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Lokalsport Niederklein/Schweinsberg vor richtungsweisenden Spielen
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17:00 28.04.2022
Will mit der SG Niederklein/Schweinsberg in der Marburger Kreisliga A bleiben: Marlon Huber (links; hier im Spiel gegen die SG Rosphe um Malte Vaupel).
Will mit der SG Niederklein/Schweinsberg in der Marburger Kreisliga A bleiben: Marlon Huber (links; hier im Spiel gegen die SG Rosphe um Malte Vaupel). Quelle: Archivfoto: Tobias Hirsch
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Schweinsberg

„Richtungsweisend“ – das ist so ein Begriff, der im Fußball, überhaupt im Sport gern gebraucht wird. Sieht man die jüngste Begegnung der SG Niederklein/Schweinsberg mit dem SV Schönstadt als richtungsweisend an, geht’s für das Team aus den Stadtallendorfer Stadtteilen nicht mehr aufwärts: Mit 0:3 verlor die Mannschaft von Recep Karateke auswärts, verpasste es dadurch, am Gegner vorbeizuziehen, steht weiterhin auf einem Abstiegsplatz. Der Trainer blickt aber lieber nach vorn, auf die Partie am Samstag (15 Uhr) in Schweinsberg gegen den TSV Caldern, auch schon auf das Spiel am kommenden Mittwoch (19 Uhr) beim SV Bauerbach II. Wieder fällt das Wort „richtungsweisend“.

Stark gegen Salzböde-Lahn, schwach gegen Konkurrenten

17 Punkte aus 15 Partien hat die Spielgemeinschaft aktuell vorzuweisen, belegt damit den drittletzten Platz in der Abstiegsrunde der Kreisliga A Marburg – der würde am Ende nicht zum Klassenerhalt reichen. „Wir haben aber noch alles in eigener Hand“, weiß Karateke, hat damit recht: Bauerbach II ist punktgleich, hat ein Spiel weniger ausgetragen und liegt im direkten Vergleich nach einem 3:1-Sieg in der Qualifikation vorn – für Niederklein/Schweinsberg gibt es kommende Woche die Chance zur Revanche. Vorher sollen gegen Caldern, fünf Zähler voraus und damit auch längst noch nicht gerettet, drei Punkte eingefahren werden. „Darum geht es“, lässt Karateke an der Zielsetzung für die bevorstehenden Aufgaben keine Zweifel.

Dass die Qualität vorhanden ist, dass die Mannschaft in die A-Liga gehört, steht für den Coach außer Frage. Die Leistung vom 2:1-Sieg an Ostermontag bei der längst gesicherten SG Salzböde-Lahn sieht er als Bestätigung dafür – „aber wir müssen sie auch bringen, sonst reicht es nicht, das haben wir in Schönstadt gesehen“. Dort, ebenso wie vor Ostern bei einer 2:3-Niederlage gegen die SG Rosphe, einen direkten Konkurrenten, habe „die letzte Entschlossenheit“ gefehlt, moniert er.

Die will er nun in Bauerbach und zuvor gegen Caldern sehen. Gegen den TSV erwartet er ein Spiel gegen einen „Gegner mit starken Einzelspielern, der gegen uns wahrscheinlich besonders motiviert sein wird“. Warum besonders motiviert? Im März gewann die SG im Kreispokal bei den Lahntalern mit 2:1 nach Verlängerung. „Dafür werden sie sich sicher revanchieren wollen“, meint Karateke, der hofft, dass seine zu einem großen Teil jungen Spieler dem Druck standhalten. Den verspürt er, den verspürt das Team: „Das ist in unserer Situation so, damit müssen wir umgehen.“

In Niklas Kahl und Jannis Preis fehlen Karateke zwei Leistungsträger verletzungs- beziehungsweise krankheitsbedingt, ansonsten hat der Coach die Spieler aus seinem Stammkader aber beisammen. Er redet nicht drumherum, was er von ihnen erwartet: „Alle müssen kämpfen und laufen, das ist das A und O. Das Spielerische ist in unserer Lage nachrangig.“

Von Stefan Weisbrod