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14:09 27.07.2022
Maximilian Ermler (links, TSV Kirchhain) feiert gemeinsam mit Jannik Mengel das Tor zum zwischenzeitlichen 1:1 gegen die SG Bunstruth/Haina.
Maximilian Ermler (links, TSV Kirchhain) feiert gemeinsam mit Jannik Mengel das Tor zum zwischenzeitlichen 1:1 gegen die SG Bunstruth/Haina. Quelle: Nadine Weigel
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Bauerbach

Nein, die vergangenen Wochen, Monate und sogar Jahre waren alles andere als einfach für alle, die es mit dem TSV Kirchhain halten. Vor 14 Jahren spielte der Club immerhin noch für ein Jahr in der Verbandsliga Mitte, daraufhin folgten noch einige Spielzeiten in der Gruppenliga Gießen/Marburg sowie zuletzt sechs Saisons in der Kreisoberliga Nord. Der Verein sah sich in seiner jüngeren Vergangenheit in einer Abwärtsspirale gefangen, die nach der abgelaufenen Saison ihren bisherigen Tiefpunkt in dem Abstieg in die Kreisliga A fand.

„Es ist schon enttäuschend, aber es kam auch nicht so überraschend, dass wir im letzten Jahr so wenige Punkte geholt haben“, gesteht Felix Heiner, der schon seit seiner Kindheit im Verein ist und ab dieser Spielzeit die Geschicke an der Seitenlinie übernimmt – zuvor trainierte Heiner noch die zweite Mannschaft. Einen Knackpunkt sieht der neue Trainer in dem großen personellen Umbruch, den der TSV vor nicht allzu langer Zeit bewältigen musste: Vor zwei Jahren hätte es viele Abgänge gegeben und „dann gab es noch einige Verletzte und Corona, obwohl das ja jeden Verein betroffen hat.“

Sich zunächst in der A-Liga etablieren

Somit steht Heiner in seinem Debütjahr als Trainer der ersten Mannschaft vor einer Aufgabe, die es in sich hat. Denn in personeller Hinsicht hat sich im Kader gar nicht so viel getan, stattdessen seien einerseits „einige Verletzte wieder zurückgekommen“ und andererseits Veränderungen in anderen Bereichen nötig: „Es geht in der Vorbereitung darum, alles ein bisschen zu verändern. Ich habe den Jungs ganz klar gesagt, dass wir auch in der A-Liga keine Rolle spielen werden, wenn wir so weiter machen“, verrät er. Stattdessen gehe es in erster Linie darum, sich zunächst in der A-Liga zu etablieren – auch weil dem Verein die finanziellen Mittel mittlerweile fehlen. „Darüber werden wir aber auch kommen. Wir werden komplett auf eine Einheit setzen – auf Spieler, die Bock auf den Verein haben und sich für ihn zerreißen“, betont der Coach.

Wie das künftig aussehen könnte, zeigte der TSV am Dienstagabend durchaus eindrucksvoll beim A-Liga-Turnier des Sparkassen-Versicherung-Cups in Bauerbach. Im Halbfinale drehte Kirchhain gegen die SG Bunstruth/Haina einen 0:1-Rückstand durch George Adrian Vlasceanu (13.) in ein zwischenzeitliches 3:1. Dabei stach vor allem der pfeilschnelle Stürmer Maximilian Ermler hervor, der zunächst einen Volleyschuss sehenswert verwandelte (28.) und per Kopf auch das 2:1 erzielte (36.). Das dritte Tor schoss Jannik Lesch (39.), woraufhin die SG durch Vlasceanu (FEM, 51.) nur noch zum Anschlusstreffer kam. Im Endspiel erzielte Kirchhains Julian März das goldene Tor zum 1:0-Sieg über den VfB Marburg II (13.).

VfB Marburg II gewinnt Elfmeterkrimi

Am zweiten Tag des Sparkassen-Versicherung-Cups stand das Turnier der A-Ligisten auf dem Programm. Im ersten Halbfinale des Tages setzte sich der VfB Marburg II, der kurzfristig eingesprungen ist, im Elfmeterschießen gegen den SV Schönstadt durch. Nach regulären 60 Minuten stand es 2:2. Zunächst ging der SV in der ersten Halbzeit durch einen Doppelschlag von Morten Roeser (20.) und Marc Kevin Wege (23.) in Führung. In der zweiten Halbzeit drehten die „Schimmelreiter“ auf und glichen durch Lars Flühe (34.) und Tim Kevin Blüder aus (52.). Das Elfmeterschießen wurde zum Krimi und bot den knapp 105 Zuschauerinnen und Zuschauern 18 Elfmeter – letztlich gewann der VfB mit 7:6. Auch im Elfmeterschießen um Platz drei musste sich der SV der SG Bunstruth/Haina mit 2:3 geschlagen geben.

Am Mittwoch (27. Juli) trifft der TSV Amöneburg im Turnier der Kreisoberligisten auf den VfL Dreihausen (18 Uhr). Ab 19.15 Uhr spielen der VfL Neustadt, der für die Spvgg Rauischholzhausen einspringt, und der RSV Roßdorf das zweite Halbfinale aus. Das Endspiel beginnt planmäßig um 20.45 Uhr.

Von Yann Ruppersberg