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Lokalsport Noemi Ristau ergattert zahlreiche Medaillen
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16:58 09.02.2021
Noemi Ristau (links) und Paula Brenzel in Aktion.
Noemi Ristau (links) und Paula Brenzel in Aktion. Quelle: Archivfoto: LUC PERCIVAL
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Marburg

Noemi Ristau gehört zu den Athletinnen, die ihren Wettkampfsport trotz Corona derzeit ausüben dürfen – auch wenn dies der professionellen Para-Skifahrerin aus Marburg und ihrer Begleitläuferin Paula Brenzel gerade nicht immer leicht gemacht wird. „Das Training zu Hause ist nicht in der Form möglich wie sonst. Dann fallen noch Termine kurzfristig aus oder werden verschoben, was es nicht gerade leicht macht, weil man sein Training ja auch danach richtet“, erzählt die 29-Jährige, die allerdings nicht klagen will. Im Gegenteil. Sie weiß: „Jeder muss gerade zurückstecken. Wir sind in dieser Situation dankbar für jedes Training und Rennen, das uns ermöglicht wird.“

Und immerhin lief die erste Saisonhälfte durchaus gut für die blinde Skifahrerin. Bei Punkterennen und einem Lauf im Europacup in Resterhöhe (Österreich) gewann sie im November einen kompletten Medaillensatz – und auch im Dezember überzeugten sie: In Sankt Moritz (Schweiz) holten Ristau und Brenzel jeweils einmal Gold, Silber und Bronze – zweimal im Riesenslalom und einmal im Slalom – im Europacup. Kurz nach dem Jahreswechsel gewann die Marburgerin zweimal Bronze und einmal Silber beim Weltcup in Veysonnaz (Schweiz).

„Eigentlich lief es dort ganz gut“, schränkt Ristau ein – weil sie sich von einem schweren Sturz dort bis dato nicht komplett erholt hat. Dennoch „bin ich optimistisch für die nächsten Rennen und hoffe, dass wir in dieser Situation das Beste herausholen können“, gibt sich die Marburgerin kämpferisch – auch wenn dies angesichts der Unwägbarkeiten nicht leicht ist.

Die WM im Januar wurde auf das kommende Jahr verlegt. „Das ist natürlich schade, weil die WM das nächst größere Ziel ist und zumal ich schon die vergangene WM wegen eines Knöchelbruchs verpasst habe.“ Auch das Test-Event in Peking fiel aus. Wie es für das Duo Ristau / Brenzel weitergeht – niemand weiß es genau. „Im Februar und März sind noch Europa- und Weltcuprennen geplant, aber das ändert sich jeden Tag. Wir planen nur eine Woche im Voraus“, gibt Ristau einen Einblick in ihren Terminkalender.

Für die 29-Jährige richtet sich der Blick ohnehin schon weiter in die Zukunft: „Wir trainieren seit Jahren darauf hin, bei Weltmeisterschaften sowie anderen internationalen Rennen Hochleistungen zu bringen, um an den Paralympischen Spielen 2022 in Peking teilnehmen zu können“, erzählt Ristau.

Von Marcello Di Cicco