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Lokalsport TSV Eintracht trifft auf Bahlingen
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19:58 23.10.2020
Könnte den Platz des gesperrten Nestor Djengoue in der Innenverteidigung einnehmen: Christopher Schadeberg (rechts; hier gegen Muhamed Alawie vom FSV Frankfurt). Quelle: Foto: Tobias Hirsch
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Stadtallendorf

Weiter geht’s mit der dritten von insgesamt sieben Regionalliga-Partien binnen 22 Tagen: Der TSV Eintracht Stadtallendorf empfängt morgen den Bahlinger SC im Herrenwaldstadion. Trainer Dragan Sicaja kündigt Veränderungen in der Startelf an.

Das 0:2 am Mittwochabend bei der zweiten Mannschaft des FSV Mainz 05 ist noch nicht komplett aus seinem Kopf. „Wir machen das nicht schlecht, sind mutig, aber wir erlauben uns zu viele Ballverluste“, blickt er auf die Niederlage gegen die Bundesliga-Reserve, bei der sieben Spieler aus dem Kader der ersten Mannschaft mitgewirkt hatten, zurück. Offensiv fehlten den Gästen die Mittel – was aber nicht zuletzt an der Qualität der Mainzer Defensive lag. Stürmer Felix Nolte sei nach der Partie zu ihm gekommen und habe gesagt, er hätte nicht seinen besten Tag gehabt. „Er musste sich aber auch mit Verteidigern auseinandersetzen, die den Anspruch haben, in der Bundesliga zu spielen“, sagt Sicaja dazu. „Das ist dann einfach ein anderes Niveau.“

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Mit dem Bahlinger SC reist morgen eine Mannschaft an, die „unsere Kragenweite ist“, sagt Sicaja. „Bei den zweiten Mannschaften kommt es drauf an, wie sie besetzt sind. Ansonsten gibt es noch vier, fünf Teams, die um die vorderen Plätze spielen“, meint der Coach, „alle anderen sind nicht weit voneinander entfernt. Da kann jeder gegen jeden gewinnen.“

Die Bahlinger gewannen bislang vier Mal, verloren ebenfalls vier Mal, hinzu kam ein Unentschieden – macht 13 Punkte und damit acht mehr als der TSV. Auffällig: In den jüngsten sechs Spielen des SC fielen 33 Tore – 13 für, 20 gegen die Mannschaft von Trainer Dennis Bührer. „Die Anzahl der Torchancen, die wir zulassen, ist zu viel“, sagt er, wünscht sich mehr defensive Stabilität. Zuletzt kassierte sein Team gegen den TSV Schott Mainz drei Gegentreffer, gewann das Spiel aber dennoch mit 4:3.

Sicaja weiß um die Offensivqualität der Mannschaft aus der Nähe von Freiburg. „Wichtig ist, dass wir kämpfen, dem Gegner möglichst wenig Räume geben“, sagt er. Das ist kräftezehrend, der Trainer will daher rotieren, „drei oder vier frische Leute“ bringen. Zu einer Veränderung in der Startformation ist er gezwungen: Nestor Djengoue sah in Mainz Gelb-Rot, ist daher gesperrt. Der junge Ben-Luca Fisher oder der erfahrene Christopher Schadeberg kommen als Optionen für den Platz in der Innenverteidigung neben Muhamet Arifi infrage.

Ein weiterer Wechsel zeichnet sich ab: Arne Schütze könnte für Jascha Döringer in die Startelf rücken, dessen Platz im Mittelfeld einnehmen. Dauerbrenner Döringer wirkte in Mainz etwas müde. „Wenn man immer von Beginn an ran muss und dann auch noch auf verschiedenen Positionen, fehlt einem irgendwann die Frische“, sagt Sicaja, der Schütze bescheinigt, im Training „immer alles zu geben“ und „das Spiel belebt“ zu haben, wenn er – wie gegen Mainz und zuvor beim 1:0-Sieg gegen den VfR Aalen – eingewechselt wurde. Damijan Heuser, der nach einem grippalen Infekt unter der Woche in der zweiten Mannschaft spielte, dürfte in den Kader zurückkehren.

Regionalliga Südwest: FC Gießen – TSG 1899 Hoffenheim II, SSV Ulm – TSG Balingen, FC Bayern Alzenau – TSV Steinbach Haiger, SV Elversberg – Astoria Walldorf, FC Homburg – VfR Aalen, Hessen Kassel – Mainz 05 II, Eintracht Stadtallendorf – Bahlinger SC (alle Sa., 14 Uhr), VfB Stuttgart II – Kickers Offenbach (Sa., 14.30 Uhr), FK Pirmasens – SC Freiburg II, RW Koblenz – FSV Frankfurt (beide So., 14 Uhr), Schott Mainz – SG Großaspach (abgesetzt).

Von Stefan Weisbrod