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Lokalsport TSV Eintracht siegt beim Einstand von Andrej Markovic
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19:58 29.08.2021
Gewann sein erstes Spiel mit dem TSV Eintracht: Andrej Markovic (vorn, beobachtet von Baunatals Jonas Springer).
Gewann sein erstes Spiel mit dem TSV Eintracht: Andrej Markovic (vorn, beobachtet von Baunatals Jonas Springer). Quelle: Foto: Thorsten Richter
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Stadtallendorf

Zufrieden? „Mit dem Ergebnis natürlich“, lautete die Antwort von Andrej Markovic. Der Verteidiger hatte gerade mit dem TSV Eintracht mit 2:1 gegen den KSV Baunatal gewonnen, im ersten Hessenliga-Heimspiel der Saison auch direkt drei Punkte eingefahren. Geglücktes Debüt also für den 23-Jährigen, der fünf Tage nach seinem ersten Training in Stadtallendorf direkt in der Startelf stand, durchspielte, eine grundsolide Leistung zeigte. Er wusste aber auch: „Es war ein Arbeitssieg.“

Verdient war er insgesamt schon. Die Eintracht war in einem mäßigen Spiel die etwas bessere Mannschaft. „Wir mussten uns reinkämpfen“, sagte Markovic im Rückblick. Zwar ging die Heimelf nach gut acht Minuten in Führung – nach Spielzug über Malcolm Phillips und Kevin Bartheld vollendete Damijan Heuser aus zentraler Position trocken –, Baunatal kam aber nur fünf Minuten später zum Ausgleich: Berke Durak zog an Nick Bremer vorbei, wurde dann vom Stadtallendorfer Rechtsverteidiger mit einer Grätsche von den Beinen geholt. Nach Ansicht von Schiedsrichter Karsten Pfeiffer war Durak bereits in den Strafraum eingedrungen. Den fälligen Strafstoß verwandelte Hüseyin Cakmak sicher.

Markovic begann in der Innenverteidigung an der Seite von Perry Ofori. Er hatte nicht damit gerechnet, wenige Tage nach seiner Verpflichtung direkt in der Startelf zu stehen, erklärte er im Gespräch mit der OP. „Aber ich habe nicht lange gebraucht, um reinzufinden“, sagte der Neuzugang im Rückblick auf seine erste Woche bei der Eintracht. Viele Spieler kannte er bereits, mit Timo Cecen, Torhüter Tolga Sahin und dem derzeit verletzten Christopher Schadeberg hatte er etwa in Gießen zusammengespielt, mit Arne Schütze und Damijan Heuser in der Jugend der TSG Wieseck. „Die ganze Mannschaft hat mich toll aufgenommen, das hat es mir leicht gemacht.“

In früherer Jugend hatte der Wetzlarer offensiv gespielt, war dann in Wieseck zum Linksverteidiger umgeschult worden. Auf dieser Position spielte er auch beim FSV Frankfurt, wo er seine erste Regionalliga-Erfahrung sammelte. Im Januar 2019 wechselte er zum FC Gießen, für den er in der vergangenen Spielzeit den Großteil der Spiele absolvierte, teilweise als Innen-, teilweise als Linksverteidiger. Sein Vertrag beim Regionalligisten lief aus. „Wir haben gesprochen, sind aber auf keinen gemeinsamen Nenner gekommen“, berichtete Markovic, der sich über einen Anruf von Eintracht-Trainer Dragan Sicaja „sehr gefreut“ hatte und wenige Tage später „da war“.

Am Samstag wechselte er zur zweiten Hälfte auf die linke Verteidiger-Position. „Er kann beides auf gutem Niveau spielen, ist damit für uns eine Bereicherung“, sagte Sicaja, der den erst 23-Jährigen aufgrund seiner Erfahrung aus Frankfurt und Gießen als „gestandenen Spieler“ bezeichnete. Eine Stärke des Neuzugangs nannte der Coach auch gleich: „Er ist ruhig am Ball.“ Den brachte er bei seinem Einstand fast immer bei seinen Mitspielern an.

Eigentor entscheidet Spiel

Zwei Dinge störten Markovic nach dem Abpfiff etwas: „Wir hätten das Spiel vorher entscheiden können.“ Leon Lindenthal vergab in der 84. Minute die beste Möglichkeit, als er im Eins-gegen-Eins an KSV-Schlussmann Jonas Labonte scheiterte. Und: „Wir haben am Ende zwei, drei unnötige Chancen zugelassen. Da standen wir nicht gut.“ Tatsächlich hätten die Baunataler, bei denen mehrere Stammkräfte fehlten, darunter Stürmer-Routinier Sebastian Schmeer, am Ende beinahe noch ausgeglichen. Die beste Möglichkeit hatte Cakmak, dessen Schuss in der Nachspielzeit von Malcolm Phillips mit dem Kopf über die Latte gelenkt wurde.

Eine gute halbe Stunde zuvor war Phillips beim Tor zum 2:1 involviert: Er köpfte nach einer Flanke von Maximilian Wießner Richtung Tor. Baunatals Florian Berninger-Bosshammer, so sah es Schiedsrichter Pfeiffer, war noch vor der Linie am Ball. Dass im Spielbericht ein Eigentor vermerkt wurde, dürfte die Stadtallendorfer kaum gestört haben: „Letztlich“, sagte Markovic, „zählen die drei Punkte.“

TSV Eintracht Stadtallendorf: Sahin – Bremer (69. Seck), Ofori, Markovic, Schütze (46. Cecen) – Phillips, Arifi – Heuser, Bartheld, Wießner (82. Lindenthal) – Williams.

KSV Baunatal: Labonte – Krengel, Blahout, Borgardt, Durak (80. Dag) – Üstün (64. Boukhoutta), Berninger-Bosshammer, Gül, Lorenzoni – Springer (64. Pforr), Cakmak.

Schiedsrichter: Pfeiffer (Nieder-Wöllstadt). Zuschauer: 350. Tore: 1:0 Heuser (9.), 1:1 Cakmak (14./FEM), 2:1 Berninger-Bosshammer (60./Eigentor).

Von Stefan Weisbrod