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14:33 19.08.2021
Cappels Athanasios Karamitros (Mitte) und Wehrdas Toni Gleisner treffen (links) mit ihren Mannschaften in dieser Saison in der Kreisoberliga Nord zunächst in einer Einfachrunde aufeinander.
Cappels Athanasios Karamitros (Mitte) und Wehrdas Toni Gleisner treffen (links) mit ihren Mannschaften in dieser Saison in der Kreisoberliga Nord zunächst in einer Einfachrunde aufeinander. Quelle: Foto: Tobias Hirsch
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Marburg

Neue Saison, neues Glück: Nachdem die vergangenen zwei Fußball-Spielzeiten in Hessen pandemiebedingt abgebrochen werden mussten, hoffen die Fußballerinnen und Fußballer, die an diesem Wochenende beginnende Runde auf sportlichem Weg beenden zu können. In einigen Ligen kommen nach den Erfahrungen der vorangegangenen Spielzeiten neue Spielmodi zum Einsatz. Hier ein Überblick:

Hessenliga: Aufgrund der Größe von 22 Mannschaften haben sich die Verantwortlichen mit den Vereinen erstmals auf eine Zweiteilung der Liga nach regionaler Zugehörigkeit verständigt. Der TSV Eintracht Stadtallendorf als einziger heimischer Hessen­ligist trifft in der Gruppe A vorwiegend auf nord- und osthessische Teams.

Zunächst wird in einer Einfachrunde gespielt. Die Top fünf jeder Staffel spielen anschließend in einer Aufstiegsrunde, die restlichen zwölf Teams eine Abstiegsrunde. Der Meister steigt in die Regionalliga Südwest auf, der Tabellenzweite spielt die Aufstiegsrunde zur vierten Liga. Es gibt maximal sechs Absteiger, die Richtzahl ist 18.

Verbandsliga Mitte: In den Verbandsligen wird es eine herkömmliche Doppelrunde mit Hin- und Rückspielen geben. Der Meister der Mitte-Staffel steigt auf, maximal fünf Teams müssen die Spielklasse nach „unten“ verlassen – die Richtzahl ist 17.

Gruppenliga Gießen/Marburg: Auch die 18 Gruppenligisten spielen in einer Hin- und Rückrunde. Es gibt zwei Aufsteiger und – bei einer Richtzahl von 18 – maximal vier Absteiger. Wie in der Verbandsliga Mitte gibt es keine Relegation beziehungsweise Auf- oder Abstiegsrunde.

Kreisoberliga Gießen/Marburg Nord: Wie in den Staffeln Süd und West wird in der 19 Teams umfassenden Kreisoberliga Nord zunächst eine Einfachrunde gespielt. Im Anschluss spielen die sechs besten Teams in einer Doppelrunde den Meister und einzigen Aufsteiger aus, eine Relegation gibt es nicht. Die Teams ab Rang sieben spielen eine Einfachrunde, fünf Mannschaften steigen aus der Liga ab.

Kreisliga A Marburg: Der Spielmodus in der A-Liga gleicht dem der Kreisoberliga Nord: Nach der Einfachrunde spielen die Top sechs in Hin- und Rückspielen den Meister und einzigen Aufsteiger aus. Die restlichen zwölf Teams spielen die Abstiegsrunde – wobei drei Klubs am Ende der Spielzeit den Gang in die B-Liga antreten müssen.

Kreisliga A Biedenkopf: Die Liga spielt die gewohnte Doppelrunde, an deren Ende der Meister aufsteigt. „In den Videokonferenzen im Frühjahr haben sich dies die Vereine so gewünscht“, sagt der Biedenkopfer Kreisfußballwart Diether Achenbach gegenüber der OP. Ein Team steigt mindestens ab – gegebenenfalls sogar zwei, sofern ein Hinterländer Klub aus der Kreisoberliga in die A-Liga absteigt.

Kreisligen B Marburg I, II und III: Da lediglich zwischen 13 (Staffel III) und 15 (Staffeln I und II) Mannschaften in den Marburger B-Ligen spielen, haben sich die Verantwortlichen für eine herkömmliche Doppelrunde entschieden. In jeder Staffel gibt es einen Aufsteiger.

Eine Ausnahme bildet weiterhin die B-Liga Marburg III, in der ausschließlich Reserveteams spielen. Der B-III-Meister kann nur aufsteigen, wenn die „Erste“ des Vereins nicht in der A-Liga spielt. „Für die Zukunft denken wir darüber nach, eine C-Liga zu installieren, um diese Problematik zu umgehen“, verrät Marburgs Kreisfußballwart Peter Schmidt.

Kreisliga B Biedenkopf: Gespielt wird in einer Runde mit Hin- und Rückspielen. Der Meister steigt auf, eine Relegation gibt es nicht.

Zwei zusätzliche Spielmodelle

Auch in der Saison 2021/22 werden die Meisterschaftsspiele in Hin- und Rückrunde ausgetragen. Als Reaktion auf die pandemischen Unwägbarkeiten sind in dieser Runde aber zwei alternative Spiel­modelle hinzugekommen.

Modell 1: Die Liga-Teilung
Bei diesem Modus wird die Spielklasse zur Durchführung einer Qualifikationsrunde in zwei Gruppen geteilt, die in Hin- und Rückspiel ausgetragen werden. Im Anschluss daran gibt es eine Auf- und eine Abstiegsrunde, in der die qualifizierten Mannschaften nur gegen jene Teams in Hin- und Rückspiel antreten, gegen die sie in der Qualifikationsrunde noch nicht gespielt haben. „Die Spiel-Ergebnisse gegen die Mannschaften aus derselben Qualifikationsgruppe werden in die Auf- beziehungsweise Abstiegsrunden übernommen“, heißt es auf der Internetseite des Hessischen Fußball­-Verbandes (HFV).

Modell 2: Die Einfachrunde
Gespielt wird eine Qualifikation in einfacher Runde. Die anschließende Auf- und Abstiegsrunde wird auch in einer Einfachrunde gespielt. „Die Spiel-Ergebnisse gegen die Mannschaften aus der Qualifikationsrunde gegen die Mannschaften der Auf- beziehungsweise Abstiegsrunde werden übernommen“, heißt es auf der HFV-Seite. Alternativ kann die Auf- oder Abstiegsrunde mit bis zu sechs Mannschaften in Hin- und Rückspielen ausgetragen werden. In diesen Fällen werden die Ergebnisse aus der Qualifikationsrunde nicht übernommen.

Alle Infos zum Spielgeschehen gibt es im Internet unter www.hfv-online.de/ fussball/herren/auf-und- abstiegsregelungen/

Von Marcello Di Cicco