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Lokalsport Patrizia Römer nutzt Gunst der Stunde
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00:23 29.06.2019
Die Kirchhainerin Patrizia Römer gewann das Kugelstoßen mit 15,50 Metern. Quelle: Helmut Schaake
Koblenz

Laura Sewing hatte schon zuvor in Wetzlar ihre Bestzeit über 100 Meter Hürden von 14,75 Sekunden auf vielversprechende 14,30 Sekunden verbessert – die zweitbeste Zeit, die je im Kreis gelaufen wurde. In Koblenz gewann die Sprinterin des TSV Kirchhain schon im Vorlauf in beeindruckenden 14,35 Sekunden ganz souverän. Im Finale steigerte sich Sewing nochmals und holte in 14,32 Sekunden den süddeutschen Juniorentitel vor den dicht dahinter einlaufenden Johanna Siebler (LC Überlingen/14,37 Sek.) und Jana Thiessen (LG Rhein-Wied (14,38 Sek.).

Da die 18-Meter-Kugelstoßerin Alina Kenzel (VfL Waiblingen) nicht antrat, wurden die Karten neu gemischt. Plötzlich gehörte die Kirchhainerin Patrizia Römer (ESV Jahn Treysa) zu den Favoriten. Dieser Rolle wurde sie im dritten Versuch mit 15,19 Metern gerecht. Doch im fünften Versuch wurde es noch einmal eng, als sich Lea Riedel (VfL Sindelfingen) bis auf vier Zentimeter heranschob. Doch Patrizia Römer konterte mit dem letzten Stoß, knackte mit 15,50 Metern die DM-Norm für die Aktiven und holte das zweite Gold nach Kirchhain.

Nachdem es für Lennart Genz (Wiesbadener LV) bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften im Sprint nicht so gut gelaufen war, kam er bei den „Süddeutschen“ in Koblenz über 100 Meter schneller aus dem Startblock. Der Stadtallendorfer sprintete im Vorlauf 11,05 Sekunden und lief im B-Finale als Zweiter in 10,99 Sekunden unter der 11-Sekunden-Marke durch die Lichtschranke. Sieger war Severin Frickel (MTG Mannheim) in 10,95 Sekunden. Sprintkönig im A-Finale wurde ganz überlegen Roger Gurski (LG Rhein-Wied) in 10,57 Sekunden.

Vanessa Mikitenko dominiert bei den Läuferinnen

Einen Tag später hatte Genz beim Weitsprung mit dem Anlauf und dem sicheren Absprung vom Brett zu kämpfen. Im letzten Versuch verbesserte er sich mit 6,91 Metern noch auf den vierten Platz. Gold ging an den Darmstädter Felix Bornhofen (ASC Darmstadt) mit 7,07 Metern.

Für die U 16-Jugendlichen sind Süddeutsche Meisterschaften die erste Möglichkeit, sich überregional über den Landesverband in Szene zu setzen und Erfahrung zu sammeln. So war es auch für Paula Auschill, die erstmals in einem „Callraum“ warten musste, in dem sich alle nur gegenseitig nervös machen. So erwischte die Läuferin des VfL Marburg in der U 14 über 2.000 Meter nicht ihren besten Tag.

Nach vorsichtigem Beginn verkaufte sie sich mit ihrer Zeit von 7:20,48 Minuten und Platz 13 unter Wert. Ebenso erging es Theresa Ruppersberg (ASC Breidenbach) als 18. in 7:33,18 Minuten. Vanessa Mikitenko (SSC Hanau-Rodenbach), die Tochter der Deutschen Marathonrekordhalterin Irina Mikitenko, dominierte in 6:43,73 Minuten.

Milena Sackewitz schafft im Hochsprung Bestleistung

Schnell drehen und weit werfen hieß es für Hammerwerferin Emily Haak vom TSV Eintracht Stadtallendorf in der Altersklasse U 14. Als Fünfte steigerte sie mit 34,79 Metern ihre Bestweite um 1,40 Meter. Siegerin wurde Milina Wepiwe (TSG Weinheim) mit 41,69 Metern.

Die Kirchhainer Stabhochspringerinnen wurden in der U 15 durch Leonie Sika, die aber nach einer Adduktorenzerrung mit 2,50 Metern als Sechste ihre Trainingsleistung nicht abrufen konnte, und in der U 14 durch Milena Sackewitz vertreten. Diese übersprang zwar noch 2,60 Meter, landete aber höhengleich auf dem zehnten Rang.

Besser lief dann der zweite Wettkampftag, wo Milena im Hochsprung ihre Bestleistung mit 1,61 Meter einstellte und am Ende höhengleich, aber mit einem Fehlversuch mehr auf Platz vier landete. Sie scheiterte ganz knapp an 1,64 Metern. Siegerin wurde Isabel Jahn (LG Fulda) mit 1,67 Metern.

von Helmut Schaake