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Sport in Stadt und Land „Marburger Para Judoka kehren erneut als erfolgreichstes Judo-Team Europas zurück“
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16:37 19.07.2022
Para-Judo
Para-Judo Quelle: Judo
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Marburg

Vom 27. Juni bis 4. Juli fanden in Finnland die „European Para Youth Games“ (EPYG) statt. Dort begegneten sich Athlet*innen aus 29 Nationen, um sich in den verschiedenen paralympischen Sportarten zu messen.

Die Abordnung des Deutscher Behindertensportverband (DBS) bestand aus acht Judoka. Sieben leben in Marburg, und gehen auf die Carl-Strehl-Schule der blista, an der sie sowohl ihre schulische Ausbildung machen, als auch Para Leistungssport betreiben können. So ist es nicht verwunderlich, dass dort deutschlandweit die meisten jungen Talente gesichtet und zielorientiert für eine Teilnahme an den Paralympischen Spielen aufgebaut werden. Milo Nowak erkämpfte sich als stark Sehbeeinträchtigter (J2) in der Gewichtsklasse bis 60kg durch gute Leistungen die Silbermedaille. Lukas Riedel und Béla Heinze, beide bis 73kg (J2) konkurrierten in der Klasse der unter 18-Jährigen um die Goldmedaille, die nach einem intensiven und ausgewogenen Duell, letztendlich Heinze für sich sichern konnte. Das deutsche Team wurde noch durch drei weitere Junioren Europameistertitel belohnt – so erkämpften sich Leon Lange, Mathilda Maas und die blinde Lina Strötzel jeweils den obersten Platz auf dem Siegerpodest. „Durch die gezeigten Leistungen konnten vier der Newcomer für den Bundesnachwuchskader gewonnen werden, die gute Nachwuchsarbeit fängt an Früchte zu tragen“, resümierte Bundestrainerin C. Bruckmann. „Wir haben als Marburger nicht nur vier Europa- und zwei Vizemeistertitel im Gepäck, sondern ist uns zum dritten Mal in Folge gelungen, diese europäische Meisterschaft als erfolgreichste Nation zu verlassen“, erklärt Trainer Markus Zaumbrecher. Marburg ist mit dem inklusiven Trainingsstützpunkt blista das europäische Zentrum des Para Judo Nachwuchses. Im Zusammenhang mit der Sportstättenbedarfserhebung, hatte es zwei ausgereifte Entwürfe für ein sogenanntes Dojo und deren konkreter Umsetzbarkeit gegeben. „Bei entsprechender Unterstützung könnten wir in Marburg voraussichtlich sogar einen Bundesstützpunkt betreiben. Marburg ist als Para Judo Nachwuchszentrum in Europa ein einzigartiger Ort“, gibt Zaumbrecher zu bedenken.

Von Deutscher Behindertensportverband