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Lokalsport Sicaja will gegen Hoffenheim rotieren
Sport Lokalsport Lokalsport Sicaja will gegen Hoffenheim rotieren
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19:07 04.05.2021
Stadtallendorfs Damijan Heuser.
Stadtallendorfs Damijan Heuser. Quelle: Thorsten Richter
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Stadtallendorf

Es sind ziemlich unterschiedliche Gemütszustände, die Kai Herdling, Trainer der U 23 der TSG Hoffenheim, und Dragan Sicaja, Coach des TSV Eintracht Stadtallendorf, nach ihren vergangenen Partien hatten: Während Sicaja am Mittwochabend (28. April) ob der sehr guten Leistung seiner Elf mit der 1:2-Niederlage im Hessenpokal-Viertelfinale gegen den FSV Frankfurt haderte, stellte Herdling nach dem 3:1-Sieg gegen den TSV Schott Mainz im Abstiegskampf fest: „So etwas haben wir aber auch mal gebraucht: schlecht spielen und trotzdem gewinnen“, wird der 36-Jährige auf der TSG-Homepage zitiert.

Am heutigen Samstag (1. Mai, 14 Uhr) treffen beide Teams im Herrenwaldstadion aufeinander. „Für uns geht es ab jetzt darum, dass sich Spieler zeigen und empfehlen können. Gegen Frankfurt haben diejenigen gespielt, die am besten drauf waren. Gegen Hoffenheim werde ich vier, fünf Spielern Gelegenheit geben, mal durchzuatmen“, sagte Sicaja am Donnerstagmittag. In der elften Partie binnen 36 Tagen sei dies dringend nötig – zumal die Eintracht bereits am kommenden Dienstag (4. Mai, 19 Uhr) wieder in Balingen gefordert ist.

Eine Chance bleibt

Da die Liga-Gesellschaft am vergangenen Donnerstagabend (29. April) mitteilte, dass es laut Beschluss der Gesellschafterversammlung und der Spielkommission keine Aufsteiger aus den Oberligen gibt und sich damit die Zahl der Absteiger aus der Südweststaffel auf zwei Teams reduziert, hat der TSV zumindest rechnerisch wieder die Chance, in der vierten Liga zu bleiben. Das will auch die TSG, deren Teammanager Thomas Gomminginger feststellt, dass „Hoffe zwo“ in den vergangenen Wochen „stabiler geworden“ ist, „insgesamt präsenter und kompakter“ agiert.

Wenngleich Sicaja rotieren will, lässt er durchblicken, dass der Ende Februar zwischenzeitlich zum Ersatzkeeper degradierte Mateusz Abramowicz weiterhin zwischen den Pfosten stehen soll. „Er ist von Spiel zu Spiel besser geworden“, honoriert Sicaja die guten Leistungen des Polen gegen Frankfurt und Offenbach. „Vielleicht hat er es gebraucht, dass ich ihn mal draußen lasse. Eventuell ist der Druck etwas zu groß gewesen“, mutmaßt der Coach, der ein Ende der Englischen Wochen herbeisehnt. Denn dann biete sich die Gelegenheit, mit Blick auf die kommende Hessenliga-Runde „auch mal Spieler ins Training einzuladen und zu gucken, wer bei uns bleiben könnte“.

Ex-Profi Salihović kommt, spielt aber nicht

Sejad Salihović ist das bekannteste Gesicht der Hoffenheimer U-23-Mannschaft. Ende Januar reaktivierten die Kraichgauer den 36-Jährigen, der für die TSG zwischen 2008 und 2015 171 Bundesliga-Partien bestritten hat. Damit ist der Mittelfeldspieler nach Andreas Beck (216) der Akteur mit den zweitmeisten Einsätzen im Fußball-Oberhaus für die Hoffenheimer.

Mit seiner Rückkehr aus dem Fußball-Ruhestand sollte Salihović den verletzungsbedingten Ausfall von Führungsspieler Andreas Ludwig kompensieren. Seit Anfang März fällt der WM-Teilnehmer von 2014 (Bosnien und Herzegowina) wegen muskulärer Probleme aber selbst aus – und auch gegen die Eintracht wird der Routinier nicht spielen. „Er war zweieinhalb Jahre aus dem Spielbetrieb raus, insofern ist es für ihn nicht ganz einfach zurückzukommen. Den Ehrgeiz dafür hat er aber“, sagt Hoffenheims Teammanager Thomas Gomminginger gegenüber der OP. Da Salihović zugleich Co-Trainer unter Chefcoach Kai Herdling ist, werde der Ex-Profi aber am Samstag in Stadtallendorf dabei sein.

Von Marcello Di Cicco