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Lokalsport VfB Wetter: Auf Restrunden-Start kommt's an
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15:45 17.01.2020
Wetters Tom Bauscher im Zweikampf gegen Furak Kaya vom FSV Braunfels. Foto: Michael Hahn
Tom Bauscher (rechts; im Zweikampf gegen Furak Kaya vom FSV Braunfels) und Jens Borawski (links) wollen mit dem VfB Wetter möglichst schnell Abstand zur Abstiegszone gewinnen. Quelle: Michael Hahn
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Wetter

Momentan befindet sich der VfB in einer Déjà-vu-Situation, denn vor einem Jahr sah es für das Team ähnlich aus wie in dieser Spielzeit. Nach 20 Spielen stand Wetter mit 30 Punkten auf Rang acht – in dieser Spielzeit ist es die gleiche Punkteausbeute, die aktuell zu Rang sieben führt. „Mit dem Platz sind wir zwar zufrieden, mit dem Zustandekommen aber nicht. Wir haben ein Spiel mehr als viele Teams absolviert und hätten gerne vier bis sechs Punkte mehr geholt“, bemerkt Trainer Clemens Drescher.

In der vergangenen Saison sorgte eine beeindruckende zweite Halbserie schließlich für Rang fünf, allerdings könne die Mannschaft wohl „nicht noch mal so durch die Rückrunde pflügen“. Auch der bisherige Saisonverlauf erinnert an die vergangene Spielzeit. „Anfangs ist vieles noch nicht gelungen, zuletzt sind wir aber wieder in die Spur gekommen“, beschreibt Drescher. Vor der Saison sei mit einem ernüchternden Start nicht zu rechnen gewesen: „Die Anlaufschwierigkeiten kamen sehr überraschend. Wir haben plötzlich nicht mehr den Fußball aus der Vorbereitung gezeigt“, erklärt der Coach.

Dem Trainerteam aus Drescher und Steffen Schäfer war bewusst, dass etwas passieren musste, um wieder mehr Punkte einzufahren. „Wir haben den Hebel dann im taktischen Bereich angelegt und auf eine andere Grundordnung umgestellt. Zu dem Zeitpunkt hatten wir einfach zu viele Gegentore kassiert“, beschreibt Drescher.

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Die taktischen Justierungen zeigten Wirkung, der VfB sammelte fleißig Punkte. „Die Mannschaft hat das super aufgenommen und umgesetzt. Auch die Ruhe im Umfeld des Vereins hat dabei geholfen“, lobt Drescher. Nun steht die Elf vor ganz wichtigen Wochen, die Richtung ist noch ungewiss. „Der restliche Verlauf hängt vom Restrunden-Auftakt ab“, ist Drescher überzeugt. „Man kann zwar nichts ausschließen, dennoch hat das korrigierte Ziel bereits Klassenerhalt gelautet“, sagt er.

Eine gewichtige Rolle spielte bei der Entscheidung auch die personelle Situation. „Wir waren in den vergangenen Spielen sehr gebeutelt und der Kader ist ohnehin nicht allzu groß“, erläutert der VfB-Coach. Deshalb den Kopf in den Sand zu stecken, kommt für die Mannschaft wiederum nicht infrage, wie Drescher betont: „Wir wollen von Beginn an besseren Fußball als zu Saisonbeginn spielen. Die Mannschaft funktioniert bei verschiedenen Grundordnungen, sodass wir viele Facetten im Spiel abrufen können.“

Es sei zwar etwas Glück nötig, „aber wir sind guten Mutes“. Zuwachs wird der VfB-Kader voraussichtlich nur aus den eigenen Reihen bekommen. Marcel Beinborn und Piergiorgio Zucca werden nach verletzungsbedingten Pausen wohl zur Mannschaft zurückkehren, Andreas Trusheim soll langsam Richtung erste Mannschaft herangeführt werden. „Nachdem das Krisenmanagement funktioniert hat, sind wir zuversichtlich, dass nun bessere Ergebnisse folgen“, sagt Drescher.

von Yann Ruppersberg