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Lorenz Hof ist Junioren-Hessenmeister
Lorenz Hof ist Junioren-Hessenmeister
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18:29 17.07.2021
Lorenz Hof ist Hessenmeister bei den Junioren. Privatfoto
Lorenz Hof ist Hessenmeister bei den Junioren. Quelle: Privatfoto
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Stadtallendorf

Der Sprung ins Wasser ist für Lorenz Hof keine Seltenheit. Sei es beim Training des TSV Eintracht Stadtallendorf, das fünfmal wöchentlich für den 18-Jährigen ansteht oder bei Wettkämpfen.

Wobei die Trainingspausen aufgrund der Corona-Pandemie den Schüler, der nach den Sommerferien die 13. Klasse der Stiftsschule Amöneburg besuchen wird, teilweise ziemlich genervt haben. „Als das mit Corona angefangen hat, hatten wir circa zwei Monate Pause“, erinnert sich Hof. Aufgrund der Jahreszeit – dem Frühling – sei dies aber für ihn kein Problem gewesen.

„Ich fand diese Zeit ganz ok. Ich bin dann oft Fahrrad gefahren oder bin Laufen gegangen. Schwieriger war für mich die Zeit im Winter“, sagt der Schüler. Für fast drei Monate konnte der Schwimmer nicht mehr ins Training gehen. Und noch weitere Widrigkeiten kamen auf ihn zu: „Ich musste wegen der Schule auch in Quarantäne. Und ansonsten war ich im Homeschooling. Das war eine schwierige Zeit ständig zu Hause zu sein“, berichtet er. Nach knapp dreimonatiger Pause konnte der 18-Jährige als Kaderathlet im Februar wieder ins Training einsteigen. „Zum Glück hat das Hallenbad in Kirchhain für uns geöffnet. Dann konnten wir dreimal die Woche da trainieren. Ich war einfach froh, dass ich wieder was zutun hatte und wieder ins Wasser konnte“, sagt Hof.

Schwierige Bedingungen bei den „Hessischen“

Heute ist er nicht mehr aus dem Wasser zu bekommen, doch wie waren seine Anfänge? „Ich hatte gar keine Lust auf das Schwimmen. Aber mein kleiner Bruder hat einen Schwimmkurs gemacht und dann habe ich auch mitgemacht“, sagt Hof. Erst mit dem Wechsel in eine andere Schwimm-Gruppe habe er Freunde gefunden, wodurch auch das Schwimmen mehr Spaß gemacht hat. „Ich war damals zehn oder elf Jahre alt – also eigentlich echt spät für die meisten Schwimmer“, fügt der Stadtallendorfer an, der seitdem für den TSV Eintracht Stadtallendorf bei Wettkämpfen an den Start geht.

Für eben diesen Verein ist Hof auch am vergangenen Wochenende wieder ins Becken gegangen – bei den hessischen Meisterschaften. Der Wettkampf, der über zwei Tage verteilt war, zeigte aufgrund des Wetters unterschiedliche Bedingungen für die Athleten im Freibad in Gelnhausen.

Am ersten Tag schien die Sonne, während es am zweiten Tag regnete. „Das Wasser hatte zwar 24 Grad, aber sobald man aus dem Becken gekommen ist, hat man einfach nur gefroren. Mein Ziel war es einfach, mich nicht zu erkälten – das habe ich zum Glück auch geschafft“, sagt Hof.

Aber nicht nur über seine Gesundheit konnte er sich am vergangenen Wochenende freuen: Über 50 Meter Freistil und 100 Meter Freistil holte er sich den Hessenmeister-Titel bei den Junioren. „Eigentlich ist es so, dass man sich für die hessischen Meisterschaften qualifizieren muss, das war aber in diesem Jahr nicht so. Deshalb hat sich ein weiteres Problem ergeben, weil jede Schwimmerin und jeder Schwimmer an den Start gehen konnte“, sagt Hof.

Vereinsberichte

An den hessischen Meisterschaften haben aus heimischer Sicht der Marburger SV, TSV Eintracht Stadtallendorf und der VfL Marburg teilgenommen. Hier geht es zu den Berichten der Vereine.

Zudem verwunderte ihn, wer, an welchem Tag an den Start gehen musste. „Die schnellen Schwimmerinnen und Schwimmer waren am Samstag dran. Aber wir als Verein sind Sonntag gestartet“, merkt er an.

Auf die Frage, ob er glaubt, dass er am Samstag noch bessere Leistungen erbracht hätte, antwortet Hof: „Ich denke schon, dass dann noch mehr möglich gewesen wäre. Dann hätte ich mich auch länger einschwimmen können. So habe ich nur das Nötigste gemacht und habe mich schnell wieder ins Auto gesetzt, damit ich nicht friere.“ Dennoch sei er mit der Leistung bei seinem dritten Wettkampf, seitdem die Corona-Pandemie ausgebrochen ist, zufrieden.

Vierwöchige Pause für die Schwimmer

Am vergangenen Donnerstag stand dann noch der Saisonabschluss für die Stadtallendorfer Schwimmer, ein Wettkampf in Hofheim, an. Ehe die Athleten nun vier Wochen pausieren, bevor es wieder zurück ins Becken geht.

Von Leonie Rink