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Für Will gehört der HSV in die Bundesliga
Für Will gehört der HSV in die Bundesliga
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15:00 13.01.2022
Dresdens Paul Will (links, im Zweikampf mit Darmstadts Fabian Holland) ist skeptisch, was einen möglichen Aufstieg der „Lilien“ in die Bundesliga angeht.
Dresdens Paul Will (links, im Zweikampf mit Darmstadts Fabian Holland) ist skeptisch, was einen möglichen Aufstieg der „Lilien“ in die Bundesliga angeht. Quelle: Thomas Frey
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Marburg

In der Fußball-Bundesliga rollt seit Ende vergangener Woche schon wieder der Ball, ab Freitag (14. Januar) startet die 2. Liga in die Restrunde. Zum Auftakt in der zweithöchsten deutschen Spielklasse fordert der gebürtig aus Breidenbach stammende Mittelfeldspieler Paul Will am Freitag (18.30 Uhr / Sky) mit Dynamo Dresden Aufstiegsanwärter Hamburger SV. Im OP-Interview sprach der 22-Jährige über das Kräftemessen mit den Hanseaten, seine Erwartungen für die Restrunde und seine Rolle bei den Sachsen.

Herr Will, im Hamburger SV wartet zum Restrundenauftakt ein ambitionierter Gegner. Wie blicken Sie der Partie entgegen?

Wir haben in dieser Saison gegen die großen Namen immer ganz gute Leistungen gezeigt und auch teilweise gute Ergebnisse erzielt – etwa gegen Werder Bremen, Hannover 96 oder den FC Schalke 04. Von daher brauchen wir uns vor solchen Gegnern nicht zu verstecken, das werden wir diesmal auch nicht tun. Gerade nach einer Pause weiß man nie, wie beide Mannschaften drauf sind. Deswegen erwarte ich einen offenen Schlagabtausch. Seit ich in Dresden bin, lag uns der HSV – sowohl beim Sieg im DFB-Pokal als auch in der Liga.

Dynamo hat in der Tabelle acht Punkte Rückstand auf Aufstiegsrelegationsplatz drei und fünf Punkte Vorsprung auf Abstiegsrelegationsrang 16. Geht Ihr Blick eher nach oben oder eher nach unten?

Auf jeden Fall nach unten. Wir müssen unser Ziel erreichen, das hieß vor der Saison ganz klar Nicht-Abstieg. Zu Beginn sah es zwar so aus, als würde nach oben mehr gehen, aber dann hat uns ganz schnell die Realität eingeholt, was auch ganz gut so war. Wir sollten bescheiden bleiben und gucken, dass der Abstand nach unten größer wird. Oben gibt es genug Anwärter für den Aufstieg.

Wen haben Sie denn für den Aufstieg auf dem Zettel: den Hamburger, FC Schalke 04, vielleicht sogar Darmstadt 98?

Den Hamburger SV mittlerweile auch, obwohl die Hamburger in den vergangenen Jahren zum Saisonende hin immer Probleme hatten. Ich glaube aber, dass sie sich diesmal zum Ende hin stabilisieren. Und ich finde auch: Der HSV gehört in die erste Liga – genauso wie die Schalker, die für mich auch einer der Favoriten sind. Nun gibt’s aber in dieser Saison auch viele kleinere Namen wie den SV Darmstadt 98 oder den FC St. Pauli, die auch gut oben mitspielen. Ich denke, dass St. Pauli, Schalke und der HSV das Rennen unter sich ausmachen. Diese drei Mannschaften sind, was Kaderbreite und Qualität der Spieler angeht, die Top drei der Liga. Die Darmstädter haben eine super Hinrunde gespielt, einen guten Trainer (Torsten Lieberknecht, Anmerkung der Redaktion), eine sehr gute Mannschaft. Eine Saison ist aber lang, und ich glaube, dass die Ausdauer bei den anderen Vereinen größer ist, zumal am Ende die Nerven eine Rolle spielen. Da sehe ich beim HSV oder bei Schalke das bessere Nervenkostüm. Ich bin mir aber sicher: Es bleibt spannend bis zum Ende.

Bisher kommen Sie auf zwölf Zweitliga-Einsätze, viermal standen Sie in der Startelf. Sind Sie zufrieden mit Ihrer Rolle bei Dynamo Dresden?

Da ist auf jeden Fall noch Luft nach oben. Selbstverständlich will ich immer mehr spielen. Es ist meine erste Saison in der 2. Liga, deswegen weiß ich nicht, ob ich mit meiner Bilanz unzufrieden sein sollte. Schaut man auf unseren Verlauf als Mannschaft, wäre mehr Spielzeit für mich möglich gewesen. Diesbezüglich war die ein oder andere Führungsposition wahrscheinlich anderer Meinung beziehungsweise hat das anders gesehen. Aber die Hinrunde war völlig okay, um in der 2. Liga anzukommen. Klar will ich aber in der Rückrunde oder spätestens nächste Saison deutlich mehr spielen und auch eine größere Rolle in der Mannschaft spielen.

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Von Marcello Di Cicco