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Lokalsport Stadtallendorfer Kevin Strangmeyer spielt für die Gießen 46ers
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18:55 29.06.2022
Will bei den Gießen 46ers „den nächsten Schritt machen“: Kevin Strangmeyer, hier im Trikot des Teams Ehingen Urspring (vorn; bedrängt von Kirchheims Till Pape).
Will bei den Gießen 46ers „den nächsten Schritt machen“: Kevin Strangmeyer, hier im Trikot des Teams Ehingen Urspring (vorn; bedrängt von Kirchheims Till Pape). Quelle: Eibner/imago
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Gießen/Stadtallendorf

Die BBL, die erste Basketball-Bundesliga, will er erreichen. An diesem Ziel hat Kevin Strangmeyer nie einen Zweifel gelassen. Noch hat es der Stadtallendorfer nicht geschafft – schließlich sind die Gießen 46ers gerade aus dem Oberhaus abgestiegen, künftig in der zweitklassigen Pro A aktiv. Bei denen hat er nun einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben. Für ihn ist es eine Rückkehr.

In der Jugend war der heute 21-Jährige für die Basketball-Akademie der 46ers am Ball. Parallel spielte er in der Pro B, der dritthöchsten Spielklasse, für die Licher Basketbären, ehe es ihn vor fünf Jahren nach Baden-Württemberg verschlug. Fürs Team Ehingen Urspring hat der 2,03 Meter große und 115 Kilogramm schwere Power Forward seitdem 111 Pro-A-Partien bestritten. Er kennt die Liga also. In der abgelaufenen Spielzeit wirkte Strangmeyer in allen 32 Partien mit, kam im Schnitt auf 7,3 Punkte und 3,2 Rebounds – in einer Mannschaft, die letztlich abgeschlagen abgestiegen ist.

Trainer Ignjatovic lobt Einstellung des Spielers

In Gießen kommt er in einen Club, der andere Ansprüche hat, der zumindest mittelfristig in die erste Liga zurückkehren möchte. Dass er für die „Vier“ nicht unbedingt als Starter, eher als Backup eingeplant ist, stört ihn nicht. Er wolle „den nächsten Schritt machen“, sagt er, „alles dafür geben“. Diese Einstellung gefällt Branislav Ignjatovic: „Menschlich ist er top, hungrig und lernfähig“, sagt der neue 46ers-Cheftrainer über seinen künftigen Schützling, mit dessen Entwicklung er sich eingehend befasst hat: „Er ist Jahrgang 2000, noch recht jung, hat aber schon weit über 100 Pro-A-Partien für Ehingen bestritten. Die Spielzeit und die Rolle haben sich dabei von Jahr zu Jahr verbessert.“ Und Sebastian Schmidt, Geschäftsführer und Sportdirektor, wird in einer Mitteilung zitiert: „Wir sind davon überzeugt, dass er sein Potenzial noch nicht ausgeschöpft hat und er sich bei uns sehr gut weiterentwickeln wird.“

Bislang nur sechs Spieler im Kader

Die Verantwortlichen der Gießen 46ers haben in diesem Sommer noch eine Menge Arbeit vor sich. Für die im Herbst beginnende Pro-A-Saison 2022/2023 stehen bislang nur sechs Spieler im Aufgebot des Bundesliga-Absteigers: Neben dem Stadtallendorfer Kevin Strangmeyer sind das die weiteren deutschen Spieler Luca Finn Kahl, Nico Brauner, Luis Elias Figge und Maximilian Begue sowie der US-Amerikaner Steffon Mitchell. Trainiert wird das Team von Branislav Ignjatovic, der einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben hat.

Er freue sich „riesig, wieder zurück nach Gießen zu kommen, um vor den Fans in der Osthalle spielen zu dürfen“, sagt Strangmeyer, spricht von einem „Jugendtraum“, der sich erfülle. Ein anderer Traum bleibt die höchste deutsche Spielklasse. Innerhalb von „drei, vier Jahren“, hatte er Ende 2020 gegenüber der OP gesagt, wolle er es dorthin schaffen. Vielleicht klappt es ja mit den 46ers.

Von Stefan Weisbrod