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Lokalsport RSV Heskem gelingt Überraschung gegen Tabellenführer
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17:00 13.04.2022
Der RSV Heskem (hier in den weißen Trikots) sorgte am Wochenende mit einem Sieg gegen den Tabellenführer SG Kinzenbach für eine Überraschung.
Der RSV Heskem (hier in den weißen Trikots) sorgte am Wochenende mit einem Sieg gegen den Tabellenführer SG Kinzenbach für eine Überraschung. Quelle: Tobias Hirsch
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Heskem

Spannung bis zur letzten Minute wurde am Samstagabend (9. April) den rund 25 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Sporthalle der Gesamtschule-Ebsdorfergrund geboten – letztlich mit dem besseren Ende für die heimischen Basketballer des RSV Heskem, die in der Bezirksliga Gießen einen Überraschungssieg gegen Tabellenführer SG Kinzenbach feierten. 64:60 hieß es nach 40 intensiven Minuten für den RSV.

Nachdem die Basketballer aus dem Ebsdorfergrund in der ersten Halbzeit teils mit über zehn Punkten in Front lagen, kamen die Kinzenbacher zunehmend besser ins Spiel und übernahmen ab Mitte des dritten Viertels die Führung. Die hart umkämpfte Partie gipfelte schließlich im letzten Viertel in einer Schlussphase, die an Dramatik kaum zu überbieten war. Zunächst glich Heskem knapp fünf Minuten vor Ende einen Sieben-Punkte-Rückstand in ein 58:58 und anschließend einen neuerlichen Rückstand in ein 60:60 aus, um anschließend bei zwei verbleibenden Spielminuten durch einen verwandelten Freiwurf und einen Korbleger mit drei Punkten in Führung zu gehen. Erst durch den verwandelten Freiwurf von Thorben Koplin zum 64:60 zwölf Sekunden vor Spielende war der Widerstand der Gäste endgültig gebrochen und der überraschende Heimsieg perfekt.

In der Basketball-Bezirksliga siegte der RSV Heskem gegen die SG Kinzenbach mit 64:60.

Wechselhafte Saison

RSV-Trainer Jonas Lenke war nach dem Spiel voll des Lobes für seine Mannschaft: „Ich bin mega stolz, wie die Mannschaft das gemacht hat. Es haben viele Spieler gefehlt, aber jeder hat sich reingehängt und in den Dienst der Mannschaft gestellt“, resümierte der sichtlich erleichterte Coach. Den Tabellenführer zu schlagen sei „einfach ein sehr, sehr geiles Gefühl“. Die geschlossene Mannschaftsleistung des Teams aus dem Südosten von Marburg spiegelt sich auch in den nackten Zahlen wider: Gleich vier Spieler des RSV scorten zweistellig, Manuel Grün war mit 15 Punkten bester Werfer.

Das Spiel gleicht der wechselhaften Saison der Heskemer, die zwar einige ihrer Partien deutlich gewannen, jedoch auch mehrere, teils hohe Niederlagen hintereinander verkraften mussten. Auf die Frage, warum seine Mannschaft eine solche Leistung wie gegen Kinzenbach nicht häufiger aufs Parkett bringen konnte, hatte Lenke eine einfache Antwort parat: „Wir spielen fast jedes Spiel mit einer anderen Mannschaft und können fast nie vollzählig trainieren. Es fehlen eigentlich immer Spieler, und das macht es der Mannschaft unglaublich schwer, im Spiel das abzurufen, was sie eigentlich kann.“

Klassenerhalt gesichert

Auch deshalb steht der RSV derzeit bei „nur“ fünf Siegen aus 14 Spielen – obwohl die Liga laut Lenke sehr ausgeglichen ist. „Eigentlich kann jeder jeden schlagen. Das macht auch den Reiz der Liga aus.“ Da die direkten Tabellennachbarn der Heskemer alle erst neun beziehungsweise zehn Spiele absolviert haben, werden die Heskemer die Saison höchstwahrscheinlich nicht auf dem derzeitigen fünften Tabellenplatz abschließen – der anvisierte Klassenerhalt ist jedoch fast in trockenen Tüchern. „Wir wussten, dass es für uns eine Übergangssaison ist, da uns viele Studenten verlassen haben. Unser Ziel war der Klassenerhalt, und das ist eigentlich geschafft, von daher können wir zufrieden sein“, sagte Lenke, der den Blick auch schon auf die neue Spielzeit richtet: „Wir werden nächste Saison viele aus der Jugend hochholen und versuchen, diese in der Mannschaft zu integrieren.“

In den letzten drei Saisonspielen treffen die Basketballer des RSV auf die derzeit schlechter platzierten Clubs aus Butzbach und Lich sowie das zurückgezogene Team des TSV Klein-Linden (ohne Wertung). „Wir wollen die Saison ordentlich zu Ende bringen und einen guten Abschluss finden“, gab Lenke als Ziel für die Spiele aus.

Von Luca Hartmann