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Lokalsport Personell drückt bei der Eintracht der Schuh
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07:58 27.02.2021
Muss vorerst pausieren: Stadtallendorfs Stürmer Del-Angelo Williams (rechts, gegen Stuttgarts Holger Badstuber).
Muss vorerst pausieren: Stadtallendorfs Stürmer Del-Angelo Williams (rechts, gegen Stuttgarts Holger Badstuber). Quelle: Thorsten Richter
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Stadtallendorf

Eine Woche mit Gegnern aus dem Saarland und der Pfalz steht Fußball-Regionalligist Eintracht Stadtallendorf ins Haus: erst am Samstag (27. Februar, 14 Uhr) auf eigenem Platz gegen den FC Homburg, dann am Dienstag (2. März, 19 Uhr) die Nachholpartie beim FK Pirmasens und schließlich am darauffolgenden Samstag (6. März, 14 Uhr) das Gastspiel bei der SV Elversberg. Vor dem Auftakt spitzt sich die personelle Situation beim Tabellenletzten zu.

Neben den langzeitverletzten Innenverteidigern Kevin Vidakovics, Matthias Pape und Perry Ofori fallen weiterhin Ben-Luca Fisher, Christopher Schadeberg (beide Handgelenk) und damit zwei weitere Verteidiger aus.

Auch in der Offensive drückt der Schuh

Auch im Offensivbereich muss TSV-Coach Dragan Sicaja umplanen: Angreifer Del-Angelo Williams wird aufgrund einer Verletzung am Sprunggelenk nicht spielen können, Mirco Geisler (Rot-Sperre) und Laurin Vogt (fünfte Gelbe Karte) müssen ebenfalls zuschauen. Sicaja nimmt dies gelassen in einer Saison, die von personellen Hiobsbotschaften nur so wimmelte.

„Es ist eine Chance für die anderen Jungs, sich anzubieten“, sagt der Kroate und denkt dabei an Youngsters wie Nick Bremer oder Yannis Grönke, aber auch an arrivierte Spieler wie „Ibo“ Aral, dem nach seiner langwierigen Verletzung noch „der letzte Tick an Biss“ (Sicaja) fehle.

Homburg will „einen Impuls setzen“

In Patrick Dulleck (Rotsperre) fehlt dem FC Homburg der zweitbeste Goalgetter. In Damijan Marceta, Marcel Carl, Thomas Gösweiner oder Philipp Hoffmann verfügt der ambitionierte Club jedoch über weitere Offensivhochkaräter. Vor anderthalb Wochen hatte der frühere Bundesligist Trainer Matthias Mink freigestellt.

„Ein Sieg in elf Spielen waren für unsere Ansprüche zu wenig. Deshalb wollten wir noch mal einen Impuls setzen“, begründet FC-Geschäftsführer Rafael Kowollik den Schritt gegenüber der OP. Zwölf Punkte Rückstand auf Spitzenreiter SC Freiburg II hat der FCH bereits. Ein Patzer beim Schlusslicht und der Tabellenneunte könnte seine Resthoffnung auf den Spitzenplatz wohl begraben.

Joti Stamatopoulos ist vorzeitig „neue“ Mann an der Seitenlinie

Der frühere Co-Trainer Joti Stamatopoulos hat nun Minks Posten inne. „Wir sind bewusst nicht auf der Suche nach Ersatz“, sagt Kowollik. Ende März will der Verein entscheiden, in welcher Trainerkonstellation es weitergehen soll.

Ein Eigengewächs folgt auf Eike Immel als Trainer der "Zweiten"

Marco Loi (32) als spielender Cheftrainer und Eugen Morar (44) als spielender Co-Trainer übernehmen ab der kommenden Saison die zweite Mannschaft des TSV Eintracht Stadtallendorf. In Michael Heuser bekommt der A-Kreisligist zudem einen Teammanager, wie der Verein mitteilte.

Bis dato hat der frühere Nationaltorwart Eike Immel den Posten als Cheftrainer inne, im Zuge der Neuausrichtung der U 23 wollen die Herrenwälder jedoch auf einen Spielertrainer bauen, der auf dem Platz Akzente setzt. „Eike gilt an dieser Stelle ein Riesenlob und Dank. Er hat die Mannschaft übernommen, als sie keiner haben wollte. Es war aber von vornherein klar, dass es nur eine Interimslösung sein würde“, erklärt Vorstand Dirk Novosad, der mit Tim-Philipp Schratz den Neuaufbau der zweiten Mannschaft organisiert.

Loi durchlief alle Jugendteams des TSV und spielte anschließend in der „Zweiten“, aktuell ist der Defensivspieler für den TSV Erksdorf aktiv. Morar, der auch bei den Eintracht-Oldies spielt, unterstützte die zweite Garde des TSV schon in dieser Runde.

Von Marcello Di Cicco