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Lokalsport VfL Marburg schlägt TV Biedenkopf im Derby
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10:59 22.09.2020
Mirko Wernicke (links) vom TV Biedenkopf scheitert mit einem Schmetterball am Marburger Block. Quelle: Nadine Weigel
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Marburg

Biedenkopfs Trainer Wolfhard Glodde zollte dem VfL Marburg nach der Partie größten Respekt. Der TVB hatte gegen die Gastgeber keine Chance.

Oberliga Männer

VfL Marburg – TV Biedenkopf 3:0. Aufsteiger VfL Marburg zeigte im Derby eine beeindruckende Leistung. Mit solider Annahme und starkem Angriff wurden die bekannt abwehrstarken Biedenkopfer niedergerungen. In entscheidenden Spielsituationen war es Frederik Stolz, der mit seinen Angriffspunkten zum 25:23, 26:24 und 25:18-Sieg beitrug.

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Das Spiel der Hinterländer zeigte ungewohnte Unsicherheiten, die zu einer hohen Quote von Eigenfehlern führte. Das zeigten nicht zuletzt die vielen verschlagenen Aufschläge, sonst ein Druckmittel im Biedenkopfer Spiel. „Marburg war heute einfach besser. Die Außenangreifer haben wir nie in den Griff bekommen, und wir sind immer wieder an der hervorragenden Abwehr der Gastgeber gescheitert“, sagte TVB-Trainer Wolfhard Glodde.

Das Spielergebnis wird für sein Team aber nebensächlich im Hinblick darauf, dass ein Mannschaftskollege am frühen Abend einen schweren, fremdverschuldeten Autounfall hatte, den er trotz völlig zerstörtem Auto zum Glück ohne schwere Verletzungen überstand.

Oberliga Frauen

VfL Marburg – TV Waldgirmes II 3:2. In einer spannenden, stets heiß umkämpften Partie gelang es dem VfL, nach einem 26:24 in Führung zu gehen. Im weiteren Verlauf war es Neuzugang Yuri Minamide, die sich immer wieder geschickt gegen einen überlegenen Block durchsetzte und wertvolle Punkte für Marburg beisteuerte.

Die Gäste, nie aufsteckend, erzwangen mit 25:19 und 25:21 – nach zwischenzeitlichem 16:25 den 2:2-Satzausgleich – den Tiebreak. Mit Unterstützung einiger Fans spielte die Mannschaft von Trainer Adrian Wroblewski zum Abschluss souverän auf, glänzte mit konstantem Aufschlagdruck, solider Annahme, guten Abwehraktionen und gewann ihr erstes Saisonspiel nach einem 15:10.

Biedenkopf-Wetter Volleys – USC Gießen 3:1. Die Biedenkopf-Wetter Volleys wurden bei ihrer Oberliga-Heimspielpremiere in der Wollenberghalle Wetter in allen Bereichen gefordert. So mussten die Volleys ein klasse Spiel hinlegen, um die Gießenerinnen mit 3:1 (21:25, 25:18, 25:18, 25:23) zu besiegen.

Der USC setzte die Volleys von Beginn an im Aufschlag und Angriff unter Druck, während die jungen Volleys erst einmal bemüht waren, ihren Rhythmus zu finden, ohne großes Risiko einzugehen. Sie produzierten zwar wenige Fehler, fanden aber mit ihren Angriffen auch nicht den Boden des gegnerischen Feldes und verloren Satz eins. Die Volleys nahmen diese Ansage an. Die Annahme um Libera Niele Hauf lief nun fehlerlos und die Volleys spielten ihre Stärke aus. Allein 17 Angriffspunkte der Volleys im zweiten Satz gegenüber 8 beim USC zeigten Wirkung.

Die Volleys hielten nach dem Satzausgleich das Level oben. Mannschaftsführerin Leonie Sauerwald, Luisa Papritz, Line Otto und Franziska Linker zeigten mit wuchtigen Angriffen den Weg zum Erfolg. Zweimal 25:18 läuteten die Wende ein.

Als die 14-jährige Line Otto mit einem wuchtigen Angriff zum 21:21-Ausgleich den gegnerischen Block zerlegte, war dies das Zeichen für die Volleys, den Sack zuzumachen.

Landesliga Frauen

FSV Bergshausen II – VfL Marburg II 3:0. Nicht gänzlich unzufrieden kehrte der VfL von ihrer Saisonpremiere aus Bergshausen zurück. Trotz unzureichender Vorbereitung gelang meist ein stabiler Spielaufbau, der mit einem Angriff abgeschlossen werden konnte. Leider fehlte dem Angriff zu häufig der nötige Druck, so dass Bergshausen viele Bälle in der Feldabwehr retten konnte. Letztlich erzielte Marburg respektable 20, 17 und 18 Satzpunkte.

Landesliga Nord Männer

USC Gießen II – TV Hartenrod 3:1. Es war das Hartenröder Urgestein Alexander Lorenz, dem der erste Satzpunkt in der „neuen“ Landesliga gelang. Doch das war nur der Anfang einer Begegnung, in der die Hinterländer den ersten Satz nach 22:19-Führung mit 22:25 regelrecht wegschenkten.

Nach schwachem Spiel und weiterem 19:25-Satzverlust spielte Hartenrod völlig unbekümmert auf und verkürzte nach 25:10. Die Chance auf einen ersten Punkt ließen der Aufsteiger nach 22:22-Zwischenstand im vierten Satz jedoch ungenutzt. Gießen verbuchte letztlich mit 25:22 alle Zähler für sich.

Von Heinz-Dieter Henkel und Anne Glodde