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Lokalsport Tendenz: Wysocki trainiert Erstliga-Team bis Saisonende
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08:58 21.01.2021
Christoph Wysocki, hier bei einer Trainingseinheit des Marburger U-18-Teams im Herbst 2020, ist derzeit interimsmäßig Coach der Bundesliga-Mannschaft des BC.
Christoph Wysocki, hier bei einer Trainingseinheit des Marburger U-18-Teams im Herbst 2020, ist derzeit interimsmäßig Coach der Bundesliga-Mannschaft des BC. Quelle: Nadine Weigel
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Marburg

Die eine Personalfrage drängt, die andere weniger: Nur bis zum 31. Januar können Bundesligisten Spielerinnen nachverpflichten – spätestens dann müsste also ein Neuzugang für die „großen Positionen“ gefunden sein. Bei der Suche nach einem neuen Cheftrainer wollen sich die Verantwortlichen des BC Pharmaserv Marburg hingegen nicht unter Druck setzen lassen. Wahrscheinlich ist, dass Interimscoach Christoph Wysocki bis zum Ende der aktuellen Saison die Verantwortung fürs Erstliga-Team behält.

Es sei „derzeit die Tendenz“, dass der 64-Jährige, eigentlich für das Zweitliga-Team und die U-18-Mannschaft des Vereins – beide pausieren aktuell Corona-bedingt – zuständig, den Posten zunächst weiter bekleiden wird, teilte Vorstandsmitglied Stefan Gnau am Mittwoch auf Anfrage der OP mit.

Freitag in Saarlouis, Sonntag gegen Heidelberg

Wysocki war eingesprungen, nachdem der bisherige Cheftrainer Julian Martinez am Freitag vergangener Woche von seinen Aufgaben entbunden wurde (die OP berichtete), bereits am Samstag hatte er das Team im Auswärtsspiel bei Titelanwärter TSV Wasserburg (56:70-Niederlage) betreut, aktuell bereitet er es auf die beiden Kellerduelle am Freitag (19 Uhr) in Saarlouis und am Sonntag (16 Uhr) gegen Heidelberg vor. Die kommenden Gegner stehen mit derzeit je vier Punkten in der Bundesliga-Tabelle knapp hinter den aktuell neuntplatzierten Blue Dolphins (fünf Punkte).

Die Stimmung im Team ist – trotz der nach wie vor unbefriedigenden sportlichen Lage – gut, wie Gnau berichtet: „Man merkt allen an, dass sie wieder Spaß am Basketball haben.“ Das war zuvor unter Martinez nicht so. Atmosphärische Störungen führten zur Trennung vom Spanier, dessen bis zum Ende der Saison 2022/2023 datierter Vertrag aber bislang nicht aufgelöst wurde. Der BC-Vorstand hat ihm, beziehungsweise seiner Agentin, inzwischen einen Vorschlag unterbreitet, wie beide Parteien gütlich auseinandergehen könnten.

Weiterhin auf der Suche nach einem Ersatz für Mullings

Indes sind die BC-Verantwortlichen weiterhin auf der Suche nach einem Ersatz für Megan Mullings, die den Verein Anfang Januar verlassen hatte. Gesucht wird eine Spielerin, die nicht nur – wie Mullings überwiegend – auf der Power-Forward-Position, sondern möglichst auch als Centerin eingesetzt werden kann. Mit zwei Spielerinnen, mit denen zuvor intensiver gesprochen wurde, ist keine Zusammenarbeit zustande gekommen. „Die Zeit drängt. Wir sind aber optimistisch, dass wir die passende Spielerin für unser Team finden“, sagte Gnau rund anderthalb Wochen vor dem Stichtag.

Von Stefan Weisbrod