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Lokalsport SVB empfängt das „stärkste Team der Liga“
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12:58 03.10.2020
Paul Jura (links) und der SV Bauerbach empfangen TuBa Pohlheim. Quelle: foto: Thorsten Richter
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Bauerbach

Denn neben dem kräftezehrenden Ligaalltag in der ersten Spielzeit nach der Corona-Unterbrechung trat der SV auch in der diesjährigen Auflage des Hessenpokals an. Am Mittwoch verlor das Team jedoch gegen Willingen in der ersten Runde mit 1:4. „Wenn man das so sagen darf, ist es selbstverständlich ein Vorteil, in zwei Wochen mal keine Englische Woche und weniger Belastung zu haben“, äußert SV-Coach Hendrik Lapp und ergänzt mit Blick auf die bislang starke Bilanz: „Wir dürfen auch mal ein Spiel verlieren.“

Dennoch wird diese Niederlage nicht mal einfach so unter den Teppich gekehrt. „Wir haben schon kurz nach dem Spiel gesagt, dass wir viel haben vermissen lassen, was uns in den Wochen zuvor ausgezeichnet hat“, betont der Übungsleiter. Insbesondere bei Kontern zeigte sich die Mannschaft anfällig und kassierte auf die Weise drei der vier Treffer.

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Das Spiel in Willingen ist also abgehakt, gewarnt ist die Mannschaft trotzdem. „Es gibt keinen Gegner in der Verbandsliga, den wir locker schlagen können. Die Bereitschaft muss stimmen, sonst wird es gegen jeden schwer“, ist sich Lapp bewusst – zumal im FC TuBa Pohlheim nun ein Kaliber der ähnlichen Sorte auf den SVB wartet. Zwar steht Bauerbach vor der Partie ungeschlagen und aufgrund der besseren Tordifferenz gegenüber Konkurrent VfB Marburg an der Tabellenspitze, doch der 29-jährige Coach hält große Stücke auf das Team aus dem Gießener Kreis, das sich auch immerhin auf Rang drei befindet. „TuBa Pohlheim ist für mich die stärkste Mannschaft der Liga. Das wird ein sehr, sehr schweres Spiel für uns.“

Auch die Gäste verloren noch keine Partie in dieser Spielzeit und überzeugten – ähnlich wie Bauerbach – mit einer starken Offensive und einer stabilen Hintermannschaft. „Pohlheim ist eine Mannschaft mit vielen erfahrenen Spielern“, merkt Lapp an und warnt vor allem vor dem Offensivduo Ahmet Marankoz und Antonyos Celik.

Trotz aller Vorschusslorbeeren für den Kontrahenten muss sich der SV Bauerbach aber auch nicht verstecken. Demnach bleibe auch die Herangehensweise am Sonntag die gleiche wie in den Spielen zuvor. Am System werde sich nichts ändern und auch die Tugenden Kampf- und Teamgeist, die Bauerbach bisher auszeichneten, sollen genauso wie die offensive Wucht wieder greifen. Passend dazu ist auch eine Rückkehr des Angriffsduos Maximilian Wiessner und ’Gui’ da Silva wieder im Bereich des Möglichen. „Ich habe große Hoffnung, dass die beiden wieder zur Verfügung stehen. Bei Milos Milosevic aber eher weniger“, sagt der Trainer. Somit könnten nach dem Platzverweis gegen Salfo Bandaogo in Cleeberg wieder gelernte Stürmer auf dem Platz stehen.

Obwohl der Spitzenreiter auf den Tabellendritten trifft, möchte Lapp noch nicht viel von einem Topspiel wissen. „Von der Tabelle her kann man zwar von einem Spitzenspiel reden, für mich ist das aber eher der Stand-jetzt. Ich sehe uns als Außenseiter, denn Pohlheim ist für mich einer der Meisterschaftsfavoriten.“

Von Yann Ruppersberg