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Lokalsport Stadtallendorf holt den Kreispokal
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19:00 29.08.2020
Bauerbachs David Moreno (rechts) versucht, den Schuss von Stadtallendorfs Kristian Gaudermann zu blocken.
Bauerbachs David Moreno (rechts) versucht, den Schuss von Stadtallendorfs Kristian Gaudermann zu blocken. Quelle: Foto: Thorsten Richter
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Bauerbach

Um eine Trophäe, 200 Liter Freibier des Kreispokal-Sponsors und einen Ball ist der TSV Eintracht Stadtallendorf nach dem 5:0 (3:0)-Sieg am Freitagabend gegen den klassentieferen SV Bauerbach reicher – allerdings auch um eine weitere Personalsorge. Nachdem sich Kapitän Kevin Vidakovics unter der Woche einen Kreuzbandriss zugezogen hatte (die OP berichtete), verletzte sich binnen weniger Tage der zweite Leistungsträger: Felix Nolte. In der 52. Minute brachte ausgerechnet der frühere Stadtallendorfer Robin Traut den Stürmer mit einer Grätsche zu Fall. Nolte humpelte daraufhin mit einer Verletzung am linken Sprunggelenk vom Feld. „Das ist natürlich ärgerlich“, sagte Eintracht-Coach Dragan Sicaja, „aber so ist Fußball. Die ganze Zeit hatten wir kaum verletzte Spieler.“

Sicaja lobt „souveränen Auftritt“ seiner Mannschaft

Für Nolte kam Tim Richter, der vier Minuten nach seiner Einwechslung die letzten Zweifel am Sieg der Gäste beseitigte, als er aus fünf Metern ein Zuspiel von Ibo Aral zur 4:0-Führung einschob (59.). „Es war von der ersten bis zur letzten Minute ein souveräner Auftritt“, lobte Sicaja – und wollte nicht verhehlen, dass er seine Startformation mit Blick aufs erste Punktspiel am übernächsten Sonntag zusammengestellt hatte. „Ich wollte schauen, auf wen man zählen kann, wenn es richtig losgeht“, sagte der Cheftrainer.

Mit dem Anpfiff des gut leitenden Unparteiischen Julius Martenstein (Cölbe) gab der TSV den Ton an, tat sich zunächst aber schwer gegen Bauerbacher, die bei gegnerischem Ballbesitz auf eine Fünfer-Abwehrkette umschalteten und die Räume eng machten. „Trotz des 0:5 bin ich zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft“, sagte Bauerbachs Trainer Hendrik Lapp. „Wir haben gegen ein zwei Klassen höher spielendes Team über sehr weite Strecken gut verteidigt. In Durchgang eins hat sich die Stadtallendorfer Qualität bei Standardsituationen durchgesetzt“, spielte Lapp auf den Führungstreffer an, den Jascha Döringer nach einer Ecke aus der Drehung erzielte (22.).

Nachdem Elvis Funwi Shuakonwi Nolte in Strafraum gelegt hatte, erhöhte Muhamet Arifi per Foulelfmeter (32.), ehe Arifi mit einem herrlichen Pass über das halbe Spielfeld das 3:0 durch Mirco Geisler vorbereitete (44.).

Auch nach dem Seitenwechsel bot sich den 150 Zuschauern Einbahnstraßenfußball – wobei die Gastgeber gute Chancen auf den Ehrentreffer hatten. Nach einem Fehlpass von TSV-Keeper Dusan Olijic verfehlte aber zunächst Maximilian Wießner den Kasten (48.), ehe der frühere Eintrachter „Gui“ da Silva nach einem Konter allein vor Olujic auftauchte, den Ball aber flach neben das Tor setzte (75.). Nur 60 Sekunden später besorgte der eingewechselte Damijan Heuser den Endstand, als er den Ball nach einem Pass von Kristian Gaudermann unter die Latte hämmerte (76.).

Von Marcello Di Cicco