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16:09 31.07.2022
Emsdorfs Martin Engelhardt (rechts) im Zweikampf mit Tamer Seza Adibelli von der FSG Homberg/Ober-Ofleiden.
Emsdorfs Martin Engelhardt (rechts) im Zweikampf mit Tamer Seza Adibelli von der FSG Homberg/Ober-Ofleiden. Quelle: Thorsten Richter
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Bauerbach

Nach zwei Jahren in der Gruppenliga musste der SV Emsdorf nach der abgelaufenen Spielzeit den bitteren Gang in die Kreisoberliga Nord antreten. Überraschend war der Abstieg aber letztlich nicht, betrug der Abstand zum rettenden Ufer doch immerhin 18 Punkte. Auch Trainer Achim Gleim weiß die Situation einzuordnen: „Wir waren insgesamt vom Kader her noch ein Stück weit weg von der Gruppenliga. Trotzdem haben wir uns gut verkauft und nur wenige Spiele eindeutig verloren.“

Nun steht also der Neuanfang in der Kreisoberliga an. In der Regel gelten abgestiegene Mannschaften instinktiv auch als direkte Aufstiegskandidaten. Im Fall des SV Emsdorf sieht das aber anders aus. Der Verein aus dem Kirchhainer Stadtteil bleibt bodenständig und vermeidet große Ansagen an die Konkurrenz. „Es ist kein Wunschkonzert und wäre vermessen zu sagen, dass wir ganz oben mitspielen, nur weil wir von oben runter kommen. Da sind wir realistisch“, meint Gleim, der im gleichen Atemzug die Qualität der anderen Teams in der Liga anspricht: „In der Kreisoberliga gibt es in der Spitze schon fünf bis sechs Mannschaften, die gleichwertig sind. Da entscheiden dann am Ende Kleinigkeiten“, schätzt der Trainer.

FSV Schröck spielt am Sonntag erneut

Verbandsligist SF BG Marburg gewann am Freitag beim Sparkassen-Versicherung-Cup im Halbfinale mit 5:2 gegen den FSV Schröck. Sascha Huhn (9.), Matthias Weißkopf (10.) und Valentin Nasarov (12.) brachten Blau-Gelb in Führung. Der FSV brachte durch die Treffer von Mathias Oebbeke (24.) und Bahtiyar Yildiran (43.) wieder Spannung in die Partie, doch die Marburger stellten den alten Abstand durch Nasarov (47.) und Maximilian Mewes (52.) wieder her. Im Elfmeterschießen um Platz drei setzte sich die FSG Homberg/Ober-Ofleiden mit 5:4 gegen Schröck durch.

Am Sonntag trifft der VfB Marburg um 13.30 Uhr auf den FSV Schröck, der kurzfristig für den VfL Biedenkopf eingesprungen ist. Daraufhin stehen sich der SV Emsdorf und der SV Bauerbach im zweiten Halbfinale gegenüber (14.45 Uhr). Das Spiel um Platz drei beginnt um 16.15 Uhr, das Endspiel folgt um 17.45 Uhr.

Dennoch weiß man in Emsdorf auch um die Stärke der eigenen Mannschaft; insbesondere vom Pressing nach Ballverlusten sei Gleim überzeugt. Zudem hat sich der Kader nur geringfügig verändert. Während in diesem Sommer einzig Cevahir Kilercioglu (TSV Amöneburg) den Verein verlassen hat, hat der SV in Jannik Burk (TSV Caldern) und Sinan Görgülü (SG Niederklein/Schweinsberg) weiter an Qualität gewonnen. Auch die Vorbereitung – inklusive dreitägigem Trainingslager in Neukirchen – lief laut Gleim bislang gut: „Wir haben vor allem am Spiel gegen den Ball gearbeitet, weil wir in der Gruppenliga schon zu viele Gegentore bekommen haben“, erklärt der Trainer.

Der SV sieht sich also gewappnet für die kommende Spielzeit und konnte auch beim Sparkassen-Versicherung-Cup in Bauerbach überzeugen. Im Halbfinale gewannen die Grün-Weißen durch Tore von Görgülü (30.) und Jonas Kläs (43.) mit 2:1 gegen die FSG Homberg/Ober-Ofleiden, bevor im Endspiel die Partie gegen die zwei Klassen höher spielenden SF BG Marburg anstand. Letztlich brachten sich die Sportfreunde durch die Treffer von Sascha Huhn (4., 34.) und Matthias Weißkopf (46.) schon früh auf die Siegerstraße, sodass das Tor von Emsdorfs Lukas Krein (48.) zum 1:3 zu spät kam. Dadurch aber, dass die SF BG Marburg auf ihren Startplatz am Sonntag verzichten, wird der SV Emsdorf erneut zu sehen sein, bevor am Dienstag das Kreispokalspiel gegen den SV Langenstein ansteht.

Von Yann Ruppersberg