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Lokalsport Emsdorfs Ziel ist der Klassenerhalt
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15:00 04.08.2021
Roßdorfs Yanik Schick (links) im Zweikampf gegen Emsdorfs Neuzugang Cevahir Kilercioglu beim Rhiel-Cup.
Roßdorfs Yanik Schick (links) im Zweikampf gegen Emsdorfs Neuzugang Cevahir Kilercioglu beim Rhiel-Cup. Quelle: Marcello Di Cicco
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Emsdorf

Nach dem Gruppenliga-Aufstieg in der Saison 2019/20 möchte der SV Emsdorf, anders als in der vergangenen Runde, gut in die neue Spielzeit starten. Aus diesem Grund verstärkte sich der Verein im Sommer mit fünf Neuzugängen, die mit dazu beitragen sollen, das Saisonziel Klassenerhalt zu erreichen. Zwei Spieler haben den Klub verlassen.

Der Rückblick: Nach einem holprigen Start in die Saison legte das Team eine Serie ohne Niederlagen hin. Gleich zum Auftakt in die Spielzeit erkämpfte sich das Team ein 4:4 gegen Lahntal. Danach folgten drei 0:5-Niederlagen gegen Heuchelheim, Biedenkopf und Bicken. Die Partie gegen Bicken war zudem das Debüt von SV-Coach Klaus Umbeck, der die Mannschaft von Tobias Sälzer übernahm, der den Verein aus privaten Gründen verlassen hat.

„Wir hatten einige Startschwierigkeiten, weil wir merkten, dass das Tempo in der Liga ein anderes ist. Daran mussten wir uns erstmal gewöhnen“, erinnert sich Hendrik Kläs, der Sportliche Leiter des SV Emsdorf. Danach folgte eine Serie aus drei Siegen und zwei Remis. Damit setzte sich der SV Emsdorf nach neun Spielen auf dem zwölften Rang in der Gruppenliga Gießen/Marburg fest. „Mit dieser Serie haben wir uns aus dem Tabellenkeller gespielt“, sagt Kläs.

Die Corona-Pause: „Die Spieler haben immer allein oder zu zweit trainiert. Als Team sind wir in dieser Zeit nur vor dem Computer zusammengekommen. Da stand aber eher das Treffen und nicht der Sport im Vordergrund“, stellt der Sportliche Leiter fest, der die fußballfreie Zeit als „kräftezehrend“ beschreibt. Als das Mannschaftstraining wieder möglich war, sei das Team direkt ins Training eingestiegen. „Wir haben aber nicht sofort mit der Rundenvorbereitung begonnen. Anfangs haben wir zwei bis drei Wochen erstmal Stabilitäts- und Koordinationstraining absolviert – denn die Jungs haben eine ziemlich lange Zeit kein Fußball mehr gespielt“, fügt Kläs an.

Die Veränderungen: Bereits im Winter hat Emre Sekmen den Verein in Richtung VfL Neustadt verlassen. Dazu wechselte Leon Droß zum SV Großseelheim. „Die Abgänge sind schade, weil die Spieler charakterlich gut zum Verein gepasst haben. Aber beide Wechsel waren verständlich – sie wollten für ihre Heimatklubs spielen“, sagt Kläs. Dafür sind Enric Fritsch (JFV Stadtallendorf/Ostkreis), Jannik Schubert (TSV Wohratal), Andreas Wilschke (SV Großseelheim), Cevahir Kilercioglu (TSV Erksdorf) und Tom Müller (VfB Marburg, Jugend) neu im Team. „Wir haben unseren Mannschaftskern behalten. Aber wir wollten den Kader sowohl in der Breite als auch qualitativ verstärken. Die Jungs, die wir geholt haben, passen sehr gut ins Team“, meint Kläs.

Die Taktik: „Unser bevorzugtes Spielsystem ist und bleibt das 4-4-1-1. Aber wir werden, je nachdem, wer unser Gegner ist, das System auch umstellen“, sagt der Sportliche Leiter. Zudem komme die Mannschaft über eine gut stehende Defensive und werde dann offensive Akzente setzen.

Das Ziel: Das Ziel hat sich im Vergleich zur vorherigen Runde nicht geändert. Der Klassenerhalt bleibt das große Ziel. „Wir wollen zu Beginn der kommenden Saison nicht wieder in den Tabellenkeller hineinrutschen. Ich rechne fest damit, dass es für uns eine schwierigere Runde werden wird als die vergangene Spielzeit“, stellt Kläs fest. Der Grund sei für den Sportlichen Leiter, dass die Gegner die Ostkreisler nun nicht mehr unterschätzen werden.

Und sonst? Zur Freude der gegnerischen Teams wird der SV Emsdorf voraussichtlich ab Herbst diesen Jahres auf dem neuen Rasenplatz seine Heimspiele austragen. „Wir haben in Eigenleistungen den Rasenplatz gebaut. Das Team hat uns dabei geholfen. Es war auch mal ganz schön, weil wir uns dort alle wiedergesehen haben“, sagt Kläs.

Von Leonie Rink