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Lokalsport Ouattara entscheidet Geduldsspiel für VfB
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21:27 05.09.2021
Gießens Dennis Lepper (Zweiter von rechts) wird von Marburgs Fabian Schmidt attackiert.
Gießens Dennis Lepper (Zweiter von rechts) wird von Marburgs Fabian Schmidt attackiert. Quelle: Foto: Tobias Hirsch
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Marburg

Der VfB Marburg ist stolz auf seine langjährige und erfolgreiche Jugendarbeit. Am Sonntag (5. Septemberg) beim Verbandsligaspiel an der Gisselberger Straße gegen den FC Gießen II wäre den „Schimmelreitern“ diese aber in Gestalt des Gästespielers Dennis Lepper fast zum Verhängnis geworden.

Denn in der 89. Minute erlief der Ex-VfB-Jugendspieler den Steilpass von Matheus de Moura Beal – in der vergangenen Saison noch beim VfB Marburg – und strebte dem Tor zu, doch seinen Schuss aus 15 Metern wehrte der herausgelaufene Torwart Lorenz Purbs glänzend ab und sicherte den Gastgebern so den 1:0-Sieg.

Gut aufgenommen

Lepper wurde in der Jugend des VfB groß, stand schon in der U 23 des Bundesligisten Borussia Mönchengladbach. Nach einigen Stationen bei unterklassigen Vereinen schloss er sich Mitte August dem FC Gießen an. „Das hatte sich im letzten Moment so ergeben, ich wollte auch gerne noch einmal höherklassig spielen“, sagte Lepper, der erst in diesem Sommer vom VfL Dreihausen zu Germania Betziesdorf gewechselt war, beim B-Ligisten das Amt des Spielertrainers übernommen hatte.

Bei der Regionalliga-Reserve der Gießener fühlt er sich gut aufgenommen. „Und Punkte holen wir noch auf jeden Fall, wir müssen dazu aber unsere Chancen besser nutzen – das gilt selbstverständlich auch für mich“, fügte er schmunzelnd hinzu.

Beide Ex-VfB-Marburg-Jugendspieler überzeugten

Sein Trainer Thomas Turgut ist jedenfalls voll des Lobes über Lepper: „Auch heute spielte er hervorragend und diszipliniert.“ Auch vom zweiten Ex-VfB-Marburg-Jugendspieler Erik Wiegel in seinen Reihen war Turgut überzeugt: „Erik hat sich in den vergangenen acht Wochen enorm entwickelt und ist bei uns zum Abwehrchef geworden.“

Auch wenn Turgut von einer „unverdienten Niederlage“ sprach, weite Teile der Begegnung bestimmten die Gastgeber: „Mit der ersten Halbzeit bin ich im Großen und Ganzen zufrieden gewesen. Vor allem die ersten 30 Minuten spielten wir druckvoll und zweikampfstark. Wir müssen aber lernen, uns in diesen Phasen auch zu belohnen“, urteilte VfB-Marburg-Coach Steffen Rechner.

Ein zähes Ringen

Marburg spielte durchaus dominant, kam gegen tiefstehende Gäste aber nur zu wenigen richtig guten Gelegenheiten etwa durch Andreas Schoch (7.), Ngolo Ouattara (28., knapp über die Latte) sowie Moritz Rechmann (32.). Und kurz vor der Pause bewahrte Purbs sein Team gegen den allein auf ihn zulaufenden David Osei vor einem Rückstand – Gleiches in der 55. Minute, als der VfB-Keeper gegen Luca Schneider glänzend reagierte.

Ansonsten war es ein zähes Ringen für die Gastgeber – bis zur 68. Minute: Nach der Flanke von Sanjo Lehr an den langen Pfosten spitzelte Manuel Brehm den Ball in die Mitte, wo Ouattara aus drei Metern zum 1:0 eindrückte. In der Schlussphase gingen die Gäste offensiv ein größeres Risiko ein, am Ende stand dank Lorenz Purbs aber der Arbeitssieg fest. „Sicher hätte ich mir ein höheres Ergebnis für uns gewünscht, aber es ist ein Lernprozess für uns, noch geduldiger und souveräner zu spielen, wenn ein Tor nicht fällt – und dabei immer daran glauben und positiv bleiben“, bilanzierte Rechner.

Bauerbach holt zweiten Saisonsieg

Mit einem 3:2 (0:1)-Sieg gegen den FC Waldbrunn ist der SV Bauerbach in der Verbandsliga Mitte auf den achten Platz geklettert. Nach einem 0:1-Rückstand durch Steffen Rücker (8.) drehten die Gäste durch Stürmer„Gui“ da Silva (53., 60.) binnen acht Minuten die Partie, Elvis Funwi Shuakonwi erhöhte auf die zwischenzeitliche 3:1-Führung (77.). Per Strafstoß sorgte Lukas Scholl (85.) nur noch für Ergebniskosmetik.

Die SF BG Marburg ließen erstmals Punkte liegen, mit 1:1 (1:0) trennten sie sich vom SV Niedernhausen. Milano Michel brachte das Team vom Zwetschenweg in der 40. Minute in Führung, ehe Richard Ofosu in der 86. Minute noch der Ausgleich gelang.

Von Michael Seehusen