zu Bronze reichen.

Co-Trainer Steinbach hört auf

Unger stehen im letzten Saisonspiel bis auf die verletzte Marie Bertholdt (Bänderriss) alle Spielerinnen zur Verfügung. Für mehrere von ihnen könnte es die letzte Partie im Dolphins-Trikot sein. „Es wird personelle Veränderungen geben“, erklärt der Chefcoach. Wie groß der Umbruch ausfällt, „wird sich in den kommenden Tagen und Wochen zeigen“. Fest steht, dass sein bisheriger Co-Trainer Andreas Steinbach aus beruflichen Gründen nicht weitermachen wird.

Wasserburgs Trainerin Sidney Parsons macht deutlich, dass sie die Medaille nicht aus der Hand geben will: „Jetzt wartet noch eine letzte riesige Aufgabe und ein harter Kampf gegen einen wirklich tollen Gegner“, wird sie auf der Webseite des TSV zitiert.

von Stefan Weisbrod