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Lokalsport Bruno Spät holt Gold bei Junioren-EM
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00:20 26.05.2019
Der hessische Vierer siegte in Essen mit: Cedric Wiemer (vorne, von links), dem Marburger Bruno Spät, Hanno Bach und Mark 
Hinrichs. Dahinter landeten die Teams aus Griechenland (hinten links) und Italien (hinten rechts). Quelle: Privatfoto
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Essen

Vor zweieinhalb Wochen hatte der Vierer um Bruno Spät das Ticket zu den Junioren-Europameisterschaften gebucht. Bei der internationalen Junioren-Regatta in München siegte das hessische Team damals gegen ­eine starke nationale und ­internationale Konkurrenz.

Nun gab es für den Vierer vor heimischen Publikum auf dem Baldeneysee in Essen die Goldmedaille. Bei guten Wasserbedingungen setzte das Boot um Bruno Spät ein klares Ausrufezeichen.

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Zum Kräftemessen mit der europäischen Ruderelite hatte Bundestrainerin Sabine Tschäge ihre erste Garde geschickt, der Bruno Spät seit 2018 angehört. Bereits im Vorlauf siegte der Deutsche Vierer, bestehend aus dem Hessen-Quartett Marburg, Frankfurt, Limburg und Gießen.

Problemlos setzte sich Spät mit seinen Teamkollegen vom gegnerischen Feld ab und bereits nach 500 Metern hatte sich der Hessenvierer eine klare Führung erarbeitet, die ihm auch niemand mehr streitig machen konnte.

Mehr als eine Bootslänge Vorsprung

Im Finale war die Spannung groß, da alle mit einer starken Leistung der Griechen rechneten. Doch dieser Herausforderung stellten sich Spät und seine Ruderkameraden unerschrocken und ließen die Gegner vom Start an stehen, sodass am Ende ein Vorsprung von über einer Bootslänge den Sieg und den Europameistertitel sicherte.

Dabei untermauerten die jungen Männer ihren Anspruch, den sie an sich und an diese Saison gestellt haben. Denn die Europameisterschaft soll nur eine Durchlaufstation sein. Das große Ziel bleibt weiterhin die Teilnahme an der U-19-Weltmeisterschaft in Tokyo.

Die Qualifikation für die WM steht zum jetzigen Zeitpunkt noch aus. Eine erste Chance bietet sich aber in knapp zwei Wochen in Hamburg. Dann werden über die Junioren-Rangliste die ersten WM-Tickets 
vergeben.

Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Brandenburg, die Ende Juni stattfinden, besteht dann die Möglichkeit, sich als Vierer direkt für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Nur ein Sieg auf der Meisterschaft steht damit noch zwischen dem Traum des jungen Vierers.

Weitere Medaille 
im Doppelvierer

Doch die nationale Konkurrenz lauert bereits in Angriffsstellung, sodass die hessischen Ruderer nun weiterhin ­fokussiert bleiben müssen. Währenddessen bereitete sich Sophie Bergmann auf der Kölner Juniorenregatta ebenfalls auf die Deutsche Meisterschaft vor. Hier zeigte sie, dass sie im Leichtgewichtseiner der Frauen-U-19 zur absoluten Spitze gehört. Souverän siegte das junge Talent von der Lahn.

Im Frauen-Doppelvierer kam für Sophie Bergmann noch ein zweiter Platz hinzu. Die Kombination aus Marburg, Frankfurt, Limburg und Kiel hatte dabei nur eine Sekunde Rückstand auf das führende 
Boot.

Die Junioren-Trainer Maximilian Stelz und Joshua Benkow blicken damit insgesamt zuversichtlich auf die Saison: „Hier ist noch Luft nach oben. Das Potenzial für einen Sieg auf der Deutschen Meisterschaft ist da. Die Generalprobe steht auch für Sophie in Hamburg an, da wird man dann eine letzte Standortbestimmung vornehmen 
können“, meint das Gespann vom Marburger Ruderverein.     

von unseren Redakteuren