Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Lokalsport Stadtallendorf erwartet kampfstarke Gäste
Sport Lokalsport Lokalsport Stadtallendorf erwartet kampfstarke Gäste
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:00 23.08.2019
Der TSV Eintracht Stadtallendorf um Damjian Heuser (links; hier gegen die Kasseler Tim Brandner und Frederic Brill) bekommt es morgen in der Hessenliga mit Aufsteiger SV Steinbach zutun. Quelle: Tobias Hirsch
Stadtallendorf

Von „großem Respekt“ sprechen beide Trainer. Eintracht-Coach Dragan Sicaja hat ihn vor dem, was beim Sportverein aus dem Dorf im Kreis Fulda „mit bescheidenden Mitteln seit Jahren geleistet wird“, Steinbachs Übungsleiter Petr Paliatka vor der „großen Qualität, die in der Stadtallendorfer Mannschaft steckt“. Gemein ist ihnen auch die Erwartung eines intensiven Spiels. Sicaja rechnet damit, morgen Nachmittag im Herrenwaldstadion auf einen Gegner zu treffen, der „mit viel Leidenschaft agieren wird“. Paliatka sagt darauf angesprochen nur ganz knapp: „Da hat er recht.“

Aufsteiger SV Steinbach, schon einmal von 2016 bis 2018 in Hessens höchster Spielklasse aktiv und nicht mit dem in der Regionalliga spielenden TSV Steinbach und auch nicht mit Ligakonkurrent FSV Fernwald, zu Hause in Steinbach bei Gießen, zu verwechseln (siehe „Hintergrund“), ist mit fünf Punkten aus vier Spielen ordentlich in die Saison gekommen. „Das ist ein Start, mit dem wir gut leben können“, sagt Paliatka, der insbesondere mit dem jüngsten Auftritt zufrieden ist: Gegen Tabellenführer SG Barockstadt Fulda-Lehnerz, bei der seine Mannschaft am ersten Spieltag noch mit 0:5 unterlegen war, gab es zuletzt ein torloses Unentschieden. „Wir haben sehr gut gestanden, haben die Räume eng gemacht. So haben wir uns den Punkt verdient“, blickt der SV-Trainer zurück, zugleich aber nach vorn: „Das müssen wir auch in Stadtallendorf schaffen, wenn wir die Chance haben wollen, etwas mitzunehmen.“

Steinbacher Dorfvereine

Steinbach ist kein seltener Ortsname, allein in Hessen gibt’s sieben Stück davon. Doch auffällig ist: In Dörfern mit diesem Namen sind erfolgreiche Fußballvereine zu Hause. Wie im Ortsteil der Gemeinde Burghaun im Landkreis Fulda. Etwas mehr als 1 300 Einwohner gibt es dort – und den SV, der nicht zum ersten Mal in die Hessenliga aufgestiegen ist. In der höchsten Landesspielklasse ist nach mehrjähriger Pause auch der FSV Fernwald vertreten, der seine Heimspiele im 3 000-Seelen-Ortsteil Steinbach austrägt. Bis 2007 hieß der Verein aus dem Kreis Gießen noch FSV Steinbach. Und dann gibt’s noch den TSV Steinbach aus dem Lahn-Dill-Kreis, inzwischen um den Stadtnamen Haiger ergänzt. Im Dorf, aus dem der aktuelle Tabellendritte der Regionalliga Südwest stammt, sind gerade mal rund 800 Personen zu Hause.

Der Tscheche hat die Eintracht beim 2:2 in Kassel beobachtet und ist überzeugt: „Stadtallendorf steht qualitativ noch eine Stufe über der SG Barockstadt. Das ist eine Mannschaft mit Regionalliga-Format.“ Entsprechend seien die Gastgeber klarer Favorit. Sein Kollege Sicaja widerspricht ihm da nicht, nimmt die Rolle an. Der Kroate macht deutlich: „Wenn wir spielen, was wir können, dann gewinnen wir. Wir müssen mit Überzeugung Fußball spielen, das Tempo hochhalten, uns Chancen erspielen und die Möglichkeiten nutzen.“

Termine

  • Hessenliga: SC Waldgirmes – FSV Fernwald (Freitag, 19 Uhr)
  • FV Bad Vilbel – TuS Dietkirchen (Freitag, 20 Uhr)
  • TSV Eintracht Stadtallendorf – SV Steinbach (Samstag, 14 Uhr)
  • Türk Gücü Friedberg – FC Eddersheim, Rot-Weiß Hadamar – Viktoria Griesheim, SV Neuhof – SG Barockstadt Fulda-Lehnerz, 1. Hanauer FC – KSV Baunatal, SC Hessen Dreieich – Hessen Kassel (alle Samstag, 15 Uhr)
  • Rot-Weiß Walldorf – VfB Ginsheim (Sonntag, 15 Uhr).

Muhamet Arifi, nach seiner Gelb-Roten Karte in Kassel gesperrt, und der Langzeitverletzte Perry Ofori (Kreuzbandriss) fehlen, außerdem gebe es bei einzelnen Spielern „ein paar kleine Blessuren, die aber am Samstag niemanden ausbremsen sollten“, berichtet Sicaja im Gespräch mit der OP. Ob wie beim Remis beim KSV Hessen erneut Felix Nolte und Jascha Döringer im Angriff agieren werden, lässt der Trainer offen, will sich nicht in die Karten schauen lassen: „Wir werden wie immer mit elf Spielern beginnen. Welche das sind, wird sich zeigen.“

von Stefan Weisbrod