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Lokalsport Noemi Ristau  feiert Siege im Weltcup
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14:58 25.02.2021
Drei Goldmedaillen und eine Silbermedaille holten Noemi Ristau (links) und Paula Brenzel zuletzt bei Welt- und Europacuprennen im österreichischen Leogang.
Drei Goldmedaillen und eine Silbermedaille holten Noemi Ristau (links) und Paula Brenzel zuletzt bei Welt- und Europacuprennen im österreichischen Leogang. Quelle: Foto: Benedikt Lex
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Marburg

Die blinde Para-Skifahrerin Noemi Ristau aus Marburg fährt trotz einer Verletzung weiterhin in der Erfolgsspur. Die Athletin der Sportfreunde Blau-Gelb Marburg hat mit ihrer Begleitläuferin Paula Brenzel im österreichischen Leogang dreimal Gold und einmal Silber im Europa- und Weltcup gewonnen. „Voll zufrieden“ sei sie mit dieser Ausbeute, erzählt Ristau – auch wenn für sie womöglich mehr drin gewesen wäre.

Je einmal holte das Duo Weltcup-Gold im Riesenslalom und Slalom, je einmal schieden sie in beiden Disziplinen aus, weil Brenzel im Riesenslalom patzte und Ristau im Slalom einfädelte. „Das ist aber voll okay“, sagt Ristau. „Auch der Bundestrainer meinte, es sei besser, mal aus der Wertung rauszufallen als nicht aufs Ganze zu gehen“, sagt Ristau. Die Weltcup-Saison ist damit beendet.

Ob es für das Duo Ristau/Brenzel, die im vergangenen Jahr das Gesamtklassement gewonnen hatten, zur Titelverteidigung reicht, ist indes noch nicht klar; die Abschlusswertung liege noch nicht vor. Vor dem letzten Rennen hatte Ristau hinter der Gesamtführenden Alexandra Rexova (Slowakei) und Veronika Aigner (Österreich) auf Rang drei gelegen.

Im Europacup gewann Ristau Gold im Riesenslalom und Silber im Slalom. Alle Rennen fanden binnen zehn Tagen am selben Ort statt, um angesichts der Corona-Pandemie das Reisen einzuschränken. „Zwischendurch haben wir trainiert und alle zwei Tage einen Coronatest gemacht“, erzählt Ristau im Gespräch mit der OP.

Für die 29-Jährige heißt es nun erstmal: erholen. Nach Stürzen im Oktober und Januar laboriert Ristau an den Folgen einer Schulterverletzung. „Im Slalom ist die Verletzung an der Schulter deutlich bemerkbar“, sagt die Skifahrerin, „insofern tut mir die Pause jetzt mal ganz gut.“ Am 7. und 8. März könnte es für das hessische Duo weitergehen – dann stehen Europacup- und Punkterennen in Malbun (Liechtenstein) an – vorausgesetzt, die Corona-Pandemie lässt dies für die Para-Skifahrerinnen zu.

Von Marcello Di Cicco