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Tennisturnier Marburg Open beginnt am Montag
Tennisturnier Marburg Open beginnt am Montag
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11:00 02.07.2021
Gewann 2019 die Marburg Open: Louis Weßels. Foto: Tobias Hirsch
Gewann 2019 die Marburg Open: Louis Weßels. Quelle: Tobias Hirsch
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Marburg

Eine Woche Tennis auf Weltklasse-Niveau an der Willy-Mock-Straße: Am Montag beginnen die Marburg Open mit der Qualifikation, am Dienstag geht es mit dem Hauptfeld im Einzel- und im Doppelwettbewerb los. Dabei sind wieder zahlreiche Nachwuchstalente, aber auch erfahrenere Spieler wie Julian Lenz. Der 273. der ATP-Weltrangliste ist an Nummer eins gesetzt.

Der 28-jährige Grünberger ist Stammgast in Marburg, bringt auch immer einige Fans aus seiner gut 30 Autominuten entfernten Heimatstadt mit. „Für uns ist er der ‚Local Hero‘“, sagt der frühere Turnierdirektor Peter Zimmermann, der nun im Hintergrund wirkt. Der große Wurf ist Lenz beim Weltranglistenturnier des TV Marburg bislang jedoch verwehrt geblieben.

Höheres Preisgeld, mehr Punkte für die Weltrangliste

Der gelang vor zwei Jahren Louis Weßels aus Bielefeld. Nachdem er zuvor sechs Endspiele bei vergleichbaren Turnieren verloren hatte, setzte sich der damals 20-Jährige im Marburger Finale mit 7:6 und 7:6 gegen den noch ein Jahr jüngeren Niederländer Jesper De Jong durch. Aktuell steht Weßels, der zwischenzeitlich mit Verletzungen zu kämpfen hatte, auf Rang 470 der ATP-Weltrangliste. In Marburg möchte der mittlerweile 22-Jährige, der wieder dabei ist, einen Sprung nach vorn machen: 83 Punkte hat er aktuell auf dem Konto, der Sieger erhält immerhin 20 Zähler.

Vor zwei Jahren waren es nur die Hälfte. Damals fanden die Marburg Open in niedrigerer Kategorie der Future Tour der International Tennis Federation (ITF) mit einem Gesamtpreisgeld von 15 000 Dollar statt. Diesmal geht es in der höheren Kategorie dank Unterstützung durch den internationalen Verband sowie den Deutschen Tennis-Bund (DTB) um insgesamt 25 000 Dollar, damit auch um mehr Punkte für die Weltrangliste der Association of Tennis Professionals (ATP).

Insgesamt wird das Hauptfeld im Einzel aus 32 Akteuren bestehen, darunter vier Wildcard-Inhaber. Der Hessische Tennis-Verband (HTV) hat je eine an Niklas Schell aus Wiesbaden und an den Frankfurter Neo Niedner vergeben, der DTB eine an Max Wiskandt, eine zweite soll entweder an Maximilian Homberg oder an Liam Gavrielides gehen. Davis-Cup-Kapitän Michael Kohlmann, der die deutschen Nachwuchsspieler auch in Marburg coachen will, ehe er nach Tokio zu den Olympischen Spielen reist, will kurzfristig entscheiden.

Zwei Tage freier Eintritt, ab Mittwoch kostet es fünf Euro

Acht Spieler erreichen das Hauptfeld über die Qualifikation, deren drei Runden am Montag ab etwa 10 Uhr über die Bühne gehen sollen. Der Eintritt ist an diesem Tag frei, ebenso am Dienstag, wenn sowohl im Einzel, als auch im Doppel (mit insgesamt 16 Duos) die erste Runde ausgespielt werden soll. Ab Mittwoch kostet ein Tagesticket dann fünf Euro. Dauerkarten bietet der TV Marburg in diesem Jahr nicht an. Aus Sicherheitsgründen darf nur auf die Anlage, wer einen maximal 48 Stunden alten negativen Coronatest vorlegt, alternativ vollständigen Impfschutz genießt oder von einer höchstens sechs Monate zurückliegenden Infektion genesen ist und dies nachweist, teilt die Vorsitzende Michaela Peters mit. Kontaktdaten müssen erfasst werden, möglichst mittels „Luca App“, ansonsten auf Zetteln.

Der neue Turnierdirektor Robin Löffler hofft, dass viele Fans in den Marburger Süden kommen: „Wir haben den Eindruck, dass die Leute Lust darauf haben.“ Ein Tennisdorf, wie in den vergangenen Jahren, gibt es zwar nicht, für die Verpflegung soll jedoch gesorgt sein.

Die ersten Spiele sollen am Dienstag gegen 10 Uhr beginnen, dann von Tag zu Tag mit abnehmender Zahl an Begegnungen später. Von Dienstag bis Freitag ist jeweils ein „Spiel des Tages“ geplant, das nicht vor 17.30 Uhr beginnen soll. Die Endspiele am Samstag (Doppel) und am Sonntag (Einzel) sollen jeweils um 13 Uhr beginnen. „Änderungen kann es aber immer geben“, sagt Zimmermann insbesondere mit Blick aufs Wetter.

Von Stefan Weisbrod