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Sport in Stadt und Land Achtungserfolge des TC Marburg gegen frühere Weltklasse-Spieler
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14:07 13.05.2022
Heiko Trümner.
Heiko Trümner. Quelle: Foto: Philip von Geyr
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Marburg

Dieses Spiel wird Heiko Trümner wohl immer in positiver Erinnerung behalten. Gegen Jiri Novak, die ehemalige Nummer 5 der Weltrangliste (2002), setzte sich der Marburger mit 3:6, 6:2 und 10:8 durch. Und das, obwohl er nach monatelanger, verletzungsbedingter Pause noch Konditionsrückstände hatte. Während Novak im ersten Satz erfolgreich mit Stopps und Longline-Bällen punktete, gelang es Trümner in der Folge immer öfter, den Tschechen mit präzisen Schlägen über das Feld zu treiben und ihn zu zermürben.

Im Top-Spiel gegen Jakub Herm-Zahlava gelang Matthias Hahn der zweite Einzelsieg der Marburger. Beide Spieler gingen ein hohes Tempo mit rasanten Ballwechseln, wobei beide weder bei der Vor- noch bei der Rückhand kaum Schwächen zeigten. In den entscheidenden Momenten konnte Hahn noch mehr Druck mit seinen Schlägen ausüben. Mit 6:3 und 6:4 gewann er ein hochklassiges Match.

Nach überstandenen Corona-Infektionen fehlten den Marburgern Lazar Magdincev gegen Alexander Waske und Sascha Ferber gegen Bohdan Ulihrach sichtlich die Kräfte, um lange Matches durchzustehen. Beide mussten aufgeben. Jan Beusch unterlag nach engagiertem Spiel gegen Marcus Hilpert 1:6 und 4:6. Ohne Chance war auch Marian Junglaß gegen die frühere Nummer 28 der Weltrangliste, David Prinosil, der 6:1 und 6:0 gewann.

Auch in den Doppeln war für die Marburger gegen die ehemaligen Profis wenig zu holen. Doppel-Spezialist Alexander Waske zeigte mit seinem Partner Jakub Herm-Zahlava ein ums andere Mal, warum er einmal eine Daviscup-Größe war. Schnelle Reaktionen und ein gutes Auge führten zum schnellen 6:1 und 6:2-Sieg gegen Magdincev/Ferber.

Das tschechische Duo Novak/Ulihrach musste gegen Hahn/Junglaß hart kämpfen, ehe es mit 7:6, 3:6 und 12:10 die Oberhand behielt. Hilpert/Prinosil hatten gegen die Marburger Trümner/Beusch beim 6:0, 6:1 weniger Mühe. „Trotz der erwarteten Niederlage sind wir doch zufrieden, weil den Zuschauern tolles Tennis geboten wurde und wir auch zwei, fast sogar drei Siege verbuchen konnten“, erklärte Junglaß.

Von Thomas Schernbeck