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Lokalsport VfL Neustadt macht nächsten Schritt Richtung Aufstieg
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21:04 29.05.2022
Neustadts Emre Sekmen (links) wird von Südkreis’ Erik Nuhn bedrängt. Der VfL gewann bei der FSG mit 3:0, hat die Meisterschaft in die Kreisliga A Marburg aber rechnerisch noch nicht sicher.
Neustadts Emre Sekmen (links) wird von Südkreis’ Erik Nuhn bedrängt. Der VfL gewann bei der FSG mit 3:0, hat die Meisterschaft in die Kreisliga A Marburg aber rechnerisch noch nicht sicher. Quelle: Michael Seehusen
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Roth

Der Sieg des VfL Neustadt am Sonntag (29. Mai) gegen die FSG Südkreis auf dem Rasenplatz in Roth war spätestens mit dem 3:0 in der 80. Minute durch Gökhan Fidan „eingetütet“, den großen Anhang des VfL rund um den Rasen bewegte danach nur noch eine Frage: „Können wir gleich A-Liga-Meisterschaft und Kreisoberliga-Aufstieg feiern?“

Und es sah zu diesem Zeitpunkt danach aus, denn beim Tabellenzweiten Cölbe stand es gegen Wohratal 2:2, Neustadt stand kurzzeitig uneinholbar an der Spitze. Wenige Minuten nach dem Schlusspfiff dann die Ernüchterung nach der Bekanntgabe des Endergebnisses der Cölber, die mit einem Treffer in der Nachspielzeit noch 3:2 gewonnen hatten.

Entscheidung am nächsten Samstag in Roßdorf?

„Nun hoffe ich, dass wir uns die Meisterschaft eben kommenden Samstag in Roßdorf holen“, hatte sich VfL-Neustadt-Coach Mirco Kleinmann schnell gefasst. Seiner Mannschaft machte er ein „Riesenkompliment, wir stehen da, wo wir hinwollten“.

Der VfL Neustadt übernahm gleich nach dem Anpfiff das Kommando auf dem Platz. In der achten Minute versuchte es Neustadts Niko Müller mit der „Hacke“, doch FSG-Schlussmann Nico Mitschka hatte aufgepasst. Ebenso drei Minuten später, als Mitschka den Schuss des frei auf ihn zulaufenden Müller zur Ecke abwehrte. Doch eben aus dieser Ecke entwickelte sich die Führung der Gäste, die Chris Helm aus kurzer Distanz herstellte (11.).

„Wir kamen schlecht ins Spiel rein, und gerade als wir es besser gestalteten, fiel das nächste Gegentor“, sagte Südkreis-Trainer Horst Prenzer zur folgenden Phase. Marc Potthast prüfte VfL-Keeper Altay Saritekin (14.), Marc Prenzer verzog seinen Schuss nach einem starken Solo (30.).

Die Gäste schlugen in der 31. Minute dagegen eiskalt zum 2:0 zu. Die Hereingabe von Chris Helm verwertete der im Fünfmeterraum sich durchsetzende Justin Moser.

Die zweite Halbzeit begann mit einer kleinen Drangphase der Platzherren, ehe Neustadts Müller aus 14 Metern den FSG-Keeper prüfte (49.).

Offensiv traten die Gastgeber lange kaum noch in Erscheinung, ehe sie ab der 64. Minute zehn Minuten in Überzahl waren. Marcus Böth (70.) und Lukas Wenz kreierten Ansätze von gefährlichen Szenen. „Wir haben derzeit das Problem, dass wir keine Tore schießen – und so kann man ein Spiel eben nicht gewinnen“, sagte Prenzer.

Fidans Kopfballtreffer nach einer Ecke (80.) brachte den Sieg des VfL unter Dach und Fach. Zwei nennenswerte Szenen gab es noch: Timo Damm war in der 89. Minute nahe dran am 1:3 und Neustadts Leon Moser traf eine Minute später nur den Pfosten des FSG-Gehäuses.

Von Michael Seehusen