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Lokalsport Fabian Schmidt gegen Fabian Schmidt
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11:00 17.09.2020
Fabian Schmidt von den SF BG Marburg (links, gegen den Schröcker Roman Herdt) trifft am Donnerstagabend auf seinen Namensvetter Fabian Schmidt vom VfB Marburg.
Fabian Schmidt von den SF BG Marburg (links, gegen den Schröcker Roman Herdt) trifft am Donnerstagabend auf seinen Namensvetter Fabian Schmidt vom VfB Marburg. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Während Fabian Schmidt vom VfB Marburg mittlerweile schon zu den Urgesteinen seines Vereins zählt, ist Blau-Gelbs Fabian Schmidt erst zu Saisonbeginn an den Zwetschgenweg gewechselt. Doch auch für ihn ist es erst der zweite Klub seiner Senioren-Laufbahn.

Zuvor hielt er neuneinhalb Jahre der SG Lahnfels die Treue, mit der er unter anderem den Sprung von der Kreisliga B in die Gruppenliga schaffte. „Ich bin jetzt 27 und wenn ich jetzt nicht gewechselt wäre, hätte ich es wahrscheinlich nie gemacht“, so Schmidt, der bei den Blau-Gelben die nächste sportliche Herausforderung sucht. Sein Heimatverein SG Lahnfels habe ihm den Wechsel nicht übel genommen. Dass er sich schließlich für die Sportfreunde entschieden hat, hing auch damit zusammen, dass er bereits in der A- und B-Jugend für die SF BG Marburg spielte und er das Umfeld nach wie vor sehr schätze. Der Saisonstart hätte für den schnellen Angreifer nicht besser laufen können: Drei Tore in den ersten beiden Spielen. Doch Schmidt bleibt vorerst bescheiden: „Mein Anspruch ist erst einmal die Startelf.“

In dieser scheint Fabian Schmidt vom VfB Marburg – zumindest für das heutige Duell – gesetzt zu sein. Auch sein Name steht für jahrelange Vereinstreue. Seit der C-Jugend spielt der Biologie-Studierende bei den „Schimmelreitern“ und zählt mittlerweile zu den Eckpfeilern der Mannschaft, sodass er diese Saison auch das Amt des Vize-Kapitäns inne hat. „Fabi ist ein intelligenter Spieler, der eine gewisse Cleverness mitbringt. Sein Wort hat natürlich Gewicht. Wir sind sehr glücklich, dass wir ihn haben“, lobt Spielertrainer Dominik Völk.

Auch VfB Marburgs Vorsitzender Thomas Pfeiffer hat die Entwicklung seines Schützlings verfolgt: „Nach der A-Jugend hat er direkt den Sprung zum Stammspieler in der Senioren-Mannschaft geschafft und ist somit ein Vorbild für alle Nachwuchsspieler.“ Außerdem sei er – auch aufgrund seiner Flexibilität – ein sehr zuverlässiger Spieler. Seit dieser Saison spielt der 23-Jährige, der sich sonst im Mittelfeld wohlfühlt, nämlich neben Trainer Völk in der Innenverteidigung. So kann es beim heutigen Derby sogar zum direkten Eins-gegen-Eins-Duell der beiden Namensvettern kommen. „Ich weiß, dass er sehr schnell ist und einen guten Abschluss hat“, sagt Schmidt vom VfB über seinen möglichen Gegenspieler und fügt schmunzelnd hinzu: „Ganz so langsam bin ich aber auch nicht.“ Ebenfalls mit einem Grinsen im Gesicht sagt Blau-Gelbs Fabian Schmidt, dass er ein „ekelhaftes“ Duell befürchte: „Er ist sehr zweikampfstark und hat ein sehr gutes Spielverständnis, was die Gefahr mit sich bringt, dass man als Stürmer nur hinterherläuft.“ Wer am Ende schließlich die Nase vorn hat und welches Team als Sieger vom Platz geht, können die bis zu 250 zugelassenen Zuschauer am heutigen Donnerstagabend (19 Uhr) in der Gisselberger Straße verfolgen.

Das sagen die Trainer zum heutigen Spiel

Dominik Völk (VfB): „Blau-Gelb zählt zweifelsohne zu den gestandenen Verbandsliga-Teams. Es wird für uns das schwerste Saisonspiel, daher müssen wir unsere beste Leistung bringen.“

Manuel Rasiejewski (SF BG): „Ich erwarte ein sehr intensives Derby. Wir wollen emotional da anknüpfen, wo wir zuletzt auch aufgehört haben, und uns in alles reinwerfen.“

von Lukas Geil