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Lokalsport VfL Marburg verabschiedet Übungsleiter Hans-Jürgen Gremm
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21:35 24.03.2021
Statt „großem Bahnhof“ Verabschiedung im kleinen Kreis mit Abstand und Maske: Dr. Friederike Damm (links) und Valeria Eschenbach-Opitz vom VfL Marburg dankten Hans-Jürgen Gremm für sein langjähriges Engagement im Verein.
Statt „großem Bahnhof“ Verabschiedung im kleinen Kreis mit Abstand und Maske: Dr. Friederike Damm (links) und Valeria Eschenbach-Opitz vom VfL Marburg dankten Hans-Jürgen Gremm für sein langjähriges Engagement im Verein. Quelle: Foto: Stefan Weisbrod
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Marburg

„Irgendwann“, hat Hans-Jürgen Gremm am Dienstagabend gesagt, „reicht es.“ „Irgendwann“ ist für den 76-Jährigen jetzt gekommen – und es „reicht“, Fachübungsleiter im Herzsport zu sein. Nicht, weil er daran keinen Spaß, keine Freude mehr hätte. Es seien persönliche Gründe, auch körperliche, begründete der Wahl-Marburger seine Entscheidung, beim VfL Marburg aufzuhören. 2008 hatte er beim größten Marburger Verein angefangen, zuvor schon an anderen Orten Herzsportgruppen geleitet – insgesamt 34 Jahre lang. Diese Ära ist nun zu Ende gegangen. „Es war eine tolle Zeit.“

Gremm, sagte Dr. Friederike Damm, hätte zum Abschied einen „großen Bahnhof“ verdient gehabt – ein kleines Fest, bei dem auch die Herzsportler, die unter und mit ihm aktiv gewesen sind, dabei gewesen wären. Corona-bedingt war dies nicht möglich, bedauerte die langjährige Leiterin der Herzsportgruppen beim VfL. Damm war es, die Gremm vor 13 Jahren in den Verein holte. „Wir wurden bald ein gutes Team“, sagte sie am Dienstag, lobte die „sehr persönliche Art und Weise“, die Sportstunden zu gestalten, auch die „zugewandte und hilfegebende Ansprache“ an „seine Männer“. Sie drückte ihre Dankbarkeit für Gremms Engagement über viele Jahre aus, ebenso wie Valeria Eschenbach-Opitz, die aktuelle Abteilungsleiterin Gesundheitssport, die ihm ein Geschenk des Herzsport-Teams übergab.

Der 76-Jährige wolle die VfL-Verantwortlichen auch weiterhin „mit Rat und Tat“ unterstützen, „wenn ich soll und kann“, versicherte er, ehe er einen Bund mit mehreren Schlüsseln übergab – nicht nur für einen Raum, sondern auch für einen Schrank sowie mehrere Behälter mit Material, das er in den vergangenen Jahren organisiert hatte und nun dem Verein überlässt.

Sportlich will Gremm, der 2014 für sein soziales Engagement das Bundesverdienstkreuz erhalten hatte, bleiben – und auch Übungsleiter einer Rehagruppe Wassergymnastik.

Von Stefan Weisbrod