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Lokalsport U19 der SF BG Marburg steigt in Verbandsliga auf
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18:09 10.07.2020
Gruppenliga-Meister! Klassenleiter Peter Wiederhold übergibt die Medaillen für die A-Jugend-Mannschaft der SF BG Marburg an Kapitän Elias Hofmann. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Die Vorsaison war für die A-Junioren der Sportfreunde Blau-Gelb dramatisch zu Ende gegangen. Die Marburger und der VfB Wetter lagen im Sommer 2019 punktgleich an der Spitze der Gruppenliga-Tabelle.

Ein Entscheidungsspiel musste her, um den Aufsteiger in die Verbandsliga zu ermitteln. Die Blau-Gelben waren überlegen, hatten eine Reihe von Chancen – effizienter aber waren die Nachwuchsspieler aus Wetter, die kurz vor Schluss das einzige Tor erzielten und damit den Sprung in die Verbandsliga schafften.

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„Das war richtig bitter“, sagt Kristof Kühn im Rückblick. „Umso schöner“ ist es aus Sicht des Trainers, dass viele der Spieler, die vor einem Jahr die Enttäuschung erlebt hatten, nun Meisterschaft und Aufstieg erreicht haben.

Zehn Siege (inklusive einer 3:0-Wertung für die SF BG) und zwei Niederlagen stehen zu Buche, damit ein Schnitt von 2,50 Punkten pro Partie – und eine „verdiente Meisterschaft“, daran lässt Kühn keinen Zweifel. Einmal, bei einem 0:3 bei der SG Eschenburg, habe ihn das Team enttäuscht. Bei der zweiten Niederlage, einem 0:1 gegen den TSV Steinbach, „wusste nach dem Spiel nicht mal der Gegner, warum es so ausgegangen ist“. In dieser wie in den übrigen ausgetragenen Partien sei seine Mannschaft dominant aufgetreten.

Verjüngtes Team für die neue Liga „gut aufgestellt“

Manches Mal taten sich die Sportfreunde mit dem Toreschießen schwer. Zwar trafen sie in den gespielten elf Partien 40 Mal, darunter waren aber einzelne Kantersiege. Andere Spiele endeten unnötig knapp. „Wir haben uns jeden einzelnen Sieg verdient“, betont Kühn, „wenn man den Siegtreffer kurz vor Schluss macht, ist aber auch etwas Glück dabei.“

Sehr stark präsentierte sich das Team in der Verteidigungsarbeit: Torwart Justin Rademacher, der defensiv variabel einsetzbare Kapitän Elias Hofmann, Innenverteidiger Dennis Schebb sowie Jannik Klug und Hendrik Culmsee hätten als Führungsspieler großen Anteil an der Stabilität gehabt, erklärt Kühn, bekräftigt aber: „Unser Erfolg ist allen Spielern zu verdanken. Wir haben als Mannschaft sehr gut gearbeitet und es unseren Gegnern schwer gemacht, gegen uns zu treffen.“ Die Blau-Gelben kassierten lediglich zwölf Gegentore.

Gut die Hälfte der Spieler des Meisterkaders gehören dem bislang jüngeren Jahrgang an, können also noch ein Jahr A-Jugend spielen. Hinzu kommen Spieler des Jahrgangs 2003, die in der B-Jugend bereits in der Verbandsliga gespielt haben. Kühn, der in sein siebtes Jahr als Jugendcoach bei den SF BG und sein viertes bei den A-Junioren geht, ist überzeugt: „Wir sind auch für die neue Liga gut aufgestellt.“

Weitere Aufsteiger

Auch in den Kreisligen sind anhand der Quotientenregelung Meister und Aufsteiger ermittelt worden. Bei den A-Junioren lag am Ende die JSG Gemünden/Nord-Ost, in der Vereine aus Gemünden, Wohratal und Rauschenberg ihren Nachwuchs zusammengeschlossen haben, vorn. Mit durchschnittlich 2,55 Punkten lag die JSG knapp vor der SG Salzböde-Lahn (2,45).

Bei den B-Junioren hatte die JSG Stadt Amöneburg/Schröck die Nase mit einer beeindruckenden Bilanz von 13 Siegen bei einem Remis vorn. Die C-Junioren des JFV Hinterland und die D-Jugend-Mannschaft der JSG Obere Salzböde lagen in den Biedenkopfer Kreisligen vorn. Im Kreis Marburg wurde sowohl bei C- als auch bei D-Junioren lediglich eine Qualifikation ausgetragen, danach war wegen der Corona-Krise Schluss.

Von Stefan Weisbrod