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Lokalsport Michelbach zieht aus der Verbandsliga zurück
Sport Lokalsport Lokalsport Michelbach zieht aus der Verbandsliga zurück
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11:35 07.05.2021
Bleiben auch in der Kreisober­liga das Trainerduo des TSV Michelbach: Christoph Weidenhausen (links) und Kai Ranke.
Bleiben auch in der Kreisober­liga das Trainerduo des TSV Michelbach: Christoph Weidenhausen (links) und Kai Ranke. Quelle: Foto: Michael Hahn
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Michelbach

Der Vorstand des TSV Michelbach hat in seiner Sitzung am Mittwochabend beschlossen, gemäß des Paragrafen 44 der Spielordnung des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV) einen freiwilligen Abstieg aus der Fußball-Verbandsliga Mitte in die Kreisoberliga Nord zu beantragen. Die zweite Mannschaft des TSV soll nach wie vor in der Kreisliga B spielen. Das Trainergespann der ersten Garde, Kai Ranke und Christoph Weidenhausen, bleiben dem Verein auch zwei Klassen tiefer erhalten, teilte Claus Dieter Jacobi, 2. Vorsitzender und Spielausschuss-Vorsitzender des TSV, auf OP-Nachfrage mit.

„Der Vorstand des TSV Michelbach hat sich diese Entscheidung alles andere als leicht gemacht, waren doch gerade die vergangenen Jahre sportlich außerordentlich erfolgreich und die Teilnahme am Spielbetrieb in der Verbandsliga Mitte, auch wenn es leider nur zehn Spiele waren, für unseren Verein eine große sportliche Herausforderung und Ehre“, teilte Jacobi mit.

„Wir kommen jedoch nicht umhin, feststellen zu müssen, dass wir aktuell weder in personeller noch finanzieller Hinsicht die nötigen Ressourcen entwickeln können, um die Ansprüche, die diese Ligazugehörigkeit einfordert, auf Dauer gewährleisten zu können, beziehungsweise in diesem Umfang tätigen zu wollen“, ergänzte Jacobi in der Vereinsmitteilung.

Derzeit habe der Verein Probleme, die Posten auf Funktionsebene zu besetzen. Grund zur Sorge gebe es jedoch nicht. „Bei unserer nächsten Jahreshauptversammlung werden wir eine neue Vorstandsstruktur beschließen, dann sind junge Leute dabei. Denen kann man aber nicht von null auf hundert die Verbandsliga als Aufgabe geben“, begründet Jacobi. In der Kreisoberliga Nord sei eine Spielklasse ausgewählt worden, die zum Leistungsniveau des künftigen Kaders passe und die geeignet sei, um sich auf allen Ebenen weiterzuentwickeln.

Zwar bedauert Jacobi den Rückzug aus der zweithöchsten hessischen Spielklasse. „Die Entscheidung ist aber selbstbestimmt und gut überlegt. Zudem gehörten die vergangenen drei Jahre zu unseren glorreichsten Zeiten überhaupt“, erinnert der 61-Jährige an zwei Aufstiege in Folge von der Kreisoberliga in die Verbandsliga.

Einen personellen Umbruch im Kader werde es geben, „der war aber auch schon vor Corona absehbar“, sagt Jacobi. Wichtig sei den Verantwortlichen gewesen, „dass beide Trainer weitermachen“ und dass es weiterhin eine zweite Mannschaft gibt, denn: „Es sollen nicht diejenigen runterfallen, die bei uns auf nicht so hohem Niveau spielen wollen oder können“, begründet der 2. Vorsitzende.

Von Marcello Di Cicco