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Lokalsport Löwers Geschichte soll sich wiederholen
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11:00 12.05.2022
Biedenkopfs Kapitän Cedric Löwer (links, hier im Hessenpokal gegen Hessen Kassel) hat den nächsten Sieg und den Aufstieg mit seinem Team im Blick.
Biedenkopfs Kapitän Cedric Löwer (links, hier im Hessenpokal gegen Hessen Kassel) hat den nächsten Sieg und den Aufstieg mit seinem Team im Blick. Quelle: Thorsten Richter
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Biedenkopf

Der Kapitän im Fußball ist nicht nur das Sprachrohr der Mannschaft, sondern auch ein Leader, der das Team führt. Überraschend ist, wenn ein 24-Jähriger der Mannschaftsführer ist – oder nicht? „Für mich ist das alles andere als überraschend. Ich bin schon seit zwei Jahren Kapitän“, sagt VfL Biedenkopfs Spieler Cedric Löwer. Aber was macht ihn als Mannschaftsführer aus? „Ich bin stark gebaut, habe ein großes Mundwerk und sage immer meine Meinung“, sagt er.

Kein Blatt vor den Mund nimmt er auch, wenn es um den bisherigen Saisonverlauf seines Teams geht. „Es ist gerade klasse. Wenn man oben in der Tabelle steht, ist alles einfacher. Bei uns passt momentan alles. Vorne fallen die Tore, hinten stehen wir sicher“, findet Löwer, fügt aber auch an, dass die vergangenen Spiele und die kommenden Partien keine einfachen werden.

Ein neuer Lebensabschnitt für Löwer

„Wir hatten im März nur eine Partie, weil alles coronabedingt abgesagt wurde. Jetzt haben wir bis zum letzten Spieltag immer mittwochs und sonntags eine Partie“, sagt der Abwehrspieler, der nicht nur dem Aufstieg entgegenfiebert. In wenigen Wochen wird er zum ersten Mal Vater. Damit kommt auf den 24-Jährigen eine neue Verantwortungen zu. „Meine Frau und ich haben in Roßdorf ein Haus gekauft. Es ist viel Aufwand und für uns beginnt damit ein neuer Lebensabschnitt“, sagt Löwer, der lachend anmerkt: „Ich denke schon, dass der kleine Mann sich bestimmt an einem Mittwoch oder Sonntag auf den Weg macht. Das würde gerade in die Situation passen.“

Doch das ist Zukunftsmusik. Was aber feststeht, ist, dass er im Sommer den VfL Biedenkopf in Richtung FSV Schröck verlassen wird. „Es ist einfach nicht mehr stemmbar für mich, wenn ich immer nach Biedenkopf zum Training fahren muss“, erklärt der gebürtige Cölber, der auch ein Angebot seines ehemaligen Vereins SV Bauerbach aus der Verbandsliga auf dem Tisch hatte. „Der Kontakt entstand aber erst, nachdem ich schon in Schröck zugesagt hatte. Und wie heißt es so schön: ein Mann, ein Wort. Aber ich freue mich wirklich sehr auf die Zeit in Schröck“, sagt der Straßenbauer.

Löwer will sich mit Aufstieg verabschieden

Nun konzentriert er sich aber erstmal auf die kommenden Spiele mit dem VfL Biedenkopf, wie der Partie an diesem Donnerstag (19 Uhr) gegen den SSC Juno Burg. Einen Punkt Vorsprung hat das Team von VfL-Trainer Vladimir Kovacevic aktuell auf den Tabellendritten Juno Burg. Dazu haben die Biedenkopfer aber auch zwei Partien weniger auf dem Konto.

„Es wird eine sehr interessante Partie. Das Hinspiel haben wir deutlich mit 0:4 verloren. Wir haben also einiges wieder gut zu machen“, sagt Löwer, der den kommenden Gegner als „körperlich robust“ beschreibt. „Ob ich selbst spielen werde, weiß ich nicht. Mir ist im letzten Spiel bei einem falschen Schritt der Hüftbeuger rausgesprungen. Und wenn ich nicht bei 100 Prozent bin, dann werde ich nicht spielen. Dazu sind die kommenden Partien viel zu wichtig“, sagt Löwer und fügt an: „Als mir der Hüftbeuger wieder eingerenkt wurde, hat man meine Schreie wahrscheinlich in ganz Biedenkopf gehört.“

Bald sollen Jubelschreie im Hinterland zu hören sein, denn in genau einem Monat möchte sich Löwer dann mit dem Aufstieg in die Verbandsliga Mitte vom VfL Biedenkopf verabschieden. „Bei meinem Wechsel nach Biedenkopf bin ich im Sommer zuvor mit Bauerbach in die Verbandsliga aufgestiegen. Es wäre klasse, wenn das wieder passiert“, sagt Löwer.

Von Leonie Rink