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Lokalsport Marburg Open 2020 fallen aus
Sport Lokalsport Marburg Open 2020 fallen aus
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13:58 25.03.2020
Eine Szene aus dem vergangenen Jahr: Juan Ignacio Londero bei einem Spiel der Marburg Open. Quelle: Tobias Hirsch
Marburg

Sport auf hohem Niveau, Tennisprofis aus verschiedenen Teilen der Welt, Hunderte Zuschauer: Die Marburg Open sind jährlich ein Höhepunkt im Sportkalender der Stadt. In diesem Jahr werden sie nicht stattfinden. Die Corona-Krise macht eine seriöse Planung des Weltranglistenturniers, das vom 6. bis 12. Juli ausgetragen werden sollte, unmöglich. Der TV Marburg hat sich daher für eine Absage entschieden – vor allem, um den Fortbestand des Vereins nicht zu gefährden.

„Keiner weiß, wie sich die Situation entwickelt“, erklärt die Vereinsvorsitzende Michaela Peters im Gespräch mit der OP. Bereits jetzt seien durch die International Tennis Federation (ITF), in deren Serie auch die Marburg Open ausgetragen werden sollten, Turniere bis in den Juni abgesagt beziehungsweise verschoben worden. Ob danach wieder gespielt werden kann, steht in den Sternen.

2021 soll das Turnier wieder stattfinden

Die Organisatoren können sich aktuell nicht treffen. Auch die Sicherung der Finanzierung wäre ein Problem, wie Peters erklärt: „Wir wollen potenzielle Sponsoren, die im Moment möglicherweise ganz andere Sorgen haben, aktuell nicht kontaktieren. Wir fänden es äußerst unpassend, in dieser Situation bei ihnen nach Geld zu fragen.“ Ebenfalls ein großes Risiko: Würden die Marburg Open weiter geplant und dafür Bestellungen aufgegeben, etwa für das Tennisdorf, und würde das Turnier dann abgesagt oder dürfte es nur ohne Zuschauer stattfinden, könnte dies zur Gefahr für den Verein werden: „Dann hätten wir hohe Ausgaben, aber keine Einnahmen. Das wäre finanziell nicht zu verkraften.“

„Es ist natürlich schade, aber eine frühzeitige Absage ist aus unserer Sicht die beste Lösung“, sagt Peters, die betont: Im nächsten Jahr soll das Turnier wieder stattfinden, „dafür werden wir mit viel Energie arbeiten, sobald wir uns wieder treffen können“. Sie hofft, dass dann auch der langjährige Turnierdirektor Peter Zimmermann, für den es im Juli eigentlich das Abschiedsturnier werden sollte, noch einmal zur Unterstützung dabei ist: „Vielleicht verschiebt er das einfach um ein Jahr.“

Von Stefan Weisbrod