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Lokalsport Schwetz verpasst Olympia deutlich
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15:00 20.08.2019
Maximilian Schwetz verfehlte sein Ziel deutlich. Quelle: Privatfoto
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Tokio

Für den Profi-Triathlet Maximilian Schwetz aus Kirchhain endete das Olympia-Qualifikationsrennen in Tokio enttäuschend. 2:09,19 Stunden benötigte er beim Olympia-Test­event in Tokio. Nach 1.500 Metern Schwimmen, 40 Kilometern Radfahren und zehn Kilometern Laufen belegte er Rang 46. Damit verfehlte Schwetz das Ziel einer Olympiaqualifikation deutlich: Um 2020 dabei zu sein, hätte er unter den besten zwölf Athleten und bester Deutscher sein müssen.

Sieger war der Kanadier Tyler Mislawchuk. „Ich kann mir nicht erklären, was beim Wettkampf los war“, sagte der frustrierte Schwetz nach dem Rennen. Das Schwimmen hatte noch bestens geklappt, aber mit den ersten Metern auf dem Rad ging die Leistungskurve des 28-Jährigen steil nach unten. Seine Laufzeit war langsamer als bei einem lockeren Dauerlauf im Training. „Ich hatte keinerlei Frische in den Beinen.“ Das Rennen aufgeben wollte Schwetz allerdings auch nicht.

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"Ich fühlte mich vorher wirklich gut"

„Ich habe dann trotz der fehlenden Leistung den olympischen Geist an der olympischen Stätte übernommen.“ Immerhin konnte er auf dem Rad die „Gruppe der Traurigen“ am Ende des Feldes halten. „Alle anderen Gruppen waren mehr oder minder einfach an mir vorbeigefahren.“ Auch nach einem Tag Verarbeitung hatte der Kirchhainer noch keine Erklärung, warum der Wettkampf so schlecht gelaufen ist.

„Ich fühlte mich vorher wirklich gut, das Schwimmen hat geklappt, die Form sollte und wird da gewesen sein. Auch die Akklimatisation sollte gepasst haben, die Hitze war auch nicht so stark, und den Schlafrhythmus hatte ich im Vorfeld ebenfalls angepasst“, lässt er mögliche Faktoren nicht gelten. „Vielleicht war es eine Kombination aus allem, was zu diesem Resultat geführt hat.“ Wie die weitere Saison aussehen wird, ist für Schwetz noch nicht geklärt. „Ich bin sehr enttäuscht und plane jetzt erst einmal neu.“