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Lokalsport Cedric Löwer hat eine linke Klebe
Sport Lokalsport Lokalsport Cedric Löwer hat eine linke Klebe
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06:58 26.10.2018
Biedenkopfs Cedric Löwer (rechts, gegen Schröcks Angelo Rübe) will mit dem VfL die Klasse halten.  Quelle: Michael Hoffsteter
Biedenkopf

Es gibt Fans, die Abkürzung für Fanatiker, die mit ihrer Lieblingsmannschaft jede Auswärtsreise mitmachen und ihr wie Paparazzi auf Schritt und Tritt folgen. Zu dieser extremen Sorte gehört Cedric Löwer zwar nicht, doch steht auch er bald im fernen Ausland im Gästeblock.

Am 28. November ist er zusammen mit Bekannten aus dem „Schalke Fan Club Ohmtal“, der rund 80 Mitglieder aufweist, in der portugiesischen Metropole Porto, um dort sein blau-weißes Lieblingsteam im Champions-League-Spiel gegen den FC Porto anzufeuern.

„Das gibt ein solides 2:1 für uns. Die Gruppenphase werden wir schaffen. Aber danach wird’s schwierig“, schätzt Löwer die Chancen seines Herzensvereins ein.

Gebürtiger Cölber setzt Familientradition fort

Wie ein in Cölbe aufgewachsener Mann zur Gefolgschaft zu den „Knappen“ – Spitzname des Bundesligaklubs aus Gelsenkirchen – kommt? Anscheinend wurde das blaue Blut vererbt. „Das war schon immer so. Mein Vater ist großer Schalke-Fan und mein Opa auch“, erklärt Löwer.

Letzterer ist so fußballbegeistert, dass er sich noch im Alter von 81 Jahren jedes Spiel des Enkels anguckt. „Das ist mir wichtig“, bemerkt der 21-Jährige.

Zumal der Großvater schon seit Jahren einen Aktenordner führe, in dem die Zeitungsartikel aufgehoben sind, die Cedric Löwer namentlich nennen. „Über diesen Artikel hier freut er sich bestimmt“, sagt der Innenverteidiger, der vor dem Umzug nach Biedenkopf steht.

Da trifft es sich gut, dass er bereits in der Sommerpause dort im Fußballverein angeheuert hat. Vom Gruppenligisten VfL Biedenkopf wurde er verpflichtet, um der Abwehrkette mehr Stabilität zu verleihen. Derzeit rangiert das Team mit 26 Gegentoren nach 14 Partien auf Rang zehn. „Wir wollen unbedingt die Klasse halten – so früh wie möglich“, meint Löwer.

Obwohl das Verteidigen sein Kerngeschäft ist, trägt sich Löwer auch gerne in die Torschützenliste ein. Dabei reicht dem groß gewachsenen und massig gebauten Defensivspezialisten die linke Klebe zum Vorteil. Erst am vergangenen Mittwoch hämmerte er einen Freistoß aus über 30 Metern Torentfernung zum 2:1-Sieg gegen sein Ex-Team FC Ederbergland II in die Maschen.

von Benjamin Kaiser