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Lokalsport VfB Marburg will in der Verbandsliga oben mitspielen
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16:43 31.07.2022
In der vergangenen Saison spielten Muhamet Arifi (am Ball) mit Eintracht Stadtallendorf und Mirko Freese (Zweiter von rechts) mit dem FSV Fernwald noch gegeneinander, beim VfB Marburg sind sie nun Teamkollegen.
In der vergangenen Saison spielten Muhamet Arifi (am Ball) mit Eintracht Stadtallendorf und Mirko Freese (Zweiter von rechts) mit dem FSV Fernwald noch gegeneinander, beim VfB Marburg sind sie nun Teamkollegen. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Mit dem neuen Trainer Fabio Eidelwein und einigen namhaften Zugängen will der VfB Marburg in dieser Saison wieder eine gewichtige Rolle spielen in der Fußball-Verbandsliga Mitte – das „A-Wort“ vermeidet der Coach aber ganz bewusst.

Der Rückblick: Die „Schimmelreiter“ waren vergangene Saison mit dem klaren Ziel Aufstieg gestartet. Nach einer schwachen Hinrunde mit 20 Punkten aus 17 Spielen wurde aber schnell klar, dass der Sprung in die Hessenliga nicht gelingen wird. Allerdings: Das Team von Ex-Trainer Steffen Rechner spielte die drittstärkste Rückrunde, schaffte es so immerhin noch auf Platz fünf und war damit bestes heimisches Team in der Mitte-Staffel. Die Ablösung Rechners war da schon beschlossene Sache; Anfang März gab der Verein bekannt, dass Eidelwein sein Nachfolger wird.

Die Veränderungen: Beim VfB hat sich das Personalkarussell im Sommer kräftig gedreht: Dominik Völk (FSV Schröck), Marius Schall, Ngolo Ouattara (beide SV Bauerbach), Andreas Schäfer (pausiert), Manuel Brehm (TSV Michelbach), Philip Schönfeld (TSG Wieseck), Louis Preisig (TSV Eintracht Stadtallendorf) und Ebubekir Cin (VfB Wetter) haben den Verein verlassen.

In den Regionalliga-erfahrenen Muhamet Arifi, Matthias Pape (beide TSV Eintracht Stadtallendorf) und Guilherme Appel Prestas da Silva (SV Bauerbach) sowie Mirko Freese (FSV Fernwald) und Serkan Erdem (TSV Erksdorf) hat der VfB ordentlich Qualität hinzugewonnen.

Auch Daniel Podzimowski (SSV Langenaubach), Leon Hakaj (TSV Amöneburg), Adil Ibrovic, Felix Berrichon, Enzo Pastorino, Matheus Almeida (alle eigene Jugend) sowie Felipe Abreu da Silva und Fortaleza Esporte Clube aus Brasilien sind neu im Team.

„Wir haben versucht, den Kader zu verstärken. Die Erfahrung, die Matthias Pape und Muhamet Arifi mitbringen, hilft uns natürlich weiter“, meint Eidelwein, der sich auch über die Verpflichtung seines Landsmannes, Stürmer „Gui“ da Silva, freut, denn: „Er ist ein Instinktfußballer, ein Finisher, der jeder Mannschaft guttut.“

Die Taktik: Trotz vieler Neuzugänge insbesondere im Offensivbereich will Ex-Regionalliga-Angreifer Eidelwein „nicht nur nach vorne“ spielen lassen. Ganz wichtig sei auch die Arbeit ohne Ball. Über allem stehe immer der Grundsatz, es dem Gegner so schwer wie möglich machen zu wollen. „Jeder muss bereit sein, fürs Team zu arbeiten. Dafür braucht es Zusammenhalt“, ist Eidelwein wichtig. Auf ein bestimmtes Spielsystem will sich der Deutsch-Brasilianer nicht festlegen, lieber flexibel reagieren können.

Das Ziel: Der VfB spricht – im Vergleich zur Vorsaison – nicht mehr vom Aufstieg, will aber dennoch oben mitspielen. „Man hat in der Vergangenheit gesehen, dass es nicht so einfach ist, aufzusteigen. Deshalb nehme ich das Wort Aufstieg auch nicht in den Mund“, sagt der Coach, der aber klarmacht, dass er gerne bis zum Ende der Saison „oben dran“ bleiben will.

Und sonst? In André Weinecker hat Eidelwein auch gleich einen neuen Co-Trainer mitgebracht. Beide spielten von 2004 bis 2007 zusammen in der Hessenliga für den SC Waldgirmes. Eidelwein: „Wir haben beide ein sehr ähnliches Verständnis von Fußball. Das ist notwendig, um im Fußball Erfolg zu haben. Deshalb bin ich sehr froh, dass André zugesagt hat.“

Von Marcello Di Cicco