Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
VfL Marburg hofft noch auf die Aufstiegsrunde
VfL Marburg hofft noch auf die Aufstiegsrunde
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:00 11.01.2022
Luisa Papritz (rechts) von den Biedenkopf-Wetter Volleys im Angriff gegen den VfL Marburg. Die Volleys gewannen das Derby mit 3:1.
Luisa Papritz (rechts) von den Biedenkopf-Wetter Volleys im Angriff gegen den VfL Marburg. Die Volleys gewannen das Derby mit 3:1. Quelle: Tobias Hirsch
Anzeige
Biedenkopf

Ein Fünkchen Hoffnung glimmt noch bei den Oberliga-Volleyballerinnen des VfL Marburg. Drei Punkte Rückstand auf den Tabellendritten FSV Bergshausen sind es vor dem letzten Spieltag am kommenden Wochenende. Ein eigener 3:0-Sieg am Samstag (19 Uhr) bei der TG Wehlheiden und ein Erfolg der Biedenkopf-Wetter Volleys am Sonntag (16 Uhr) gegen den FSV und schon könnte der VfL noch den Sprung in die Aufstiegsrunde schaffen, so einen Saisonstart vergessen machen, den Mannschaftssprecherin Nele Scholand als „holprig“ bezeichnet.

„Anfangs hatten wir große Personalprobleme und keinen Trainer, sodass wir uns selbst gecoacht haben“, erzählt die Zuspielerin. Zuletzt lief es mit drei Siegen in Folge aber gut, auch wenn das Kreisderby am vergangenen Sonntag in Biedenkopf mit 3:1 (25:14, 22:25, 25:18, 25:19) an die Volleys ging. „Wir sind als Team zusammengewachsen“, stellt Scholand zufrieden fest. Sie hofft darauf, dass am letzten Spieltag noch der Coup gelingt.

Das Frauenteam des VfL hat im Derby mit 1:3 gegen die Biedenkopf-Wetter Volleys verloren.

Denn in der Abstiegsrunde stehen nur noch je drei Heim- und Auswärtsspiele auf dem Programm. Von den dann sechs Teams müssten vier absteigen, weshalb jeder Punkt zählt, den der VfL Marburg in die Playdowns mitnimmt. „Eine Liga tiefer hätten wir eigentlich nicht viel zu suchen“, meint Scholand, sei der VfL doch stark im Angriff, beim Aufschlag und einfach als Team reif für die Oberliga.

Bei den benachbarten Volleys richten sich die Blicke derweil nach „oben“. Für die am 29./30. Januar beginnende, im selben Modus wie die Abstiegsrunde ausgetragene Aufstiegsrunde hat sich der Tabellenführer der Quali-Gruppe 2 bereits qualifiziert. Sollte am Ende der Play-offs ebenfalls Rang eins und damit der direkte Aufstieg in die Regionalliga stehen, „würden wir das immer annehmen“, sagt Trainer Volkmar Hauf, „wobei wir nicht starten, um aufzusteigen, sondern um in jedem Spiel deutlich besser zu werden, damit am Ende der Saison jede Spielerin ein Level besser ist.“

Die Spielgemeinschaft versteht sich als Talentschmiede, hat in der mit 52 Jahren ältesten Spielerin Renate Kern eine Akteurin in ihren Reihen, die aktuelle Mitspielerinnen bereits als Lehrertrainerin an der Lahntalschule Biedenkopf ausgebildet hat. Zwei 15-Jährige und insgesamt vier Jugendliche, „die Stammspielerinnen sind und entwickelt werden sollen“ (Hauf) gehören dem Team an. „Die nächste Reihe, die schon mittrainiert, wartet schon in der Bezirksliga. Es ist wichtig, dass auch diese Reihe sich im nächsten Jahr oben etablieren kann“, hat Hauf die langfristige Entwicklung im Blick.

Von Marcello Di Cicco