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Marburg Open sollen auch 2022 stattfinden
Marburg Open sollen auch 2022 stattfinden
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11:00 14.12.2021
Haben allesamt auch schon in Marburg gespielt: die Olympia-Medaillengewinner Karen Chatschanow (von links), Alexander Zverev und Pablo Carreno-Busta.
Haben allesamt auch schon in Marburg gespielt: die Olympia-Medaillengewinner Karen Chatschanow (von links), Alexander Zverev und Pablo Carreno-Busta. Quelle: Jan Woitas/dpa
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Marburg

Das Tennisturnier der Olympischen Spiele in Tokio haben die Verantwortlichen des TV Marburg ganz genau verfolgt. Logisch, sie sind schließlich in einem Tennisverein engagiert, da interessieren sie sich natürlich für die Sportart. Aber es war nicht nur das: Sie sahen eine ganze Reihe von Spielern, die bereits in der Universitätsstadt zu Gast waren, bei den Marburg Open gespielt hatten.

Am Ende standen tatsächlich drei Profis auf dem Siegerpodest, nahmen die Medaillen entgegen, die allesamt auf ihrem Weg nach oben, auf ihrem Weg in die Weltelite auf der Anlage an der Willy-Mock-Straße Station gemacht hatten: Alexander Zverev gewann Gold für Deutschland, der Russe Karen Chatschanow nahm die Silbermedaille entgegen und der Spanier Pablo Carreno-Busta hatte sich mit einem Sieg über Novak Djokovic Bronze gesichert. Auch wenn sie nun in London, Paris, New York oder Melbourne und sicherlich nicht mehr in Marburg aufschlagen werden, sind die Medaillengewinner wie einige weitere Profis doch „Werbeträger“ für die Marburg Open, wie es Michaela Peters formuliert.

Wetter soll besser werden, Turnierkategorie bleiben

Auch in Zukunft, ist sie sicher, werden zum Teilnehmerfeld des Marburger Weltranglistenturniers aufstrebende Spieler gehören, die es später ganz nach oben schaffen – bestimmt auch im kommenden Jahr: Vom 4. bis 10. Juli soll die nächste Auflage der Marburg Open stattfinden, haben die Verantwortlichen des TV Marburg entschieden.

Nachdem das Turnier 2020 Corona-bedingt abgesagt worden war, fand es im vergangenen Sommer wieder statt. Nach hochkarätigen und spannenden Spielen sicherte sich Louis Weßels zum zweiten Mal den Sieg in Marburg. Die Zuschauerinnen und Zuschauer, die am Finaltag dabei waren, bekamen dabei sportlich viel geboten, brauchten aber auch Geduld, sorgten Regenfälle doch für eine längere Unterbrechung. Bereits an den Tagen zuvor hatten Niederschläge zu ungeplanten Pausen geführt. Peters, die inzwischen den Vorsitz des Vereins abgegeben hat, als Stellvertreterin aber weiterhin Verantwortung trägt, spricht im Rückblick von einer „sehr gelungenen“ Veranstaltung, sagt dennoch: „Nächstes Mal darf das Wetter gern ein bisschen besser sein.“

Was sich nicht verändern soll, ist die Kategorie: Die Marburg Open sollen erneut innerhalb der 25 000-Dollar-Serie der International Tennis Federation (ITF) stattfinden. Die einfache Rechnung; Je höher das Preisgeld, umso attraktiver ist das Turnier für stärkere Spieler und desto höher ist das sportliche Niveau. Im vergangenen Sommer war die Aufstockung von 15 000 US-Dollar kurzfristig erfolgt, auch dank höherer Zuschüsse durch Verbände. Diesmal können die Verantwortlichen um Michaela Peters, Turnierdirektor Robin Löffler, dessen Vorgänger Peter Zimmermann sowie den neuen TV-Vorsitzenden Thomas Kelz nicht darauf setzen. „Wir hoffen, dass wir die nötige Summe zusammenbekommen“, sagt Peters. Gespräche mit Sponsoren haben begonnen.

Von Stefan Weisbrod