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Lokalsport SV Bauerbach siegt im Finale
Sport Lokalsport SV Bauerbach siegt im Finale
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20:17 07.07.2019
Der SV Bauerbach ist Stadtpokalsieger. Quelle: Nadine Weigel
Bauerbach

SV Bauerbach – VfB Marburg 1:0

Tor: Robin Traut (37.). Rote Karte: Moritz Rechmann (Bauerbach, 47. Minute, wegen Notbremse).

„Ich glaube, vor über 20 Jahren haben wir die Marburger Stadtmeisterschaft unter unserem damaligen Trainer Dieter Mallee das letzte Mal gewonnen“, konnte sich Bauerbachs Vorsitzender Edmund Euker gar nicht mehr so genau erinnern. Dieses Erfolgserlebnis gebe seiner Mannschaft den nötigen Rückenwind für die kommende Runde.

Die Bauerbacher begannen das Finale im Georg-Gaßmann-Stadion mit viel Tempo und waren im ersten Durchgang die aktivere Mannschaft. „Wir haben aber vorne die Abschlüsse nicht gesucht und immer noch mal einen Haken zuviel gemacht“, monierte Bauerbachs Co-Trainer Hendrik Lapp.

Innerhalb von zwei Minuten stand dann Bauerbachs Mittelfeldakteur Robin Traut zweimal im Mittelpunkt. In der 35. Minute rettete er einen spektakulären Fallrückzieher von VfB-Neuzugang Ernes Hidinc mit der Brust auf der Linie. Auf der Gegenseite erzielte Bauerbachs Nummer 10 mit einem 18-Meter-Freistoß um die Mauer herum das Führungstor und gleichzeitig den Siegtreffer. Dieser geriet nach der Roten Karte gegen Bauerbachs Moritz Rechmann, der als letzter Mann seinen Gegenspieler am Trikot festhielt und deshalb vom souverän leitenden Schiedsrichter Lukas Harnack zu Recht die Rote Karte sah, allerdings noch einmal in Gefahr. Denn in Unterzahl wurden die Bauerbacher nun zunehmend in die Defensive gedrängt, hatten aber das Glück, dass der VfB selbst die besten Gelegenheiten ausließ.

„Uns fehlt halt ein echter Torjäger. So einen Mann wie Jean-Claude Günther können wir nicht ersetzen“, trauert Manager Uwe Müller dem nach Wieseck gewechselten Angreifer nach.

Selbst Bauerbachs Co-Trainer Hendrik Lapp, der seinen im Urlaub weilenden Chef Stefan Frels erfolgreich vertrat, gab zu: „Wenn das Spiel 1:1 ausgegangen wäre, wäre das nicht unverdient gewesen.“ Seiner Mannschaft zollte er ein großes Lob: „Einsatz und Engagement haben gestimmt.“

Außer dem Pokal gab es für den erstmaligen Domino-Stadtpokalsieger auch noch einen überdimensionalen Scheck über 1000 Euro. Insgesamt hatte Sponsor Domino von Rolph Limbacher 2 000 Euro an Siegprämien ausgelobt.

Bei der Siegerehrung sprach Rolph Limbacher von einem guten Niveau und zollte dem FSV Cappel ein Lob für die vorbildliche Ausrichtung. Dessen Vorsitzender Reiner Muth dankte insbesondere den Hausmeistern für die gute Zusammenarbeit. Die Spiele hätten seiner Meinung nach mehr Zuschauer verdient gehabt. Sehr gut sei es gewesen, dass der Stadtpokal der Frauen dazu gekommen sei.

FV Wehrda – TSV Elnhausen 4:3 n. E. (0:0)

Elfmeterschießen: 0:1 Rico Seidel, 1:1 Muamer Alic, Lukas Wagner scheitert an Wehrdas Torhüter Arian Shehu, 2:1 Nicolas Woscidlo, 2:2 Tim Osswald, 3:2 David Schröder, 3:3 Robin Eyrich, 4:3 Paul Schmidt, Elnhausens Torhüter Thorsten Geurtz scheitert an Wehrdas Torhüter Arian Shehu.

Das Spiel um Platz drei entwickelte sich zu einer äußerst zähen Angelegenheit. Auf beiden Seiten gab es kaum gelungene Aktionen. „Unsere Leute waren nach vier Spielen innerhalb einer Woche platt“, bat Elnhausens Spielertrainer Rico Seidel um Verständnis. Immerhin habe man gegen einen Kreisoberligisten kein Tor zugelassen. Wehrdas Trainer Sascha Nahrgang sprach von einem „grottenschlechten Spiel auf B-Liga-Niveau“.
Immerhin habe seine Mannschaft durch ihren Sieg im Elfmeterschießen einen achtbaren dritten Platz belegt. Als „Elfmeterkiller“ erwies sich einmal mehr Torhüter Arian Shehu, der gleich zweimal im Duell vom Punkt Sieger blieb.

von Kurt Arke