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Lokalsport Meiste BC-Spielerinnen aus Quarantäne entlassen
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18:03 11.03.2022
Alex Wilke, die diesmal nicht von Corona betroffen war, in der Begegnung gegen Hannover, beobachtet von Trainer Christoph Wysocki (im Hintergrund). In der Georg-Gaßmann-Halle können die Blue Dolphins vorerst weder trainieren noch spielen.
Alex Wilke, die diesmal nicht von Corona betroffen war, in der Begegnung gegen Hannover, beobachtet von Trainer Christoph Wysocki (im Hintergrund). In der Georg-Gaßmann-Halle können die Blue Dolphins vorerst weder trainieren noch spielen. Quelle: Archivfoto: Tobias Hirsch
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Marburg

Ein Nachholtermin ist bereits gefunden: Die Bundesliga-Partie des BC Pharmaserv bei den Freiburger Eisvögeln, ursprünglich für diesen Sonntag terminiert, soll nun am kommenden Mittwoch um 19 Uhr stattfinden. Noch offen ist, wann die in der Vorwoche aufgrund zahlreicher Corona-Infektionen im Marburger Team abgesagte Begegnung mit den Angels Nördlingen ausgetragen wird – und wo.

In der Georg-Gaßmann-Halle, der Kleineren der beiden Sporthallen im Sportpark, in der normalerweise auch alle Bundesliga-Spiele des BC ausgetragen werden, haben die Blue Dolphins am Donnerstagabend zum letzten Mal trainiert. Seit Freitag wird dort, ebenso wie in der benachbarten größeren Halle der Kaufmännischen Schulen, ein Notquartier für aus der Ukraine geflüchtete Menschen eingerichtet, entsprechend stehen beide Stätten bis auf weiteres nicht mehr zur Verfügung (die OP berichtete). Alle im Verein hätten „vollstes Verständnis“ dafür, macht Cheftrainer Christoph Wysocki deutlich. „Wir sind froh, dass wir unseren Sport ausüben können. Aber es gibt wichtigere Dinge im Leben.“

Die Mannschaften des BC, wie die anderer Sportvereine, müssen nun auf andere Hallen ausweichen. Der Trainingsbetrieb unterhalb der Erst- und Zweitliga-Teams findet ohnehin zum Teil in den Hallen des Philippinums und an der Frankfurter Straße statt, dort könnten auch die Bundesliga-Mannschaften trainieren, die Universitätssporthalle an der Jahnstraße könnte ebenfalls genutzt werden, wie Vorstandsmitglied Stefan Gnau mitteilt. „Irgendwo zu trainieren, ist nicht das Problem“, sagt Wysocki. „Die Frage ist aber, wo wir spielen können.“

Wysocki hofft, dass Team am Montag wieder komplett ist

Die Verantwortlichen arbeiten an einer Antwort. Die Problematik ist, dass in Marburg nur die beiden Hallen im Sportpark technisch entsprechend der Vorgaben der Liga ausgestattet sind. Denkbar wäre, eine andere Marburger Halle kurzfristig „fit“ zu machen, notwendige Geräte dafür, etwa eine Anzeigetafel, die die wichtigsten Informationen darstellen kann, auszuleihen. Die Planungen konzentrieren sich laut Gnau aktuell auf die Philippinum-Halle. Aber auch ein Umzug, etwa nach Gießen, wird nicht ausgeschlossen. Die Nördlingen-Partie aus der Hauptrunde steht noch aus. Zudem haben die Blue Dolphins mindestens ein Heimspiel in den Playoffs. Darüber hinaus sind noch Begegnungen der Young Dolphins in der 2. Bundesliga offen.

Am Freitag haben die Erstliga-Spielerinnen individuell trainiert, fürs Wochenende hat ihnen Wysocki freigegeben. „Montag treffen wir uns dann wieder. Mal sehen, wo es sein wird“, sagt der Coach im Gespräch mit der OP. Optimistisch ist er, dann wieder den kompletten Erstliga-Stammkader begrüßen zu können. Nachdem zu Beginn der Woche lediglich fünf Spielerinnen trainiert hatten, sind mittlerweile bis auf zwei alle aus der Quarantäne entlassen. „Das heißt aber nicht bei allen, dass sie schon wieder spielfähig sind“, hebt der Coach hervor. Zwar habe es „zum Glück niemanden schlimmer erwischt, aber auch leichte Symptome sind nicht zu unterschätzen. Dann kann man nicht sofort wieder zu 100 Prozent belasten.“

Von Stefan Weisbrod