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Lokalsport Zu wenige Spieler: Liga verlegt Partie der Eintracht
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12:57 23.03.2021
Damijan Heuser (links, hier im Hinspiel gegen Elversbergs Kevin Conrad) ist einer der wenigen Spieler, die Eintracht Stadtallendorf derzeit zur Verfügung stehen. Deshalb wird die Regionalliga-Partie im April nachgeholt.
Damijan Heuser (links, hier im Hinspiel gegen Elversbergs Kevin Conrad) ist einer der wenigen Spieler, die Eintracht Stadtallendorf derzeit zur Verfügung stehen. Deshalb wird die Regionalliga-Partie im April nachgeholt. Quelle: Thorsten Richter
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Stadtallendorf

Mit den Worten „Ich gehe davon aus, dass sie uns fordern werden“ ließ sich Elversbergs Trainer Horst Steffen mit Blick auf den nächsten Gegner, Eintracht Stadtallendorf, auf der Internetseite der Saarländer zitieren – und damit einen gewissen Respekt durchblicken vor dem Tabellenletzten, der es derzeit nicht leicht hat. Was Steffen zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste: Das für heute angesetzte Nachholspiel zwischen der „Elv“ und den Herrenwäldern wurde gestern am frühen Abend kurzfristig verlegt und für Dienstag, 13. April (19 Uhr), neu angesetzt. Grundlage der Spielverlegung sind „mittlerweile erweiterte und verlängerte Quarantäne-Anordnungen durch das zuständige Gesundheitsamt für die Mannschaft von Eintracht Stadtallendorf“, begründete die Liga-Gesellschaft in ihrer Mitteilung.

Die Eintracht kehrt also – zumindest heute – nicht an den Ort zurück, an dem sie im Sommer 2017 ihre Premiere in der Fußball-Regionalliga Südwest gab. „Wir haben der Regionalliga gestern Vormittag mitgeteilt, dass wir nicht spielen können. Wir können schließlich nicht zu acht dorthin fahren“, begründete Stadtallendorfs Fußball-Präsident Reiner Bremer den Antrag auf Spielverlegung gegenüber der OP. Dieser Schritt war unvermeidlich geworden, weil dem Tabellenletzten nach dem Hessenderby am Wochenende gegen den FSV Frankfurt (0:1) schlichtweg nicht mehr genügend einsatzbereite Feldspieler zur Verfügung stehen – jedoch nicht nur wegen Corona.

Gegen die Bornheimer standen nur zehn Feldspieler und zwei Torhüter im Eintracht-Kader. Von jenen Feldspielern verletzten sich die Offensivkräfte Ibrahim Mirza Aral (Sprunggelenk) und Leon Lindenthal (Oberschenkel). „,Ibo’ hat einen dicken Fuß, ,Lindi’ wahrscheinlich einen Muskelfaserriss“, informierte Stadtallendorfs Trainer Dragan Sicaja gestern. Wegen einer wichtigen Prüfung hätte heute zudem Mittelfeldspieler Kevin Bartheld nicht zur Verfügung gestanden – genau wie Defensivspieler Muhamet Arifi wegen einer Gelbsperre.

Als Langzeitverletzte fallen noch die Innenverteidiger Kevin Vidakovics, Matthias Pape und Perry Ofori aus – letztere zwei saßen im Stadion am Bornheimer Hang nur als Zuschauer auf der Tribüne. „Sechser“ Amar Zildzovic wird nach einem Bänderriss im Sprunggelenk laut Sicaja „noch mindestens zwei Wochen“ brauchen. Abwehrspieler Christopher Schadeberg hat nach einer Operation am Handgelenk infolge eines Bruchs „nicht einmal Training gemacht“, so der TSV-Coach, der dennoch auf „Schade“ setzt, wenn es um die Frage geht, wer zu den ersten Rückkehrern zählen könnte.

Die sechs mit Corona infizierten Spieler müssen noch mindestens bis Mitte beziehungsweise Ende dieser Woche aussetzen. Mit Blick auf die nächste Partie, das Heimspiel am Samstag (14 Uhr) gegen den FC-Astoria Walldorf, sagt Sicaja deshalb: „Ich kann nur zum lieben Gott beten, dass mindestens zwei oder drei Spieler aus der Quarantäne herauskommen.“ Doch selbst dann dürfte es personell erneut ziemlich eng werden für den TSV Eintracht.

Regionalliga Südwest: FSV Frankfurt – SSV Ulm (heute, 19 Uhr).

Von Marcello Di Cicco