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Lokalsport SV Emsdorf gewinnt im Sechsmeterschießen
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22:04 26.01.2020
Kirchhainer Hallenfußball-Stadtmeister SV Emsdorf mit Betreuer Christian Paul (hinten von links), Leon Troß, Nico Fehrentz, Ramon Lauer, Lars Pfeiffer, Spielertrainer Tobias Sälzer und Bürgermeister Olaf Hausmann sowie unten von links: Hasan Naziyok, Philip Schmidt, Martin Engelhardt, Daniel Marczoch und Emre Sekmen. Quelle: Kurt Arke
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Kirchhain

Und die schrieb ihre besondere Geschichte: Emsdorfs etatmäßiger Feldspieler Martin Engelhardt war eigentlich nur als Zuschauer in der Halle, sprang dann aber nach der Verletzung von Stammtorhüter Philip Schmidt als Notnagel zwischen den Pfosten ein und avancierte zum „Mann des Tages“, indem er sowohl im Halbfinale gegen den SV Langenstein als auch im Finale gegen den SV Großseelheim die entscheidenden Bälle abwehrte.

„Wir waren eigentlich schon viermal ausgeschieden“, sah Emsdorfs Spielertrainer Tobias Sälzer das Glück an diesem Tag aufseiten seiner Mannschaft. Die einzige Niederlage setzte es im letzten Vorrundenspiel der Gruppe A gegen Ausrichter SV Großseelheim, das nach dem frühen Führungstreffer durch den vom TSV Erksdorf gekommenen Winterpausen-Neuzugang Lars Pfeiffer nach dem Ausgleich von Maximilian Schüler und dem in letzter Sekunde vom gleichen Spieler im Nachschuss an einen Zehnmeter-Strafstoß verwandelten Treffer noch mit 1:2 verlorenging.

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Teilweise überharte Spielszenen

In den beiden Halbfinalspielen zwischen dem SV Emsdorf und dem SV Langenstein sowie zwischen Großseelheim und Sindersfeld mussten sich die Favoriten Emsdorf und Großseelheim gewaltig strecken, um sich gegen die B-Ligisten Langenstein und Sindersfeld wenigstens noch im Sechsmeterschießen durchzusetzen. Die Langensteiner führten durch die Treffer von Philipp Mensdorf und Oliver Keßler (2) während der regulären Spielzeit sowohl mit 2:0 und 3:2, ehe sich die Emsdorfer im zweiten Durchgang des Sechsmeterschießens doch noch durchsetzten.

In dieser Partie ging es teilweise überhart zur Sache, was auch Kirchhains Bürgermeister Olaf Hausmann als Augenzeuge missfiel. Generell schienen einige Akteure von der aktuellen Situation „Respekt gegenüber dem Schiedsrichter“ noch nichts gehört zu haben und machen auch nicht den Eindruck, als würde diese Aktion bei ihnen etwas nützen. Die Schiedsrichter Lutz Greif, Joachim Gies und Thomas Heckmann hatten jedenfalls mehr zu tun, als ihnen lieb war, um die oftmals überhitzten Gemüter zu beruhigen.

Altherren-Turnier gewann Großseelheim

Auch Großseelheim blieb im zweiten Halbfinale gegen Sindersfeld ein Sechsmeterschießen nicht erspart, das der A-Ligist durch die Treffer von Philipp Löber und Florian Hofmann bei einem Gegentreffer von Lucien Fleischhammel knapp für sich entschied, weil Aykut Varlik, der als Einziger bei dieser Stadtmeisterschaft gegen Kleinseelheim die Gelb-Rote Karte sah, am Großseelheimer Torhüter Niklas Schmidt scheiterte.

Der dritte Platz der Sindersfelder, den sich diese durch das Sechsmeterschießen um Platz drei gegen Langenstein sicherten, zählte sicherlich zu den Überraschungen dieser Stadtmeisterschaften. Der TSV Kirchhain und Germania Betziesdorf, die nach der Vorrunde ausschieden, ergatterten lediglich ein einziges Pünktchen. Der RSV Kleinseelheim und der VfR Niederwald verbuchten wenigstens einen Sieg. Turnierleiter Werner Löber, stellvertretender Vorsitzender des Ausrichters SV Großseelheim, zeigte sich generell mit dem Verlauf dieser Stadtmeisterschaft zufrieden.

Das Turnier der Altherren-Fußballer am Samstag gewann die Mannschaft des SV Großseelheim.

von Kurt Arke