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Lokalsport Ristau verpasst dritte Medaillenchance
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15:57 07.03.2022
Noemi Ristau begann stark in der Super-Kombination – schied aber kurz vor dem ersten Zieleinlauf aus.
Noemi Ristau begann stark in der Super-Kombination – schied aber kurz vor dem ersten Zieleinlauf aus. Quelle: Christoph Soeder/DPA
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Yanqing

Nach der Abfahrt und dem Super-G hat Noemi Ristau auch in der Super-Kombination eine Medaille bei den Paralympischen Winterspielen in Peking verpasst. Mit ihrer Begleitläuferin Paula Brenzel (Bad Hersfeld) war die sehgeschädigte Marburger Skifahrerin am Montagmorgen (Ortszeit) ähnlich gut unterwegs wie im Super-G-Wettbewerb tags zuvor. Doch dann verlor Ristau die Linie und fuhr durchs vorletzte Tor im Zielhang, sodass das Duo disqualifiziert wurde und den zweiten Lauf im Slalom verpasste.

„Wir hatten einen richtig coolen Lauf, und Noemi hat es geschafft, den Ski gehen zu lassen“, sagte Brenzel laut einer Mitteilung des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS). „Leider war beim vorletzten Tor eine kleine Ecke drin, sodass Noemi nicht rechtzeitig die Kurve bekommen hat.“

Ristau verletzt sich an Schulter und Hand

Ärgerlich, schließlich hätte die Zeit Platz fünf bedeutet – was eine gute Ausgangslage für den anschließenden Slalom gewesen wäre. „Da hätten wir echt was rausholen können. Es hat nicht sollen sein. Wir sind schon ein bisschen deprimiert und enttäuscht“, gestand Brenzel.

Die Goldmedaille in der Super-Kombi ging an Henrieta Farkasova aus der Slowakei (2:03,39 Minuten). Silber gewann die Chinesin Daqing Zhu (2:04,25), Bronze holte die Britin Menna Fitzpatrick (2:05,98). Glück im Unglück hatte Ristau, bei der eine Röntgenuntersuchung im Anschluss „nichts Ernsthaftes“ (Brenzel) ergab. „Die Schulter und die Hand sind ein bisschen in Mitleidenschaft gezogen, aber es geht ihr gut“, sagte Brenzel.

Zwei Medaillenchancen bieten sich dem hessischen Duo noch. Am Freitag (11. März) um 3 Uhr (Lauf 1) und 6.15 Uhr (Lauf 2) deutscher Zeit steht der Riesenslalom an, zum Abschluss der Paralympics am Sonntag (13. März) um 3 Uhr (Lauf 1) und 5.45 Uhr (Lauf 2) deutscher Zeit der Slalom. „Wir probieren jetzt, nach vorne zu gucken“, sagte Brenzel.

Von Marcello Di Cicco

06.03.2022