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Lokalsport Silber fühlt sich für E-Schule wie Gold an
Sport Lokalsport Lokalsport Silber fühlt sich für E-Schule wie Gold an
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00:19 17.05.2019
Holten sich in Berlin Silber beim Bundesentscheid „Jugend trainiert für Olympia“: die Elisabethschule-Basketballerinnen Lenka Hennig (stehend, von links), Nova Heckmann, Paula Hegele, Alexa Quennet, Hanna Fach, Jette Koplin und Zora Völkel sowie Trainer David Irnich (hockend, von links), Jana Bonacker, Flora Lukow, Annika Kraus sowie Betreuerin Johanna Jacobi. Quelle: Fabian Dirks
Berlin

Eigentlich war schon die Teilnahme am Endrundenturnier in Berlin eine Sensa­tion. Doch die Basketballerinnen der Elisabethschule setzten dem noch einen drauf und erreichten dort sogar das Finale.

unterlagen die Marburgerinnen zwar in einem umkämpften Spiel mit 34:42 gegen den Favoriten aus Osnabrück, der guten Stimmung tat das aber keinen Abbruch.

„Es war ein tolles Endspiel, das erst in der letzten Minute entschieden wurde. Es war irre, was die Mädels gespielt haben. Zu Beginn haben sie einen Dreier nach dem anderen versenkt“, sagte der begeisterte Lehrertrainer David Irnich.

Große Leistungsdichte als Erfolgsgarant

„Die Spiele waren alle gut und wir hatten einfach richtig Bock zu spielen. Alleine in Berlin dabei zu sein war ein Highlight“, sagten Flora Lukow, Jana Bonacker, Nora Heckmann, Annika Kraus, Paula Hegele, Alexa Quennet, Hanna Fach, Jette Koplin, Zora Völkel und Lenka Hennig einstimmig. „Wir waren am Anfang einfach motivierter als Osnabrück. Wir sind schon mit Musik und richtig guter Laune in die Halle gekommen, das hat uns total geholfen“, meinten Nora Heckmann und Paula Hegele zum ­Finale.

Als größte Stärke der E-Schule erwies sich erneut die große Leistungsdichte: „Wir konnten ohne Leistungsabfall wechseln, während die anderen da immer Qualität verloren haben“, erklärte Betreuer Fabian Dirks.

Hessische Teams halten zusammen

Etwas nervös waren die Spielerinnen dann bei der Pokalverleihung in der Max-Schmeling-Halle vor knapp 4.000 Zuschauern. „Jeder musste nach vorne gehen und was kleines machen – und dann kamen vor uns die Turner und haben Saltos gemacht. Da waren wir natürlich noch nervöser, haben uns aber schnell was überlegt.

Es war einfach ein toller Moment, dann den Pokal entgegenzunehmen“, sagte Paula Hegele. „Der Block mit den anderen hessischen Teams hat dabei auch eine Riesenstimmung gemacht und uns angefeuert“, ergänzte Irnich und erzählte weiter: „Ich war schon oft mit Mannschaften unterwegs, aber das war einzigartig.“

Rückhalt aus der Schulgemeinde

Johanna Jacobi und Fabian Dirks, die das Team ebenfalls begleiteten, lobten besonders den Zusammenhalt. „Das wirklich Besondere bei uns war, dass auch der Rückhalt aus der Schule groß war und das Team Energie daraus ziehen konnte“, sagte Dirks. „Dass der Schulleiter vorbeikommt und das Finale filmt, damit die Schüler zu Hause mitgucken können, ist schon was besonderes“, ergänzte Jacobi. „Unser Team besteht nicht nur aus den Spielerinnen, sondern ist ein ganzes Team Schule“, meinte Schulleiter Tobias Meinel selbst.

Im Halbfinale hatte die E-Schule das Team aus Ludwigsburg mit 45:34 besiegt. „Das war unser bestes Spiel. Wir hatten nichts zu verlieren und sind gerannt wie es ging“, sagte Annika Kraus. In der Vorrunde war die Elisabethschule in allen drei Partien gegen Chemnitz (40:29), Rostock (56:11) und Bremen (62:23) siegreich. In der Zwischenrunde fertigte die E-Schule das Team aus Hamburg mit 49:13 ab und unterlag nur dem späteren Finalgegner Osnabrück mit 20:33.

von Philipp Pawlik