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Lokalsport Del-Angelo Williams darf gegen seinen Ex-Club nicht mitspielen
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06:58 26.09.2020
Del-Angelo Williams (vorn, gegen Kassels Nael Najjer) darf im Heimspiel gegen Elversberg nicht mitspielen. Quelle: Thorsten Richter
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Stadtallendorf

Er ist wieder „zu Hause“. So drückt es Del-Angelo Williams aus, wenn er über seine Rückkehr zum TSV Eintracht Stadtallendorf spricht. Zwei Jahre lang war er in der Fremde; erst in Rostock, zuletzt im Saarland beziehungsweise in Frankreich, wo er als Spieler der SV Elversberg gelebt hat. Inzwischen hat der Stürmer gemeinsam mit Frau und Sohn wieder die alte Wohnung in Fronhausen bezogen. Ihm, sagt er, „geht’s super“ damit.

„Leben ist das, was passiert, während du deinen Zielen nachjagst“, wandelt der 27-Jährige eine Passage aus „Beautiful Boy“ der Beatles etwas ab. Er will damit deutlich machen: Sportlich mag er seine Ziele, die er mit dem Wechseln vor zwei Jahren zu Drittligist Hansa Rostock und dann 2019 zum ambitionierten Regionalligisten SV Elversberg hatte, nicht erreicht haben, persönlich wertet er es nicht als Niederlage. „Ich spiele jetzt wieder mit meinen Kumpels zusammen. Darauf habe ich einfach Bock.“

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Spaß und sportliche Perspektive

Es ist aber nicht nur der Spaß, der ihn antreibt, es ist auch die sportliche Perspektive: Williams will spielen – das durfte er bei der Spielvereinigung aus der 14 000-Seelen-Gemeinde Spiesen-Elversberg zuletzt zu selten. Beim Club aus der 21 000-Einwohner-Stadt am Herrenwald ist das anders, gegen Pirmasens (0:0), Kassel (3:3) und in Homburg (1:3-Niederlage) spielte er durch.

An diesem Samstag wird das anders sein: Wenn um 14 Uhr die Partie gegen seinen Ex-Club angepfiffen wird, dann ohne Williams. „Das ist so zwischen den Vereinen fürs Hinspiel vereinbart worden“, erklärt er im Gespräch mit der OP. Anders wär’s ihm lieber gewesen, „aber das war Bedingung, dass ich wechseln darf“.

Glaube an Klassenerhalt

Die Rollen sind klar verteilt: Elversberg will in die 3. Liga, dafür muss ein Sieg in Stadtallendorf her. „Es geht darum, im Kollektiv dagegenzuhalten und alles zu geben“, sieht Williams Chancen für die Eintracht. Überhaupt ist der Angreifer, 2017/2018 mit 14 Toren sechsbester Schütze der Regionalliga Südwest, optimistisch, glaubt fest an den Klassenerhalt: „Sonst“, da redet er nicht drumherum, „wäre ich auch nicht wieder hier“.

Von Stefan Weisbrod