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Lokalsport SF BG Marburg gewinnen gegen Cleeberg
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20:27 10.10.2021
Gab es so und ähnlich am Sonntag (10. Oktober) satte sechs Mal: Spieler der Sportfreunde Blau-Gelb bejubeln ein Tor gegen Cleeberg.
Gab es so und ähnlich am Sonntag (10. Oktober) satte sechs Mal: Spieler der Sportfreunde Blau-Gelb bejubeln ein Tor gegen Cleeberg. Quelle: Nadine Weigel
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Marburg

„Es kommt ja selten vor, dass man schon zur Halbzeitpause sagen kann ‚Das Ding ist durch‘. Doch heute gegen Cleeberg war das so. Die erste Halbzeit war die bisher stärkste der Saison. Dazu gab es viele schöne Tore, es hat einfach Spaß gemacht“, freute sich Maurice „Momo“ Jauernick vom Trainertandem der SF BG Marburg mit Sascha Nahrgang am Sonntag (10. Oktober).

Genau genommen konnten die Blau-Gelben bereits eine halbe Stunde nach dem Anpfiff der Begegnung am Zwetschenweg gegen den FC Cleeberg die drei Punkte gedanklich auf der Habenseite verbuchen.

Großen Anteil an der frühzeitigen Entscheidung hatte die „Flügelzange“ im Mittelfeld der Blau-Gelben mit Sascha Huhn und Clemens Haberzettl. Von Beginn an setzten die beiden die Fünfer-Abwehrkette mächtig unter Druck, nach einer Viertelstunde sprang dabei erstmals Zählbares heraus. Nach einem tollen Dribbling flankte Haberzettl auf Sascha Huhn, der zunächst den Pfosten traf und dann den Abpraller per Flugkopfball im Netz unterbrachte. Nach einer Ecke von Haberzettl drei Minuten später lenkte Dominik Karge den Ball mit dem Hinterkopf zum 2:0 über die Linie. In der 27. Minute setzte Milano Michel rechts Haberzettl in Szene, dessen Vorlage nahm Huhn volley aus fünf Metern – 3:0. Und nachdem Lukas Heuser im Strafraum vom FCC-Keeper Kevin Misgaiski von den Beinen geholt worden war, verwandelte Karge den Elfmeter souverän zum 4:0 (31.).

Doch nicht nur die Flügelspieler traten selbstbewusst auf, auch ihre Mitspieler sprühten vor Spielfreude und Einsatz. Demgegenüber wirkten die gut in die Saison gestarteten Gäste passiv und verunsichert. „Nach den frühen Gegentoren hat meine junge Mannschaft die Nerven verloren. Blau-Gelb trat hingegen sehr homogen auf, war laufstark, aggressiv in den Zweikämpfen und taktisch diszipliniert“, sagte Cleebergs Coach Daniel Schäfer und führte die schwache Leistung seiner Mannschaft auf den Ausfall einiger Leistungsträger und die daraus resultierende schwache Trainingsbeteiligung zurück.

Torchance für Gäste erst in zweiter Halbzeit

Die erste gute Torchance hatten die Gäste erst in der Nachspielzeit des ersten Abschnitts, als Robin Dörr mit einem Kopfball die Latte traf und Sebastian Greb den Abpraller neben das Tor setzte.

Nach dem Wiederanpfiff setzte sich die Cleeberger Misere fort. Beim Pass von Heuser auf Huhn war Cleebergs Kevin Weidner eher am Ball, sein Klärungsversuch landete aber im eigenen Netz (50.). „Das war dann schon Slapstick“, kommentierte sein Trainer Schäfer. Vollends den Deckel drauf setzte Michel, der die flache Hereingabe von Nils Klug per Hacke aus zwei Metern zum 6:0 ins Netz bugsierte (55.).

Nun lehnten sich die SF-BG-Trainer an der Seitenlinie endgültig zurück. Auch im Folgenden kontrollierte ihre Mannschaft das Geschehen. Es fiel indes in der 78. Minute noch der Ehrentreffer für die Gäste, als Janik Groß aus mehr als 30 Metern abzog.

Am kommenden Sonntag spielen die SF BG beim derzeitigen Achten RSV Weyer. „Der Gegner ist mit seinem Auf und Ab eine Art Wundertüte. Doch nach unseren zwei Siegen zuletzt sollten wir genug Selbstvertrauen haben, um von dort etwas mitzunehmen“, blickte Jauernick voraus.

Von Michael Seehusen