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Lokalsport Wetter unterliegt Burgsolms 0:2
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19:49 10.10.2021
Wetters Matthias Weishaupt (dunkles Trikot) wird von den Burgsolmsern Davide Benatti und Jonas Find (links) attackiert. Der VfB unterlag dem FC mit 0:2.
Wetters Matthias Weishaupt (dunkles Trikot) wird von den Burgsolmsern Davide Benatti und Jonas Find (links) attackiert. Der VfB unterlag dem FC mit 0:2. Quelle: Stefan Weisbrod
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Wetter

Im Gruppenliga-Spiel zwischen dem VfB Wetter und dem FC Burgsolms bricht die 58. Minute an. Der FC startet einen Angriff über die linke Seite. Eine Flanke ins Zentrum wird von Wetters Max Brunet in die Füße von Burgsolms’ Spielmacher Florian Brumm geklärt. Dessen Abschluss landet abgefälscht am Pfosten. Wenige Augenblicke darauf kommen die Gäste zu einem Eckball und einem Abschluss im Fünfmeterraum durch Davide Benatti, den VfB-Keeper Philipp Kirchhain wie durch ein Wunder noch durch einen Reflex entschärft. Wiederum nur eine Minute später heißt es erneut Ecke Burgsolms. Der Ball kommt gut ins Zentrum, Burgsolms’ Routinier Daniel Vier schraubt sich hoch – und trifft nur die Latte.

Diese Dreifach-Chance innerhalb von etwa einer Minute stellte einen der rar gesäten Höhepunkte in dem Spitzenspiel zwischen Wetter und Burgsolms dar. Damit hätte zwar im Voraus angesichts dessen, dass die drittbeste auf die beste Defensive der Liga traf, gerechnet werden können, allerdings stand sie auch symbolisch dafür, dass für den VfB Wetter nicht viel zu holen war. „Wir haben zu wenig von den Grundtugenden auf den Platz gebracht“, räumte auch Clemens Drescher, Teil des VfB-Trainergespanns mit Steffen Schäfer, ein. Er habe dennoch in der ersten Halbzeit ein „50:50-Spiel“ gesehen.

Elfmeter nach zehn Minuten Spielzeit

Tatsächlich erwischte der VfB Wetter einen guten Auftakt und startete druckvoll in die Partie. Bereits nach zwei Minuten erarbeiteten sich die Gastgeber den ersten Abschluss und zwei Eckbälle, konnten daraus gegen den sichtlich überraschten FC aber kein Kapital schlagen. Burgsolms kam in der Folge immer besser in die Partie und forderte nach knapp zehn Minuten einen Elfmeter, nachdem Cyril Brückel zu Fall kam. Nach einer halben Stunde gelang den Gästen in Person von Nico Hermer der Führungstreffer, nachdem dieser auf rechts von Brumm freigespielt wurde. „Burgsolms hat da mal einen guten Spielzug gehabt, der dann zum Tor führte“, merkte Drescher an.

Mit der Führung im Rücken gelang es dem Spitzenreiter, zunehmend mehr Kontrolle über das Spiel zu gewinnen. Auch taktische Umstellungen bei Wetter halfen zunächst nicht weiter. „Wir haben ein paar Sachen probiert, um das hier ein bisschen anders zu gestalten, aber der Gegner war einfach auch gut“, stellte Drescher fest. So kam es, wie es kommen musste. Nach einem Angriff über links kam Florian Brumm zum Abschluss und schlenzte den Ball sehenswert in den Winkel zum 0:2 aus VfB-Sicht (67.).

Der VfB ging in der Folge immer mehr ins Risiko, schaffte es jedoch erst knapp zehn Minuten vor Abpfiff, erstmals wirklich gefährlich vor dem FC-Gehäuse aufzutauchen. Auch ein Verdienst der stabilen Defensive der Gäste rund um Abwehrchef Daniel Vier: „Es war vor der Saison die Devise, weniger Gegentore zu bekommen, und das kriegen wir in diesem Jahr gut hin“, zeigt sich der 39-Jährige bescheiden und ergänzte: „Auch von den Torchancen her lassen wir wenig zu. Heute waren es ein paar am Ende, aber insgesamt eher wenige.“ Dass aus diesen späten Offensivaktionen kein Tor entstand, frustrierte auch Drescher: „Wenn wir in den letzten zwanzig Minuten etwas mehr Glück haben und das 1:2 machen, glaube ich, dass die auch noch mal wackeln.“

Von Yann Ruppersberg